Novembermorgen im Wald Gedicht Novemberimpressionen
Ein Morgengesicht
Und Funkeln im Tau
Ein heimliches Licht
Und Lüfte leicht rau
Der wirbelnde Wind
Die Finger ganz kalt
Ein Blatt trudelt blind
Fast kahl ist der Wald
Ein Goldschimmer hier
Ein Laubwirbel da
Spätherbstliche Zier
Nichts ist mehr wie’s war
Sanft schwebt in der Luft
Ein Hauch Endlichkeit
Der traurige Duft
Vergangener Zeit
Die Wehmut trägt grau
Das Bunt ist verspeist
Das Ende der Schau
Und die Seele vereist
Viele bunte Sterne
schmücken die Laterne
mit Glitzer-Glanzpapier.
Viele bunte Sterne
tragen wir ganz sacht
durch die dunkle Nacht.
Viele bunte Sterne
funkeln hell und weit
in der Dunkelheit.
Refrain
Wenn im Dunkel Lieder klingen,
und Laternenkinder singen,
siehst du Lichterpünktchen kommen
aus dem Nebel, ganz verschwommen,
und dann weißt du gleich Bescheid:
Es ist Herbst. Laternenzeit.
Sternchen staunt Kleines Laternengedicht/-lied für Kinder
Ein Sternchen blickt vom Himmelszelt
voll Staunen auf die weite Welt
und sieht, es blinkt dort glimmerschön,
wie es dies so noch nie gesehn.
Ganz viele Pünktchen, hell und zart,
ziehn schimmernd durch die ganze Stadt
und leise hört man den Gesang
wie einen feinen Glockenklang.
Die Lichter im Laternenzug
mit schimmernd hellem Funkenflug
sind’s, die heut leuchten in der Nacht
in wundersamer Zauberpracht.
Das Sternchen huscht hinunter schnell
zur Erde dorthin, wo’s so hell,
und funkelt im Laternenschein
für alle Menschen, groß und klein.
Möglicher Refrain:
Sternchen, Sternchen!
Schenk uns deinen Sternenglanz!
Sternchen, Sternchen!
Tanz mit uns den Sternentanz!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle!
Leuchte für uns viele Male!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle
viele, viele Male.
Die Blätterfee, die malt und malt
die Blätter an geschwind
in Rot und Gelb, die Sonne strahlt …
Da kommt der freche Wind!
„Ich puste, wann ich pusten will,
mal sacht, mal mit Gebraus!
Mal bin ich laut, dann wieder still.
Jetzt tobe ich mich aus.“
Er bläst die dicken Backen auf
und pustet kreuz und quer.
Die Blätter tanzen los zuhauf
und wirbeln hin und her!
Da taucht die Fee den Pinsel tief
in ihren gelben Topf
und schleudert hoch die Farbe schnell
dem Wind – klatsch! – an den Kopf!
Und siehst du einmal nun im Herbst
am Himmel über dir
ein gelbes Leuchten, dann weißt du:
Die Blätterfee war hier.
Refrain:
„Ich puste, wann ich pusten will!“,
ruft laut und froh der Wind.
„Doch nur!“, meint da die Blätterfee,
„wenn meine Blätter fröhlich sind.“
Blätterfee und frecher Wind,
tanzt nur, tanzt geschwind
gelb und rot im Sonnenschein.
So schön kann es im Herbst nur sein.
Der trotzige Apfel Gereimtes zur beliebten Kindergeschichte „Der trotzige Apfel“
Ein Apfel hängt im Apfelbaum
hoch oben, Ast Numero drei.
Er schaukelt sacht im Sonnenschein
und ruft: „Wie schön! Hier bin ich frei!“
Die andern Äpfel lachen leis:
„Wir müssen gehn. ‚s ist Erntezeit.“
Der Apfel schüttelt sich, sagt: „Nein!
Dazu bin ich noch nicht bereit!“
Der Herbstwind weht ins Land herein,
die Blätter tanzen kunterbunt
im Wind. Schnell macht der Apfel sich
zum Schutz ganz klein und kugelrund.
Bald kommt der Winter. Leis und kalt.
Im Baum ist es nun kahl und still.
Der Apfel schaut zum warmen Haus
und denkt, dass er dort auch sein will.
Refrain
„Ich bleibe hier!“, ruft er ganz laut.
„Hier ist mein Lieblingsplatz!
Hier kenn ich jeden Ast im Baum,
und jedes Blatt und jeden Spatz.“
Der Apfelbaum ist mein Zuhaus,
ich wohne hier tagein tagaus.
Lala lalalala, lala lalalala
Schlussrefrain
Im Fenster steht ein Apfelkorb
mit grünen Tannen hübsch geschmückt.
Der kleine Apfel seufzt nur leis.
„Wie schön …“ Dann hat er still genickt.
Ich wünschte, mein Zuhaus wär hier
und ich wär nicht allein mit mir.
Lala lalalala, lala lalalala
Sonntag, Kaffee, Streuselkuchen,
und die Sippe sitzt komplett.
Übers Wetter darf man fluchen,
und nach Tantchens Liebschaft suchen …
Und DER ROSA lacht! Wie nett!
Fernsehstudio. Die Runde
tagt zum Thema ‚Dies-und-das‘.
Meinungsstreit aus vollem Munde,
und es dreht sich Stund um Stunde …
Nur DER ROSA kriegt kein Glas.
Refrain
Alle plaudern, nett, gediegen.
Keiner sieht, man glaubt es kaum,
wie sie sich im Smalltalk biegen!
Blicke, die vorbei schnell fliegen
an dem Elefanten …
Rosa! Groß! Und Fett. …
Im Raum.
Gartenparty! Sekt und Häppchen,
Stimmung, Smalltalk, Harmonie.
Selbst DER ROSA kriegt sein Schnäppchen,
auf dem Kopf ein Partykäppchen …
Angesprochen wird er nie.
Einst war er ein Elefäntchen,
zart und rosa, beinah scheu.
Man hätt’ ihn an einem Händchen
rausgeführt an einem Bändchen …
doch man schwieg bloß. Brav und treu.
Dieses Schweigen ist sein Futter,
jedes Nicht-Wort macht ihn satt.
Und er wächst wie Teig mit Butter,
ist schon größer als die Mutter …
bald so groß wie jede Stadt.
Refrain
Alle plaudern, nett, gediegen.
Keiner sieht, man glaubt es kaum,
wie sie sich im Smalltalk biegen!
Blicke, die vorbei schnell fliegen
an dem Elefanten …
Rosa! Groß! Und Fett. …
Im Raum.
Bis ein Kind ganz laut mal fragte:
„Mama, guck! Ein Elefant!“
Eisesstille. Alles zagte.
Bis die Tante tapfer sagte:
„Fantasie hat die! Pikant!“
Bridge (Mitten in die Stille hebt ‚DER ‚ROSA den Rüssel:) TÖRÖÖÖÖÖ!
Die Gastgeberin (strahlend): „Ach! Das ist ja gerade noch mal gut gegangen! Man muss immer positiv denken, dann wird das schon…“
Schluss-Refrain
Alle plaudern, nett, gediegen,
Keiner schaut … man glaubt es kaum …
nach dem ROSA. Der bleibt liegen,
wiegt sein Junges (kaum zu wiegen!).
Nun zwei Elefanten …
Rosa! Groß! Und Fett. …
Im Raum.
Oktobergold im Sonnenschimmer.
Bäume wandeln sich in Juweliere
im Versuch, ihr schimmernd Blattgewand
uns anzudrehn im Sonnenschlussverkauf.
Wir greifen zu mit vollen Händen,
in sehnsuchtsvoller Gier nach Sommer-Reste-Licht
für ein paar Momente nur. Vergeblich,
denn nichts, was glänzt, bleibt ewig Gold.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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