Der Mann, der noch Bücher las – Zukunftsvision?

Der Mann, der noch Bücher las – Zukunftsvision?
Gedicht vom Wert des Lesens
Ich sah doch heut, du glaubst es kaum,
im Stadtpark unter einem Baum
‚nen Mann, der cool am Boden saß
und ruhig in einem Buche las.
Ein echtes Buch! Ich sah ihn an.
Ein Mensch, der dies noch lesen kann
ganz ohne Handy … einfach so?
Sein Anblick machte mich sehr froh.
Ein kleines Mädchen sah ihm zu
und staunte, fragte: „Was machst du?
Liest du ein Buch, wie’s früher war
so aus Papier mit Seiten gar?
Ich hab davon im Film gesehn
und fand das Bücherlesen schön.“
Es tippte sacht und wie gebannt
am Rand entlang mit seiner Hand.
Ein Lächeln – und da brach der Bann.
Ein zweites Buch reichte der Mann
dem Kind und sprach: „Komm, setz dich her.
Dies Buch gefällt dir sicher sehr.“
So saßen sie, ich glaubt’ es kaum,
an ihrem Platz hier unterm Baum
und lasen, still, vergnügt, entzückt,
vor Glück wie von der Welt entrückt.
Und ich weiß nun, es kann geschehn,
dass wir bald wieder Menschen sehn
mit Büchern, die sie int’ressiern,
die sie beglücken, faszinier’n.
© Elke Bräunling
Lesen ist toll! Hören ist es auch!
Hör dir gerne das Lied zum Gedicht, komponiert von Balz Burch, an! ☀️
Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch













