Grillen singen mit den Elfen der Nacht.
Weit schweben ihre Lieder,
die von alten Zeiten erzählen,
mit zarten Dunstschwaden über die Wiesen
und Kronen der alten Apfelbäume
bis hinauf zum Wald,
und die Erde, diese uralten Böden, atmen tief aus.
Für den Moment ist alles beim Alten und gut so.
Walkürennacht Der Ritt in die Ewigkeit – Gedicht und Song
Blut im Schnee, zerschlag’ne Glieder,
Atem, der im Sturme bricht.
Keuchen, schwere Augenlider.
Todesruf zieht ihn hernieder: „Kennst du meine Stimme nicht?
Ich war da in deinen Träumen, als du schliefst im Waffenklang. In den sturmgepeitschten Räumen, zwischen Hoffen und Versäumen hörtest du meinen Gesang.“
Was ist dieses sanfte Scheinen
mitten in der Todesnacht?
Stimmen aus der Ferne einen
Rufe, Schreie, leises Weinen.
Seelenpein, die frisch erwacht.
„Fürchte nicht die dunklen Schwingen, die du siehst im Feuerschein. Lass das Schwere dir entringen. Ich werd dich nach oben bringen nach Wallhall, der Helden Heim.“
Und er fühlt ein letztes Staunen,
spürt den Schmerz, der von ihm fällt,
sanft gebettet wie auf Daunen,
rings um ihn ein leises Raunen,
Rufe aus der Götterwelt.
Lichter leuchten in den Hallen. Hörst du auch das Rufen schon? Die vor dir sind längst gefallen. Held von Helden unter allen, folg mir zu Walhallas Thron!
Da! Er lacht in ihren warmen
Armen frei von allem Schmerz.
Sturmgebraus in Götterarmen!
Hufschlag! Feuer! Weltendramen!
Walkürenritt! Mitten ins Herz!
Im letzten Atemzuge
ein Flügelschlag im Sturm.
Dem Stille …
folgt.
…
Und er liegt in ihren Armen!
Donner! Feuer! Hufeschlag!
Durch die Wolken ohn’ Erbarmen
zieht der Ritt durch Nacht und Tag
hin zum ew’gen Weltentraum
weit entfernt von Zeit und Raum.
Walkürenritt!
Hoch hinauf!
Walhalla!
Ruft!
Vor langer Zeit, da lagen Schatten
kalt und düster überm Land,
als die Menschen mit den satten
Drachensöhnen Zwiste hatten
und es sich kein Ausweg fand.
Der Drache saß fett auf den Schätzen
voller Gier blind auf dem Thron,
ließ die Völker sich verhetzen,
hielt sie fest in seinen Netzen
für die Macht als seinen Lohn.
Die Menschen, die darunter litten,
duckten sich und hielten still,
konnten nicht um Frieden bitten,
nicht um Gnade, doch sie stritten
nun auch miteinander viel.
Als es der Drache überspannte
einmal dann zu weit vor Gier,
fauchend durch die Städte rannte
und das Land wie Zunder brannte,
schien das End’ gekommen schier.
Die große Stille war gekommen.
Demütig, wer übrig blieb.
Drachenblut verlöscht, zerronnen
endete in Aschetonnen,
wie es die Geschichte schrieb.
Bridge
Kein Getöse. Kein Triumphgeschrei
Nur ein Feld. Ein leiser Wind.
Dunkle Zeiten sind vorbei.
Der Mensch steht da, von Ängsten frei
und arglos wie ein kleines Kind.
Refrain
Zeiten des Drachen.
Dunkelheit. Schmerz.
Kein Ausweg. Kein Licht.
Kein Hoffen! Kein Herz!
Ein Schrei im Finstern
und drei Tage zum Licht,
bis die Welt wieder atmet
und das Licht …
…
bleibt.
Hallo Tag!
Golden ist die Welt draußen. Im Licht der Morgensonne wirken die Blätter der Bäume ringsum, als seien sie von gelben Schleiern umhüllt.
Ich weiß, das wird sich ändern, sobald der Tag die Regie übernimmt und die Luft zu flirren beginnt. Ein Sommersonnentag also. So hoffe ich zumindest. Ich werde ihn genießen.
Jetzt aber klettere ich erst einmal auf einen Baum.
Wie bitte?
Nun gut. Im übertragenen Sinne. „Es gibt kein Verbot für alte Weiber, in die Bäume zu klettern“, sagte Astrid Lindgren an ihrem 80. Geburtstag.
Recht hatte sie.
Also los!
Wer klettert mit?
Die Rosen vor unserem Haus. Blühen sie nicht wundervoll?
Es ist in diesen Tagen alle Jahre wieder wie ein Märchen.
Dieser Rosenstrauch ist fast so alt wie das Haus – und er gibt nicht auf.
Ich bewundere ihn sehr und irgendwann werde ich ihn mit einem Gedicht unvergesslich machen.
„… Ich glaub, das Röslein lacht mich an,
es klingt fast wie ein „Dankeschön“.
Es zieht mich fest in seinen Bann
und ich bleib lang noch bei ihm stehn.“
Der liebe Balz hat dazu dieses wunderschöne Lied geschrieben:
Ahnenklang Gedicht und Lied vom Flüstern der alten Steine
Stell dir vor, die alten Steine
wär’n lebendig in der Nacht
und sie können von den Seelen,
die hier lebten, viel erzählen,
in der alten edlen Pracht.
Und sie zeigten all die Schätze,
die es gab im diesem Land.
Sie erinnerten an Plätze,
und verschlung’ne Wegenetze,
wo einst unser Anfang stand.
Alte Worte, Lieder, Mythen.
Von Legenden sprächen sie
und Gefühlen, die einst glühten,
Zauberkräfte, die erblühten
tief in eherner Magie.
Sie erzählten von den Qualen
und den Kräften, die im Land
hoffnungsfroh mit Ritualen
in schier abertausend Malen
hielten wie ein festes Band.
Und sie würden flehen, bitten,
zu erhalten die Kultur,
die uns in den Kämpfen mitten
all der Zeiten fast entglitten
für den schnöden Mammon nur.
Frieden braucht’s, sie zu erhalten
für die gute bessre Zeit.
Sie erinnern an die alten
einstig gütigen Gestalten
heute bis zur Ewigkeit.
Refrain:
Alle Zeiten. Ewigkeiten.
In der Seelen Nachtgesang
helle Saiten, Himmelweiten
tief in uns im Ahnenklang.
Alle Zeiten.
Ewigkeiten.
Ewigkeiten …
Die Taglilien vorm Haus.
Jeden Morgen pflücke ich ihre welken Blüten ab.
Sie sehen aus wie kleine zusammengeknüllte Taschentücher.
Manche Blüten öffnen sich gerade erst.
Andere beginnen schon zu welken.
Nur einen Tag dauert ihr großes Leuchten. Dann ist ihr Sommer vorbei.
Warum nur einen Tag?, denke ich.
Dann entdecke ich die nächsten Knospen.
Und plötzlich wirkt die Vergänglichkeit ein bisschen weniger traurig.
Dazu hat Balz Burch ein sehr fröhliches Tropfentropfentropfenlied komponiert. Lausche! (Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)
Keine Bange! Dein Klick auf das Lied führt dich nicht zu Youtube, aber er zählt dort, und das hilft mir sehr, den noch kleinen Kanal von Elkeskindergeschichten dort bekannter zu machen. 🌺🙏🏻
Summsibill, die kleine Grille Fröhliches Grillengedicht und -lied für Kinder
Summsibill, die kleine Grille,
singt ihr Liedchen jeden Tag
fröhlich in der Sommerstille
stundenlang, weil sie es mag.
Jeder möcht’ der Grille lauschen,
weil ihr Zirpen so gefällt
mittendrin im Gräserrauschen
in der Blütenwiesenwelt.
Grillenfreunde werden munter,
singen mit ihr laut im Chor,
ausgelassen, bunt und bunter
ihre Sommerlieder vor.
Froh geht’s zu beim Grillensingen.
Bis tief in die Nacht hinein
hör’n wir Wiegenlieder klingen
heimelig im Mondenschein.
Schön ist dieses Sommerleben
mit der Grille Summsibill
Sie und ihre Freunde geben
Sommerfreude uns so viel.
Nach Belieben
Refrain
Sumsi, Sumsi, Sumsisum,
Sing dein Lied! Summ! Summ!
Summ! Summ!
Kleine Grille, sing uns vor
mit deinem Grillenchor.
Summ! Summ!
Sumsisum …..
Draußen, die Grillen, sie sind wieder da
zum ersten Mal hör ich sie in diesem Jahr
auf Wiesen und Wegen bis hin zum Wald.
Wie fröhlich ihr Singen doch zu mir hallt!
Ich liebe ihr Zirpen, es geht mir nah
tief in meiner Seele, lebendig und wahr.
Sie bringen die Lieder des Sommers zu mir,
meine Freunde, die Grillen, lieblich Getier.
Ihr Musizieren erinnert charmant
an frühere Zeiten und wir Hand in Hand.
Romantisch die Nächte, Gefühlseligkeit –
und unbesiegbar für uns die Zeit.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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