Der Sommer kocht sein Leibgericht
mit Sonnenschein und Himmelsblau,
mit Hitzefrei und Badesee,
Gewitterluft und Morgentau.
Mit Beeren, dick und rot und süß,
und diesem Duft nach Paradies
in einer Luft so weich wie Samt,
und Füßen, tief im warmen Sand,
der kitzelt, dich zum Lachen bringt.
Ein Lachen, das nach Sommer klingt.
Dein Blick fällt auf den Kalender an der Wand. Ein helles Sommerbild lacht dir entgegen.
Du siehst eine sanft wellige Landschaft mit Feldern und kleinen Waldstücken.
Wie auf einem Schachbrett sitzend siehst du hier den Sommer überall auf dem Bild.
Du schließt die Augen und träumst dich in dieses Sommerbild hinein – und schon stehst du auf einem Feldweg inmitten der von der Sonne vanillegelb bemalten Kornfelder.
Du breitest die Arme aus zum Sonnengruß und lächelst der Sonne zu.
Die Sonne, begleitet von einem sanften Sommerwind, antwortet dir mit einem freundlich warmen Streicheln.
Es ist, als küsste sie deine Stirn, dein Gesicht, deinen Körper, deine Arme und deine Beine.
Sanft. Zart. Warm.
Und sanft, zart, warm schlenderst du langsam den Weg entlang der Kornfelder auf die Bäume am Ende der Felder zu.
Ganz langsam und gemütlich gehst du und genießt die herrliche warme, bunte Sommerwelt rings um dich herum.
Auf deinem Weg bleibst du immer wieder stehen, verweilst, schaust zu, wie der Wind über die Felder streicht.
aus: Ein Sommerspaziergang
Es passt heut nicht
für ein Gedicht,
denn in mir schwelt
zu viel, was quält
und was man besser
nicht mehr sagt,
weil keiner heut
zu reden wagt.
Es ist, wie’s früher einmal war,
nur war mir das sehr lang nicht klar.
Die Musik des Waldes, an manchen Tagen hallt sie lauter und melodischer und vielstimmiger durch Hänge und Täler. Zumeist an grauen, unspektakulären Tagen, an Tagen wie heute. Als hätten sich die Vögel zur Generalprobe des großen Sommerkonzerts getroffen, so wundervoll einzigartig haben sie heute gesungen, getschilpt, gezwitschert, jubliliert und tiriliert.
Es war ein heiteres, aufgeregtes, ein fast forderndes Singen. Ein Wald-Allegretto.
Ein großer Chor, besetzt mit den brillantesten Stimmen der Natur.
Ein Gesang zu Ehren der Natur, des Lebens.
Ja, so ein Tag war das heute.
Das Menschenkind, das durchs Gelände streifte, weinte in stummer Ehrfurcht leise Tränen.
Glückstränen.
Treffen mit Mascha Gedicht von einem unerfüllten Traum
Ich sitze mit Mascha vergnügt im Café
vor Erdbeerkuchen und Pfefferminztee.
Wir sind beschwingt, unsre Blicke spaziern
zu Menschen, die an uns vorüber flaniern.
„Sie tragen Geschichten in ihrem Gesicht“,
sagt Mascha, „und glauben, wir sähen es nicht.“
Mit schnellen Strichen schreibt sie auf Papier
Worte in Reimen mit großem Plaisir.
Das Fabulieren wird bei ihr zum Spiel.
Sie sagt mit wenigen Worten so viel,
was sonst verschwiegen und meist ungesagt
in Kehlen verborgen an Seelen nagt.
Ich staune und schaue ihr zu wie gebannt.
Ein Funke springt über. Ich hab mich verbrannt
und tief in mir wächst immens die Begier:
Schreiben wie Mascha, das wünschte ich mir.
Könnt einmal nur fliegen ich in ihre Zeit
zu Kuchen und Tee und zum Schreiben zu zweit. …
Den Optimismus find ich nur im Traum
auf meinen Reisen durch Zeiten und Raum.
„Könnt einmal nur fliegen ich in ihre Zeit …“
Ja, dann würde ich hundert Jahre zurück in Berlin im Romanischen Café sitzen bei den „Nichtschwimmern“ und in den Nebenraum zu den „Schwimmern“, den gestandenen Künstlern und Autoren – und mittendrin Mascha Kaléko -, linsen. Daraufhin fiebern würde ich, auch einmal nur dort bei all diesen wunderbaren Künstlern und Autoren sitzen und sie kennenlernen zu können, nicht nur ihre Bücher und ihre Kunst. Und mein lieber, lieber Knurrbär Erich Kästner wäre auch da. Ach ja …Weiterlesen
Ein Käferlein fliegt durch die Nacht
bei Hollerduft und Sternenpracht.
Er summt ein Liedlein, leis und fein,
vom Hochzeitstanz im Mondenschein,
vom Blätterschmaus mit Käferfrau
im köstlich süßen Blütentau,
und über ihm im Sternenmeer
blinkt zart ein Sternlein zu ihm her.
Es lauscht dem kleinen Käferlied,
bevor es langsam weiterzieht.
Wer lernt, ist schlau und klug Fröhliches Kindergedicht zum Schulanfang
Die kleine Maus sagt: „Ich fänd’s schön,
zur Schule auch einmal zu gehn,
denn nur wer lernt, ist schlau und klug.
Man weiß als Maus ja nie genug.
Drum ist das Lernen immer wichtig
und für mein Leben gut und richtig.“
Da nickt ihr Freund, der kleine Bär.
„Ich glaub, das Lernen ist nicht schwer“,
meint er, „und wenn man lesen kann,
dann fängt ein Abenteuer an,
das größte auf der ganzen Welt,
das uns bestimmt sehr gut gefällt.“
„Okay, dann machen wir es so“,
rufen die beiden Freunde froh.
„Wir gehn zur Schule! Abgemacht!
Der Unterricht beginnt um acht.“
Zufrieden trotten sie nach Haus,
der kleine Bär und auch die Maus.
Refrain
Schlau und klug, das wolln wir sein.
Damit sind wir nicht allein.
Alles lernen, Schritt für Schritt.
Ja, das wird gut! Wir machen mit.
Alles lernen, Schritt für Schritt.
Ja, das wird gut! Wir machen mit.
Blumensträuß-chen.
Kaffeepäus-chen.
Himmelsblau und Sonnenschein.
Gartenräum-chen.
Urlaubsträum-chen.
So könnt’s Leben immer sein.
Liegestühl-chen.
Wohlgefühl-chen.
Ländlich’luft und Glockeng’läut.
Schwalbenschwänz-chen.
Grillentänz-chen.
So malt’ ich den Tag mir heut’.
Mittsommer!
Weiße Nächte!
Morgenrot und Abendrot!
Niemals ganz vereint
und ewig nah dem Tod,
berüh’rn sie sich einmal im Jahr.
Mittsommer!
Weiße Nacht!
Einmal nur.
Wir sind uns
nah!
Mittsommer!
Grillen singen mit den Elfen der Nacht.
Weit schweben ihre Lieder,
die von alten Zeiten erzählen,
mit zarten Dunstschwaden über die Wiesen
und Kronen der alten Apfelbäume
bis hinauf zum Wald,
und die Erde, diese uralten Böden, atmen tief aus.
Für den Moment ist alles beim Alten und gut so.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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