Ich sitze und denke

Ich sitze und denke
Lied zur Geschichte „Vom Dasitzen und Denken“
Ich sitz so gern einfach im Grase
und schau in den Himmel hinein.
Da rümpfen die Leute die Nase:
„Nun tu mal was! Du fauler ‚Hase‘!
Hier immer nur sitzen? Oh nein!“
Refrain
Und ich sitze und denke und träume.
Mein Kopf, der mag niemals ruhn:
Da wachsen Ideen wie Bäume,
da öffnen sich Bilder und Räume …
Wer denkt, der hat echt viel zu tun.
Das Gras singt ein Lied mit dem Winde,
die Biene besucht ihren Klee,
die Wolke malt Bilder geschwinde:
ein Schiff, einen Bär, eine Kinder-
karussellfahrt hoch überm See.
Da rufen die Wolken: „Komm, reise!
Komm, reise doch mit übers Land!“
„Heut nicht!“, sag ich höflich und leise,
„ich denk grad auf eigene Weise.
und da gibt’s zu tun allerhand!“
Gesprochen (das Wölkchen, kichernd): „Die Gedanken sind frei! Frei wie wir!“
(Das denkende Kind, ruft hinterher): „Danke! Das merke ich mir!“
Und heißt es: „Der sitzt da und träumt bloß
so träge und arbeitet nicht!“,
dann lach ich, bei mir ist ganz viel los,
die Welt der Gedanken ist so groß
und voll wie ein Korb voller Licht.
Gesprochen, leise: So einfach ist es. So einfach.
© Elke Bräunling













