Kategorie: Friedensgedicht

Flieg, Friedenstaube, flieg!

Flieg, Friedenstaube, flieg! *
Friedensgedicht für Groß und Klein –

Flieg, Friedenstaube, flieg!
Sie treiben uns in den Krieg.
Die Karten sind gemischt,
Vernunft ist weggewischt
wie Kreide, die der Sturm verweht,
weil keiner mehr zum Frieden steht.
Flieg, Friedenstaube, flieg!

Flieg, Friedenstaube, flieg!
Die Geldmaschine heißt Krieg.
Die Gier ist heiß entfacht,
das Gold längst aufgebracht,
sie zählen schon mit kalter Hand
die Kriegsbeute in unserm Land.
Flieg, Friedenstaube, flieg!

Flieg, Friedenstaube, flieg!
Wir wehren uns gegen Krieg
und spielen da nicht mit
bei dem falschen Schritt.
Kämpft selber, lasst das Volk in Ruh,
wir schau’n euch aus der Ferne zu.
Sieg, Friedenstaube, sieg!

© Elke Bräunling

Mach nicht mit!


Mach nicht mit! *
Friedensgedicht und Song

Auf, ihr Kinder, zum Marschieren!
Wir woll’n keine Zeit verlieren.
Hoch die Füße, eins, zwei drei,
alle Kinder sind dabei.

In der Reihe sollt ihr stehen
und beim Marsch im Gleichschritt gehen.
Zu gehorchen, das ist Pflicht.
Stört die Reihenfolge nicht!

Ihr müsst alle auf mich hören,
wagt es nicht, den Takt zu stören.
Ordnung, das ist unser Ziel.
Passt bloß auf, das ist kein Spiel!

„Das ist doof! Oh, das ist blöde,
dies Marschieren ist so öde!“,
ruft ein Mädchen plötzlich laut.
„Wir wolln fröhlich sein. Kommt! Schaut!“

Es beginnt zu hüpfen, tanzen
und die Ordnung in der ganzen
Reihe löst sich schnell nun auf,
Chaos nimmt rasch seinen Lauf.

Alle Kinder hüpfen, springen
und sie lachen, tanzen, singen.
Keiner hält die Reihen still,
weil diese Ordnung keiner will.

Der Mensch, der vorher kommandiert,
ist sprachlos und sehr indigniert.
Jeder, der ihn sieht, der lacht.
Freiheit ist die größ’re Macht

Ja, so kann es auch passieren,
denn wer tanzt wird nur marschieren
ganz nach eignem Seelenklang
und nicht nach fremder Pfeife Zwang.

© Elke Bräunling


Dazu der Song zum Tanzen, Lachen, Fröhlichsein und vom Frieden, komponiert und eingespielt vom lieben Balz Burch

(Text Elke Bräunling/Musik Balz Burch)

 

Tiefschlaf

Tiefschlaf *
Gedicht Zeitkritik –

Schläfrig ruht im stillen Schlafe
unsre Frau Demokratie.
Mit ihr schlafen viele Schafe
einen Tiefschlaf wie noch nie.

Keiner lässt sich mehr erwecken,
dazu scheint die Zeit nicht reif.
Niemand kratzt den Dreck vom Stecken,
denn wer schläft, der ist nicht live.

Ruhet sanft! Derweil im Lande
schlägt das Herz im Donnerhall,
wenn die Bande mit viel Schande
es zerfetzt mit lautem Knall.

Und so schleicht sich Volkes Seele
langsam aus dem Land hinaus.
Jemand singt aus voller Kehle:
„Und die Lichter gehen aus.“ *

© Elke Bräunling

* Zeile aus: Westernhagen, „Freiheit“

Es sind nicht viele

Es sind nicht viele *
Gedicht und Song für Frieden – Zeitkritik 

Es sind nicht viele, die wieder schreien
nach Waffen, Feinden, Kämpfen und Krieg.
Nicht viele, doch aus ihren Reihen
wird ihr Getöse täglich publik.

Es sind nicht viele, doch ihre Worte
wie Schläge und Sirenen so laut,
sind von einer listigen Sorte,
die kaum einer so richtig durchschaut.

Es sind nicht viele, die wieder hetzen,
die lügen, lauern, desinformier’n
und als Waffe mit Worten verletzen
und die Wahrheit mit Absicht negier’n.

Es sind nicht viele, doch sie sind mächtig,
die Völker in die Irre zu führ’n
mit Stimmen, die laut und sehr kräftig,
um Streit, Verwirrung, Zwietracht zu schür’n,

Es sind nicht viele, die viele beherrschen
mit Lug und Trug und Agitation.
Sie hocken feist auf fetten Ärschen
mit Säcken voll Geld im Arm als Lohn.

Es sind nicht viele, die dies durchschauen
mit wachem Blick im schlafenden Meer,
die dem Verstand, nicht den Medien trauen.
Es sind nicht viele, und doch immer mehr.

© Elke Bräunling

 

„Es sind nicht viele“ – Ein Song, der aufrüttelt. Ein Song zum Aufwachen von Balz Burch

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

 

 

 

 

 

Frieden ist bunt

Frieden ist bunt *
Friedensgedicht für Kinder –

Ich mal den Frieden, er ist bunt
und in den Formen ist er rund.
Weil er so sanft ist, nehm ich Blau,
dazu ein ganz zartes Silbergrau.

Ich male Grün wie die Natur,
Orange auch eine kleine Spur,
Dann Rot. Es wärmt und macht mir Mut,
und Gelb, dann fühle ich mich gut.

Ich male einen großen Kreis
mit bunten Tupfern und viel Weiß,
und alle Farben haben Platz,
auch ein paar Worte und ein Satz.

Und der sagt: „Frieden jeden Tag,
weil Frieden bunte Farben mag,
so bunt, wie alle Herzen sind,
und das wünscht sich auch jedes Kind.“

© Elke Bräunling

Das Feuer des Wahnsinns

Das Feuer des Wahnsinns
Weißt du noch? Damals, der Krieg?
Friedensgedicht und Song

Weißt du noch, wenn Opa erzählte
vom Krieg und von dieser grausamen Zeit,
in der er auf Menschen schießen musste,
ihnen Schmerzen zufügte, Kummer und Leid.
Fremde Menschen, die nie er gekannt,
waren im Feuer der Kriegswut verbrannt.

Weißt du noch, wenn Oma erzählte
von Nächten im Krieg mit Bombenalarm,
vollen Bunkern und schreienden Kindern,
verzerrt die Gesichter voll Furcht und voll Gram.
Mit Nöten, die sie so nie gekannt,
war sie zum Hoffen und Bangen verdammt.

Weißt du noch, wenn Nachbarn erzählten
von ihrer Flucht und von Feinden gejagt
schutzlos zu Fuß auf eisigen Wegen,
von Hunger, Kälte und Schmerzen geplagt.
Ein Elend, das sie noch nie gekannt,
verloren, was sie einst Heimat genannt.

Hörst du heut die Kriegstreiber schreien
nach Waffen, Soldaten, Geld für den Krieg?
Neu entflammt ist das Spiel mit dem Feuer
und all das, worüber man jahrelang schwieg.
Schon wieder am Abgrund, von neuem entbrannt
das Feuer des Wahnsinns in unserem Land.

© Elke Bräunling

 

Balz Burch hat das Gedicht in einen eindrucksvollen Friedenssong verzaubert. Hör rein und wach auf!

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Jedem das Seine

Jedem das Seine *
Gedicht Frieden – Zeitkritik –

Lasst uns unsere Feste feiern
auf den Straßen und gemeinsam,
denn zusammen sind wir viele
und kein Mensch bleibt einsam.

Lasst uns friedlich demonstrieren
für die Sache, die uns wichtig.
Diese laut euch mitzuteilen.
ist für uns heut richtig.

Lasst uns unsere Meinung teilen,
denn wer redet, der zeigt Haltung
und Gesicht unter den Vielen
ohne gleiche Schaltung

Lasst uns Menschen Menschen bleiben!
Niemand lässt sich gern verbiegen,
keiner von uns will sich wünschen,
dass wir uns bekriegen.

Lasst uns unsern Frieden wahren!
Kriege gehn auf eure Konten
und wir haben nichts zu suchen
zwischen euren Fronten.

Lasst uns unser Leben leben,
denn wir haben nur das eine.
Unser Motto, das soll heißen:
Jedem sei das Seine.

© Elke Bräunling

Wo liegt Bethlehem?

Wo liegt Bethlehem? *
Weihnachtsgedicht –

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in jedermann?
Wenn Menschen zueinander stehen
und ihren Weg gemeinsam gehen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht bei uns zu Haus?
Wenn wir gemeinsam Lieder singen
und einander Freude bringen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrer Stadt?
Wenn Reiche auch an Arme denken
und einander Hoffnung schenken,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrem Land?
Wenn Menschen still in Frieden leben
und dem Feind die Hände geben,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

© Elke Bräunling

Dona nobis pacem – Zum ersten Advent

Dona nobis pacem – Zum ersten Advent *
Kleines Friedensgedicht zum Advent –

Die Tür geht auf.
Im Schein der ersten Kerze
zaubert der Advent, der junge,
ein Lächeln in unsere Gesichter,
das die Vorfreude schreibt.

Die Tür geht zu
für Krieg und Propaganda.
Diese Zeiten sind vorüber.
Ein Sehnen nach Liebe und Frieden,
das die neue Welt ruft.

Geöffnet die Tür.
Von Lichterschein empfangen
breiten sich Arme aus
für Friedliebende – und auch für dich.
Dona nobis pacem!

© Elke Bräunling

Das lächelnde Leben


Das lächelnde Leben *
Friedensgedicht für Groß und Klein – Wenn alle mehr lächeln würden

Stell dir vor, die Menschen tragen
stets ein Lächeln im Gesicht.
Auch an Tagen voller Plagen
zeigen sie den Ärger nicht.

Dieses Lächeln kommt von Herzen
und es leuchtet strahlend hell
wie das Licht von hundert Kerzen
als der Freude höchstem Quell.

Und es wandert leise weiter
in die Welt mit sanftem Hall.
Menschen lächeln froh und heiter,
Liebe, Frieden überall.

Freundlich wäre unser Leben
voller Kraft und Schwung und Mut,
würd’s das Lächeln öfter geben,
hätten wir es richtig gut.

© Elke Bräunling

 

Ein sehr besinnliches Lied hat der liebe Balz Burch zu diesem Gedicht geschrieben. Viel Freude beim Zuhören.

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)