Kategorie: Lieder & Songs

Walkürennacht

Illustration Walkürenritt auf Walhall zu ... leicht abstrakt


Walkürennacht

Der Ritt in die Ewigkeit – Gedicht und Song

Blut im Schnee, zerschlag’ne Glieder,
Atem, der im Sturme bricht.
Keuchen, schwere Augenlider.
Todesruf zieht ihn hernieder:
„Kennst du meine Stimme nicht?

Ich war da in deinen Träumen,
als du schliefst im Waffenklang.
In den sturmgepeitschten Räumen,
zwischen Hoffen und Versäumen
hörtest du meinen Gesang.“

Was ist dieses sanfte Scheinen
mitten in der Todesnacht?
Stimmen aus der Ferne einen
Rufe, Schreie, leises Weinen.
Seelenpein, die frisch erwacht.

„Fürchte nicht die dunklen Schwingen,
die du siehst im Feuerschein.
Lass das Schwere dir entringen.
Ich werd dich nach oben bringen
nach Wallhall, der Helden Heim.“

Und er fühlt ein letztes Staunen,
spürt den Schmerz, der von ihm fällt,
sanft gebettet wie auf Daunen,
rings um ihn ein leises Raunen,
Rufe aus der Götterwelt.

Lichter leuchten in den Hallen.
Hörst du auch das Rufen schon?
Die vor dir sind längst gefallen.
Held von Helden unter allen,
folg mir zu Walhallas Thron!

Da! Er lacht in ihren warmen
Armen frei von allem Schmerz.
Sturmgebraus in Götterarmen!
Hufschlag! Feuer! Weltendramen!
Walkürenritt! Mitten ins Herz!

Im letzten Atemzuge
ein Flügelschlag im Sturm.
Dem Stille …
folgt.

Und er liegt in ihren Armen!
Donner! Feuer! Hufeschlag!
Durch die Wolken ohn’ Erbarmen
zieht der Ritt durch Nacht und Tag
hin zum ew’gen Weltentraum
weit entfernt von Zeit und Raum.
Walkürenritt!
Hoch hinauf!
Walhalla!
Ruft!

© Elke Bräunling

Höre, was Balz Burch hier gezaubert hat. Ist der Song nicht wundervoll?

(© Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)

Drachentod


Drachentod
Gedicht und Song vom Ende der Angst

Vor langer Zeit, da lagen Schatten
kalt und düster überm Land,
als die Menschen mit den satten
Drachensöhnen Zwiste hatten
und es sich kein Ausweg fand.

Der Drache saß fett auf den Schätzen
voller Gier blind auf dem Thron,
ließ die Völker sich verhetzen,
hielt sie fest in seinen Netzen
für die Macht als seinen Lohn.

Die Menschen, die darunter litten,
duckten sich und hielten still,
konnten nicht um Frieden bitten,
nicht um Gnade, doch sie stritten
nun auch miteinander viel.

Als es der Drache überspannte
einmal dann zu weit vor Gier,
fauchend durch die Städte rannte
und das Land wie Zunder brannte,
schien das End’ gekommen schier.

Die große Stille war gekommen.
Demütig, wer übrig blieb.
Drachenblut verlöscht, zerronnen
endete in Aschetonnen,
wie es die Geschichte schrieb.

Bridge
Kein Getöse. Kein Triumphgeschrei
Nur ein Feld. Ein leiser Wind.
Dunkle Zeiten sind vorbei.
Der Mensch steht da, von Ängsten frei
und arglos wie ein kleines Kind.

Refrain
Zeiten des Drachen.
Dunkelheit. Schmerz.
Kein Ausweg. Kein Licht.
Kein Hoffen! Kein Herz!
Ein Schrei im Finstern
und drei Tage zum Licht,
bis die Welt wieder atmet
und das Licht …

bleibt.

© Elke Bräunling

Der Song dazu – wundervoll und atmosphärisch – von Balz Burch komponiert

(Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)

 

Illustration Vögelchen auf Ast vor einer leeren weiten Ebene, am Horizont geht die Sonne auf

Ahnenklang


Ahnenklang
Gedicht und Lied vom Flüstern der alten Steine

Stell dir vor, die alten Steine
wär’n lebendig in der Nacht
und sie können von den Seelen,
die hier lebten, viel erzählen,
in der alten edlen Pracht.

Und sie zeigten all die Schätze,
die es gab im diesem Land.
Sie erinnerten an Plätze,
und verschlung’ne Wegenetze,
wo einst unser Anfang stand.

Alte Worte, Lieder, Mythen.
Von Legenden sprächen sie
und Gefühlen, die einst glühten,
Zauberkräfte, die erblühten
tief in eherner Magie.

Sie erzählten von den Qualen
und den Kräften, die im Land
hoffnungsfroh mit Ritualen
in schier abertausend Malen
hielten wie ein festes Band.

Und sie würden flehen, bitten,
zu erhalten die Kultur,
die uns in den Kämpfen mitten
all der Zeiten fast entglitten
für den schnöden Mammon nur.

Frieden braucht’s, sie zu erhalten
für die gute bessre Zeit.
Sie erinnern an die alten
einstig gütigen Gestalten
heute bis zur Ewigkeit.

Refrain:
Alle Zeiten. Ewigkeiten.
In der Seelen Nachtgesang
helle Saiten, Himmelweiten
tief in uns im Ahnenklang.
Alle Zeiten.
Ewigkeiten.
Ewigkeiten …

© Elke Bräunling

Wunderschön und verträumt ist der Song zu diesem Gedicht. Danke, Balz!

(Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)

 

Illustration Großer Stein im Vordergrund, weit hinten eine Burgruine auf einem Berg, Sonnenuntergang

Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin


Illustration Frau sitzt am Fenster und blickt in den Himmel zu den Sternen hinauf

Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin
Gedicht Gefühle

Ich mag nichts sehn und hörn und riechen.
Nicht heut. Ich fühle mich allein.
Am liebsten möcht ich mich verkriechen
und nur mit mir zusammen sein.

Ich lausche meiner Herzensstimme,
die mir so viel von uns erzählt.
Ein Echolot für meine Sinne,
das sucht, was mir gerade fehlt.

Wärst du jetzt da, würdest du lachen,
ein Grübchen tanzt’ in deinem Kinn.
Wir flögen auf dem Sternendrachen
zu unsren Galaxien hin.

Doch unsre Zeiten sind begraben.
Für Träumereien fehlt der Sinn.
Mein Leben malt nun andre Farben.
Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin.

© Elke Bräunling

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Balz Burch hat dieses Gedicht für euch vertont
❤️

(Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)