Nein, mein Kind, dich lass ich nicht gehn Gedicht und Lied für alle Eltern … und für den Frieden
In meinen Armen das schlafende Kind. Ein friedvolles Bild von Liebe und Glück. Ich glaube nicht, dass wir je glücklicher sind. Momente wie diese kehren nie mehr zurück. Und ich schau auf das Bild, das die Erinnerung malt, aus dem Lebensfreude und Zuversicht strahlt, und ich schwöre bei all meinem Sein: Dich, mein Kind, lasse ich niemals allein.
Schnell bist du gewachsen, ich lasse dich los, weil man das so tun muss in diesem Land. Du kommst zur Schule, denn du bist jetzt groß und hörst Worte, Dogmen, die dir unbekannt. Und ich sehe voll Sorge, was das mit dir macht, dass du vergisst, wie man träumt, wie man lacht, und ich schwöre bei allem meinem Sein: Dich, mein Kind, lass ich damit nicht allein.
Schon bist du erwachsen, für Großes bereit. Du hast Träume, Ideen und sehr viel geplant, die Schritte ins Leben sind spannend und weit, und oft kommt es doch anders dann als geahnt. Und ich denk an die Zeit mit dir gern zurück, wir lebten ein Leben in Frieden und Glück. Und ich sag dir bei all meinem Sein: Wir sind uns nah, es bleibt keiner allein.
Doch hören wir heute die Rufe nach Krieg, Soldaten werden benötigt für Land und Partei, für Waffen, Schlachten, Gehorsam und Sieg. Kanonenfutter … und du bist dabei. Die Rechnung mit uns Müttern, die macht ihr nicht. Euch zu bekämpfen ist jetzt unsre Pflicht. Auf Halbmast die Flaggen im Lande wehn. Vergesst es! Mein Kind, dich lass ich nicht gehn. Nein! Mein Kind lass ich nicht gehn.
Es ist selten, dass eine Vertonung exakt die Gefühle ausdrückt und die Tränen erahnen lässt, die ich beim Schreiben dieses Gedichts empfunden habe. Dem lieben Balz Burch ist dies vortrefflich gelungen mit diesem wundervollen Song, in den ich mich sofort verliebt habe. Vielleicht wirst du dieses Lied auch lieben?
Seelenstriptease einer Zeit Zeitkritisches Gedicht und Lied
Urplötzlich ist die Lampe ausgeknipst. Dünn wird die Haut und das Gewand. Man schwankt und fühlt sich wie beschwipst und rastlos in der Zeit gebannt.
Die eine Welt zwischen dem Zeitenspiel in heimlicher Verborgenheit, und doch zeigt sich von ihr so viel im Endspiel der Verlogenheit.
Der Zwang zur Lethargie trägt Maulkorb nun, die Übelmacht hat sich verzockt. Voll Arroganz im bösen Tun hat sie das Ding gründlichst verbockt.
Ein Schweben, ziellos nun durch Zeit und Raum, zieht Kreise wie ein stummer Hauch. Zerplatzt der alte finstre Traum, und Hoffnung steigt aus kaltem Rauch.
Das wird uns hier nie mehr passieren, so dachten wir früher und fühlten uns gut. Die Kriegslust würde nie mehr grassieren, an unseren Händen klebt niemals Blut.
Heil sei die Welt, die wir uns geschaffen, das haben wir viele Jahre geglaubt ganz ohne Feinde, Kriege und Waffen. Die Illusion, die ist uns nun geraubt.
Nie wieder Kriege, sagten die Alten, nie wieder Feindschaften in unserm Land. Beteuerungen, die ewig galten, sind gnadenlos zu Asche verbrannt.
L*genbolde, von Geldgier besessen, von Korruption und Herrschsucht gelenkt, haben alte Gesetze vergessen und uns in neues Unglück gedrängt.
Das Volk ist erstarrt und kann es nicht fassen. Es hat die Falschen zum Herrscher erwählt. Wenn wir uns weiter irr’leiten lassen, ist unsre Zeit im Lande gezählt.
Wir denken an den Frieden ein bisschen jeden Tag und sammeln heut Ideen ein, so viel wie jeder mag. Die Idee des Tages ist für euch. Mach du auch mit! Jeder kleine Funke Frieden ist ein großer Schritt.
Für heute hab ich die Idee: Ein Lachen schenk ich dir an diesem Tag, weil ich dich mag – und Frieden dir und mir. Für morgen hab ich die Idee: Ich teil mit dir mein Brot. Aus kleinen guten Taten wird so Hilfe in der Not.
Für übermorgen die Idee: Ich höre dir ruhig zu, denn wer sich Zeit für andre nimmt, der schenkt ein Stückchen Ruh. Der Frieden wächst so immer mehr ganz leis und klein und zart. Mit einem guten Wort, das hilft auf freundschaftliche Art.
An jedem Tag eine Idee. Hey, du bist auch dabei. Ein Friedenswort. Ein Dankeschön. Ein Lächeln, Helfen und Vertrau’n und das macht Mut, das macht uns frei.
Ein bisschen Frieden, Stück für Stück, das wünschen wir uns für die Welt. Ein bisschen Frieden, ganz viel Glück, damit das Leben allen Menschen auf der Welt gefällt.
Walkürennacht Der Ritt in die Ewigkeit – Gedicht und Song
Blut im Schnee, zerschlag’ne Glieder, Atem, der im Sturme bricht. Keuchen, schwere Augenlider. Todesruf zieht ihn hernieder: „Kennst du meine Stimme nicht?
Ich war da in deinen Träumen, als du schliefst im Waffenklang. In den sturmgepeitschten Räumen, zwischen Hoffen und Versäumen hörtest du meinen Gesang.“
Was ist dieses sanfte Scheinen mitten in der Todesnacht? Stimmen aus der Ferne einen Rufe, Schreie, leises Weinen. Seelenpein, die frisch erwacht.
„Fürchte nicht die dunklen Schwingen, die du siehst im Feuerschein. Lass das Schwere dir entringen. Ich werd dich nach oben bringen nach Wallhall, der Helden Heim.“
Und er fühlt ein letztes Staunen, spürt den Schmerz, der von ihm fällt, sanft gebettet wie auf Daunen, rings um ihn ein leises Raunen, Rufe aus der Götterwelt.
Lichter leuchten in den Hallen. Hörst du auch das Rufen schon? Die vor dir sind längst gefallen. Held von Helden unter allen, folg mir zu Walhallas Thron!
Da! Er lacht in ihren warmen Armen frei von allem Schmerz. Sturmgebraus in Götterarmen! Hufschlag! Feuer! Weltendramen! Walkürenritt! Mitten ins Herz!
Im letzten Atemzuge ein Flügelschlag im Sturm. Dem Stille … folgt. … Und er liegt in ihren Armen! Donner! Feuer! Hufeschlag! Durch die Wolken ohn’ Erbarmen zieht der Ritt durch Nacht und Tag hin zum ew’gen Weltentraum weit entfernt von Zeit und Raum. Walkürenritt! Hoch hinauf! Walhalla! Ruft!
Ahnenklang Gedicht und Lied vom Flüstern der alten Steine
Stell dir vor, die alten Steine wär’n lebendig in der Nacht und sie können von den Seelen, die hier lebten, viel erzählen, in der alten edlen Pracht.
Und sie zeigten all die Schätze, die es gab im diesem Land. Sie erinnerten an Plätze, und verschlung’ne Wegenetze, wo einst unser Anfang stand.
Alte Worte, Lieder, Mythen. Von Legenden sprächen sie und Gefühlen, die einst glühten, Zauberkräfte, die erblühten tief in eherner Magie.
Sie erzählten von den Qualen und den Kräften, die im Land hoffnungsfroh mit Ritualen in schier abertausend Malen hielten wie ein festes Band.
Und sie würden flehen, bitten, zu erhalten die Kultur, die uns in den Kämpfen mitten all der Zeiten fast entglitten für den schnöden Mammon nur.
Frieden braucht’s, sie zu erhalten für die gute bessre Zeit. Sie erinnern an die alten einstig gütigen Gestalten heute bis zur Ewigkeit.
Refrain: Alle Zeiten. Ewigkeiten. In der Seelen Nachtgesang helle Saiten, Himmelweiten tief in uns im Ahnenklang. Alle Zeiten. Ewigkeiten. Ewigkeiten …
Es sind nicht viele * Gedicht und Song für Frieden – Zeitkritik
Es sind nicht viele, die wieder schreien nach Waffen, Feinden, Kämpfen und Krieg. Nicht viele, doch aus ihren Reihen wird ihr Getöse täglich publik.
Es sind nicht viele, doch ihre Worte wie Schläge und Sirenen so laut, sind von einer listigen Sorte, die kaum einer so richtig durchschaut.
Es sind nicht viele, die wieder hetzen, die lügen, lauern, desinformier’n und als Waffe mit Worten verletzen und die Wahrheit mit Absicht negier’n.
Es sind nicht viele, doch sie sind mächtig, die Völker in die Irre zu führ’n mit Stimmen, die laut und sehr kräftig, um Streit, Verwirrung, Zwietracht zu schür’n,
Es sind nicht viele, die viele beherrschen mit Lug und Trug und Agitation. Sie hocken feist auf fetten Ärschen mit Säcken voll Geld im Arm als Lohn.
Es sind nicht viele, die dies durchschauen mit wachem Blick im schlafenden Meer, die dem Verstand, nicht den Medien trauen. Es sind nicht viele, und doch immer mehr.
Das Feuer des Wahnsinns Weißt du noch? Damals, der Krieg? Friedensgedicht und Song
Weißt du noch, wenn Opa erzählte vom Krieg und von dieser grausamen Zeit, in der er auf Menschen schießen musste, ihnen Schmerzen zufügte, Kummer und Leid. Fremde Menschen, die nie er gekannt, waren im Feuer der Kriegswut verbrannt.
Weißt du noch, wenn Oma erzählte von Nächten im Krieg mit Bombenalarm, vollen Bunkern und schreienden Kindern, verzerrt die Gesichter voll Furcht und voll Gram. Mit Nöten, die sie so nie gekannt, war sie zum Hoffen und Bangen verdammt.
Weißt du noch, wenn Nachbarn erzählten von ihrer Flucht und von Feinden gejagt schutzlos zu Fuß auf eisigen Wegen, von Hunger, Kälte und Schmerzen geplagt. Ein Elend, das sie noch nie gekannt, verloren, was sie einst Heimat genannt.
Hörst du heut die Kriegstreiber schreien nach Waffen, Soldaten, Geld für den Krieg? Neu entflammt ist das Spiel mit dem Feuer und all das, worüber man jahrelang schwieg. Schon wieder am Abgrund, von neuem entbrannt das Feuer des Wahnsinns in unserem Land.
Was, wenn Ängste sprechen? * Gedicht und Song zu Fragen der Zeit –
Was, wenn das Wörtchen ‚wenn‘ nicht wär und wir vertrauen könnten, auf dass wir uns bedenkenlos ein freies Leben gönnten? Stellt man sich diese Frage noch in ignoranten Zeiten, in denen Menschen überall sich uneins sind und streiten?
Was, wenn es Positionen gibt, die Menschen trennen, spalten, was Freunde so zu Feinden macht, die nichts von Frieden halten? Und was, wenn Fanatismus siegt im Kampf um Menschenseelen, wenn starrer Wahn Vernunft bekriegt und Irre Leben stehlen?
Was, wenn es Soldaten sind, die unsre Städte fluten und wir für unsre Menschlichkeit noch eines Tages bluten? Was, wenn sie durch die Dörfer ziehn, zu rauben und zu töten, und keiner da ist, der uns hilft, so schutzlos und in Nöten?
Was, wenn alles Lüge ist, was sie uns stets erzählen, damit wir weiter treu und brav sie immer wieder wählen? Doch was, wenn wir das Wörtchen „Nein“ verwenden und laut sagen, dass wir dies üble Spiel verstehn und uns zu wehren wagen?
Und wenn die Revolution sie frisst und jagt dann eines Tages, was stellt man dann am besten an mit Menschen ihres Schlages? An Fensterkreuze hängen, so wie’s die Propheten künden, auf dass sie büßen bis zum Tod, für alle ihre Sünden?
(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art. Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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