Lasse im Wald dich von Bäumen umarmen!
Nehme die Kraft und die Schwingungen wahr,
die sie dir schenken, und spüre den warmen
Atem des Blattlaubs und fühle dich nah.
Alles ist Leben hier und Energie,
du bist wie beflügelt, beseelt wie sonst nie.
Probleme verschwinden, du fühlst dich befreit
und genießt voller Freude im Wald deine Zeit.
Hier legen sich rastlose Nerven zur Ruh.
Tauch ein in das Grün und lasse es zu!
Sei achtsam und finde so Stück für Stück
die Quelle des Lebens – und zu dir zurück.
Manchmal denk’ ich, ich denke zu viel,
als wäre das Denken nichts als ein Spiel,
das die Zeit in Stücke zerteilt, verweilt
und hastig dann weiter und weiter eilt
Stück für Stück durch Tag und durch Nacht
im Banne aller Gedanken Macht.
Manchmal denk’ ich, ich fühle sie auch,
als Bündel von Schmerz und von Freude im Bauch,
und voll Liebe nehme ich sie in den Arm,
die Gedanken, sie nähren mich, halten mich warm.
Treffen mit Mascha Gedicht von einem unerfüllten Traum
Ich sitze mit Mascha vergnügt im Café
vor Erdbeerkuchen und Pfefferminztee.
Wir sind beschwingt, unsre Blicke spaziern
zu Menschen, die an uns vorüber flaniern.
„Sie tragen Geschichten in ihrem Gesicht“,
sagt Mascha, „und glauben, wir sähen es nicht.“
Mit schnellen Strichen schreibt sie auf Papier
Worte in Reimen mit großem Plaisir.
Das Fabulieren wird bei ihr zum Spiel.
Sie sagt mit wenigen Worten so viel,
was sonst verschwiegen und meist ungesagt
in Kehlen verborgen an Seelen nagt.
Ich staune und schaue ihr zu wie gebannt.
Ein Funke springt über. Ich hab mich verbrannt
und tief in mir wächst immens die Begier:
Schreiben wie Mascha, das wünschte ich mir.
Könnt einmal nur fliegen ich in ihre Zeit
zu Kuchen und Tee und zum Schreiben zu zweit. …
Den Optimismus find ich nur im Traum
auf meinen Reisen durch Zeiten und Raum.
„Könnt einmal nur fliegen ich in ihre Zeit …“
Ja, dann würde ich hundert Jahre zurück in Berlin im Romanischen Café sitzen bei den „Nichtschwimmern“ und in den Nebenraum zu den „Schwimmern“, den gestandenen Künstlern und Autoren – und mittendrin Mascha Kaléko -, linsen. Daraufhin fiebern würde ich, auch einmal nur dort bei all diesen wunderbaren Künstlern und Autoren sitzen und sie kennenlernen zu können, nicht nur ihre Bücher und ihre Kunst. Und mein lieber, lieber Knurrbär Erich Kästner wäre auch da. Ach ja …Weiterlesen
Blumensträuß-chen.
Kaffeepäus-chen.
Himmelsblau und Sonnenschein.
Gartenräum-chen.
Urlaubsträum-chen.
So könnt’s Leben immer sein.
Liegestühl-chen.
Wohlgefühl-chen.
Ländlich’luft und Glockeng’läut.
Schwalbenschwänz-chen.
Grillentänz-chen.
So malt’ ich den Tag mir heut’.
Vor langer Zeit, da lagen Schatten
kalt und düster überm Land,
als die Menschen mit den satten
Drachensöhnen Zwiste hatten
und es sich kein Ausweg fand.
Der Drache saß fett auf den Schätzen
voller Gier blind auf dem Thron,
ließ die Völker sich verhetzen,
hielt sie fest in seinen Netzen
für die Macht als seinen Lohn.
Die Menschen, die darunter litten,
duckten sich und hielten still,
konnten nicht um Frieden bitten,
nicht um Gnade, doch sie stritten
nun auch miteinander viel.
Als es der Drache überspannte
einmal dann zu weit vor Gier,
fauchend durch die Städte rannte
und das Land wie Zunder brannte,
schien das End’ gekommen schier.
Die große Stille war gekommen.
Demütig, wer übrig blieb.
Drachenblut verlöscht, zerronnen
endete in Aschetonnen,
wie es die Geschichte schrieb.
Bridge
Kein Getöse. Kein Triumphgeschrei
Nur ein Feld. Ein leiser Wind.
Dunkle Zeiten sind vorbei.
Der Mensch steht da, von Ängsten frei
und arglos wie ein kleines Kind.
Refrain
Zeiten des Drachen.
Dunkelheit. Schmerz.
Kein Ausweg. Kein Licht.
Kein Hoffen! Kein Herz!
Ein Schrei im Finstern
und drei Tage zum Licht,
bis die Welt wieder atmet
und das Licht …
…
bleibt.
Das Dickicht hat, wie manche Leut’,
viel Grün im Kopf. Ein Labyrinth.
Steckt man tief drin, dass man’s bereut,
fragt man verwirrt, wo Wege sind.
Man sieht nicht weit, doch hört man viel.
Ein Schnaufen hier, ein Wispern dort.
Ein falscher Schritt. Wo ist das Ziel?,
fragt man und wünscht sich ganz weit fort.
Man sucht den Ausgang und entdeckt
was völlig andres, gut versteckt.
Der Wald ist still. Die Vögel schweigen.
Nur irgendwo knackt leis ein Ast.
Ein Schatten huscht zwischen den Zweigen
ganz nah vorbei in stummer Hast.
Du gehst nicht schnell, du bist gelassen.
Ein Käuzchen ruft. Du bleibst kurz stehn
und lernst, die Ängste loszulassen,
um auch im Dunkeln klar zu sehn.
Waldohreule * Betrachtung zu einer besonderen ‚Königin‘ –
Die Waldohreule.
Sie fliegt nicht.
Sie erscheint.
Ein Gedanke aus Federn.
Kein Geräusch.
Kein Licht.
Nur Blick.
Und Schweigen,
das mehr sagt als vieles, was gesprochen wird
in der Lücke zwischen Tag und Nacht.
Sie braucht keine Likes.
Keinen Applaus.
Kein Publikum.
Man nennt sie Eule
und mit Ehrfurcht:
‚Stille Königin der Dämmerung‘.
Blautannengrün. Ein Schatten, der atmet,
wie Tinte im Moos, die das Schweigen beschreibt.
Es riecht nach der Nacht, nach Vergessen und Harz.
Man sieht es kaum und weiß doch: Es bleibt.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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