Kategorie: Kindergedicht

Die Blätterfee und der Wind


Kleine Fee mit Pinsel und pustender Wind

Die Blätterfee und der Wind
Zur Geschichte „Die kleine Blätterfee und der Wind“ in Elke Kindergeschichten

Die Blätterfee, die malt und malt
die Blätter an geschwind
in Rot und Gelb, die Sonne strahlt …
Da kommt der freche Wind!

„Ich puste, wann ich pusten will,
mal sacht, mal mit Gebraus!
Mal bin ich laut, dann wieder still.
Jetzt tobe ich mich aus.“

Er bläst die dicken Backen auf
und pustet kreuz und quer.
Die Blätter tanzen los zuhauf
und wirbeln hin und her!

Da taucht die Fee den Pinsel tief
in ihren gelben Topf
und schleudert hoch die Farbe schnell
dem Wind – klatsch! – an den Kopf!

Und siehst du einmal nun im Herbst
am Himmel über dir
ein gelbes Leuchten, dann weißt du:
Die Blätterfee war hier.

Refrain:
„Ich puste, wann ich pusten will!“,
ruft laut und froh der Wind.
„Doch nur!“, meint da die Blätterfee,
„wenn meine Blätter fröhlich sind.“
Blätterfee und frecher Wind,
tanzt nur, tanzt geschwind
gelb und rot im Sonnenschein.
So schön kann es im Herbst nur sein.

Kleine Fee mit Pinsel und pustender Wind + Gedichttext

Der trotzige Apfel

Der trotzige Apfel
Gereimtes zur beliebten Kindergeschichte „Der trotzige Apfel“

Ein Apfel hängt im Apfelbaum
hoch oben, Ast Numero drei.
Er schaukelt sacht im Sonnenschein
und ruft: „Wie schön! Hier bin ich frei!“

Die andern Äpfel lachen leis:
„Wir müssen gehn. ‚s ist Erntezeit.“
Der Apfel schüttelt sich, sagt: „Nein!
Dazu bin ich noch nicht bereit!“

Der Herbstwind weht ins Land herein,
die Blätter tanzen kunterbunt
im Wind. Schnell macht der Apfel sich
zum Schutz ganz klein und kugelrund.

Bald kommt der Winter. Leis und kalt.
Im Baum ist es nun kahl und still.
Der Apfel schaut zum warmen Haus
und denkt, dass er dort auch sein will.

Refrain
„Ich bleibe hier!“, ruft er ganz laut.
„Hier ist mein Lieblingsplatz!
Hier kenn ich jeden Ast im Baum,
und jedes Blatt und jeden Spatz.“
Der Apfelbaum ist mein Zuhaus,
ich wohne hier tagein tagaus.
Lala lalalala, lala lalalala

Schlussrefrain
Im Fenster steht ein Apfelkorb
mit grünen Tannen hübsch geschmückt.
Der kleine Apfel seufzt nur leis.
„Wie schön …“ Dann hat er still genickt.
Ich wünschte, mein Zuhaus wär hier
und ich wär nicht allein mit mir.
Lala lalalala, lala lalalala

© Elke Bräunling

Apfelbaum im vorweihnachtlichen Wintergewand, Apel, Weihnachtsfenster

Herbst auf meinem Teller


Typische Herbstgerichte - Gedicht

 

Herbst auf meinem Teller
Fröhliches Herbstgedicht 

Kürbissuppe, Zwiebelkuchen,
eine Quiche mit neuem Wein
solltest du einmal versuchen.
Es schmeckt delikat und fein.

Feine Pilze und Maronen
findest du in Wald und Flur
mit den köstlichsten Aromen,
eine Gaumenfreude pur.

Eintöpfe und Kohlrouladen
wärmen wohlig Herz und Bauch,
Würstchen, Käse, Speckbrotfladen
munden dir bestimmt jetzt auch.

Süßes darfst du nicht vergessen:
Zwetschgendatschi, Apfeltarte,
Dampfnudeln, ein Schlemmeressen!,
rote Grütze, süß und zart.

Viel gäbe es noch zu sagen,
Köstliches hab ich entdeckt,
doch mir knurrt grad schon der Magen –
Herbst auf meinem Teller schmeckt.

© Elke Bräunling

Plumps! Da fällt ‚was!


Plumps! Da fällt ‚was!
(Gedicht/Lied zur Geschichte: Der kleine Waldwichtel und die Herbstbäume)

Unterm Baum, da schläft ein Wichtel,
träumt so bunt und schnarcht so sacht.
Da! Auf einmal: Plumps! und Plopp!
und Autsch! Nun ist er aufgewacht!

Refrain
Plumps und plopp und platsch und plopf,
was plumpst mir da bloß auf den Kopf?
Braune Dinger, hart wie Stein!
Hallo Baum, was fällt dir ein?

„Eicheln sind wir!“, ruft es munter,
„wir sind reif und fallen froh
auf den Boden flugs hinunter,
denn im Herbst, da macht man’s so.

Aus uns wachsen große Bäume
über Zeiten hier im Wald
schöner noch als alle Träume
und du wirst es sehen. Bald.“

„Ach, ihr frechen harten Dinger“,
lacht der Wichtel. „So ein Spaß!
Kleiner seid ihr als mein Finger
und wie jeder Halm im Gras.

Wie ein Baum? Es ist so komisch.
Hahaha! Das schafft ihr nie!“
„Wart’s nur ab! So hundert Jahre!
Dann sind wir so groß wie sie.“

Und die Eicheln lachen alle
über unsern kleinen Wicht.
Der flieht schnell zum nächsten Baume
für ein Schläfchen. Er ahnt nicht

dass dort andere schon warten
in den Zweigen, spitz und klein,
die mit Schalen, zähen, harten,
prasseln nun gleich auf ihn ein.

Schluss-Refrain
Plumps und plopp und platsch und plopf,
was plumpst ihm nun auf den Kopf?
Bucheckern, so hart wie Stein!
Hallo Baum, was fällt dir ein?

Gesprochen, im Davonlaufen: „Ich gehe heim! In meine Höhle. Da stört mich keiner!“

Pause. Dann, ganz trocken: PLOPPF!

Kleiner Wichtel liegt unter Herbstlicher Eiche und wird mit fallenden Eicheln beworfen

Ich sitze und denke


Mädchen liegt im Gras und träumt in den Himmel, Wolkenbilder

Ich sitze und denke
Lied zur Geschichte „Vom Dasitzen und Denken“

Ich sitz so gern einfach im Grase
und schau in den Himmel hinein.
Da rümpfen die Leute die Nase:
„Nun tu mal was! Du fauler ‚Hase‘!
Hier immer nur sitzen? Oh nein!“

Refrain
Und ich sitze und denke und träume.
Mein Kopf, der mag niemals ruhn:
Da wachsen Ideen wie Bäume,
da öffnen sich Bilder und Räume …
Wer denkt, der hat echt viel zu tun.

Das Gras singt ein Lied mit dem Winde,
die Biene besucht ihren Klee,
die Wolke malt Bilder geschwinde:
ein Schiff, einen Bär, eine Kinder-
karussellfahrt hoch überm See.

Da rufen die Wolken: „Komm, reise!
Komm, reise doch mit übers Land!“
„Heut nicht!“, sag ich höflich und leise,
„ich denk grad auf eigene Weise,
und da gibt’s zu tun allerhand!“

Gesprochen (das Wölkchen, kichernd): „Die Gedanken sind frei! Frei wie wir!“
(Das denkende Kind, ruft hinterher): „Danke! Das merke ich mir!“

Und heißt es: „Der sitzt da und träumt bloß
so träge und arbeitet nicht!“,
dann lach ich, bei mir ist ganz viel los,
die Welt der Gedanken ist so groß
und voll wie ein Korb voller Licht.

Gesprochen, leise: So einfach ist es. So einfach.

© Elke Bräunling

Schwalbenparty


Schwalben versammeln sich auf einem Dach

Schwalbenparty
Fröhliches Herbstgedicht

Auf den Dächern gibt’s heut Party.
Quirlig ist’s und sehr viel los.
Wildes Pfeifen, Rufen, Piepen,
Zwitschern, Trillern, leises Fiepen,
ja, die Aufregung ist groß.

Schwalben sind’s, die feierlaunig
kommen heut zum Abschiedsfest
aus den Nestern, Mauern, Ställen
fliegen sie in großen Wellen.
Keine bleibt heut noch im Nest.

Vieles gilt es zu besprechen
vor dem weiten Winterflug
in den Süden und sie planen,
überlegen, reden, warnen
vor dem Weg im Schwalbenzug.

Wer fliegt vorne, wer hält Ausschau?
Wer kennt noch den besten Pfad?
Wo kann man dort gut pausieren?
Wird man unterwegs nicht frieren?
Jede Schwalbe weiß ’nen Rat.

Eine ruft: „Wir müssen starten!“
Eine andre: „Ist es weit?“
Eine möchte erst noch jagen,
eine hat noch tausend Fragen,
und schon gibt es neuen Streit.

Plötzlich geht ein Ruf durch alle,
und schon hebt die Schar sich an.
Lautes Pfeifen. Aus dem Kreisen
geht es los zu fernen Reisen.
Guten Flug! Und kommt gut an!

Refrain
Rufen, zwitschern, hin und her,
bald geht’s fort, weit übers Meer.
Fliegen, kreisen, auf und nieder,
sammeln, rufen, sammeln wieder.
Viel Palaver. Große Freude.
Laute Abschiedsparty heute.

© Elke Bräunling


Ein fröhliches Lied vom Abschied nach einem wunderschönen Schwalbensommer

Text: Elke Bräunling  Musik: Balz Burch

Ein Zaubertag im Herbst

Ein Zaubertag im Herbst
Altweibersommergedicht für Kinder

Denkt nur, jemand hat heute Nacht
einen Teppich gewebt übers Land
aus silbernen Fäden in glänzender Pracht,
geschaffen von Meisterhand.

Verzaubert glitzert der Morgentau
mit dem Sonnenlicht um die Wette,
ein Glänzen und Funkeln, so silbergrau
wie Perlen auf einer Kette.

Der Sonne macht dieses Spiel Freude.
Sie strahlt mit all ihrer Kraft.
Einen warmen Tag schenkt sie uns heute.
Sie hat es noch einmal geschafft.

Und der Sommer? Er lacht.
Ist er doch über Nacht
heimlich zurückgekommen
und hat das Zepter noch einmal ganz sacht
dem Herbst aus den Händen genommen.

© Elke Bräunling

Noch zwei Gedichte zum Altweibersommer findest du hier:
Alte Weiber – Gedicht
Der Zauberer – Ein Rätselgedicht

Ein Zaubertag im Herbst - Text + Illustration

 

Glocken des Friedens

Glocken, Friedenstaube, Gedicht

Glocken des Friedens
Friedensgedicht für Groß und Klein 

Stell dir vor, die Glocken läuten
plötzlich los und hör’n nicht auf.
Von den Dörfern zu den Städten
nimmt das Läuten seinen Lauf.

Menschen lauschen still und staunen,
spür’n im Herzen tief den Klang.
Es entsteht ein weites Raunen,
keinem ist vor Krieg mehr bang.

Kriegstreiber, zutiefst erschrocken,
ziehen zitternd Köpfe ein
bei dem Ruf der Freiheitsglocken:
„Frieden soll’s für alle sein!“

In der Welt wird man erwachen.
Frieden weht mit sanftem Wind
in die Herzen. Frohes Lachen,
wo die Glocken hörbar sind.

© Elke Bräunling

Zu diesem Gedicht ist gerade ein Lied mit Stephen Janetzko in Arbeit.
Sei gespannt!

 

Eine veränderte Fassung des Gedichts für die Weihnachtszeit findest du hier:
👉 Glocken des Friedens zur Weihnachtszeit – mit Liednoten

 

 

 

 

Die Regenfrau

Die Regenfrau
Fröhliches Kindergedicht für einen Regentag

Hörst du sie? Komm her und schau!
Da draußen steht die Regenfrau.
Den Hut trägt tief sie im Gesicht.
Die nasse Nase siehst du nicht.

Um ihren großen roten Mund
rankt sich ein Grinsen, frech und rund.
Die Haare sind gelockt und grau,
ihr Regenumhang, der strahlt blau.

Mit Perlchen ist er bunt geschmückt.
Sie glitzern hell. Du blickst verzückt
und schaust gebannt hinaus zu ihr.
Da, siehst du es? Jetzt winkt sie dir!

Du folgst ihr und verlässt das Haus,
trittst in die Regenwelt hinaus.
Und weil sie dir entgegen lacht,
spürst du, wie sie dich fröhlich macht.

Du hüpfst in eine Pfütze. Platsch!
Malst ein Gesicht dick in den Matsch!
Du winkst den Wolken zu und sagst,
wie sehr du Regen nun doch magst.

Das Regnen, das dich erst gestört,
hat dabei längst schon aufgehört.
Du glaubst es nicht? Komm her und schau!
Sie spielt mit dir, die Regenfrau…

© Elke Bräunling

Textabschnitt Gedicht Regenfrau

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Der Mann, der noch Bücher las – Zukunftsvision?

Illustration Mann und Mädchen sitzen unterm Baum und lesen Bücher

Der Mann, der noch Bücher las – Zukunftsvision?
Gedicht vom Wert des Lesens

Ich sah doch heut, du glaubst es kaum,
im Stadtpark unter einem Baum
‚nen Mann, der cool am Boden saß
und ruhig in einem Buche las.

Ein echtes Buch! Ich sah ihn an.
Ein Mensch, der dies noch lesen kann
ganz ohne Handy … einfach so?
Sein Anblick machte mich sehr froh.

Ein kleines Mädchen sah ihm zu
und staunte, fragte: „Was machst du?
Liest du ein Buch, wie’s früher war
so aus Papier mit Seiten gar?

Ich hab davon im Film gesehn
und fand das Bücherlesen schön.“
Es tippte sacht und wie gebannt
am Rand entlang mit seiner Hand.

Ein Lächeln – und da brach der Bann.
Ein zweites Buch reichte der Mann
dem Kind und sprach: „Komm, setz dich her.
Dies Buch gefällt dir sicher sehr.“

So saßen sie, ich glaubt’ es kaum,
an ihrem Platz hier unterm Baum
und lasen, still, vergnügt, entzückt,
vor Glück wie von der Welt entrückt.

Und ich weiß nun, es kann geschehn,
dass wir bald wieder Menschen sehn
mit Büchern, die sie int’ressiern,
die sie beglücken, faszinier’n.

© Elke Bräunling

Lesen ist toll! Hören ist es auch!
Hör dir gerne das Lied zum Gedicht, komponiert von Balz Burch, an! ☀️

Text: Elke Bräunling  Musik: Balz Burch

 

Das Bild auf dieser Seite ist KI-generiert

Heute geht die Maus zur Schule

Illustration Bär und Maus mit Schulranzen auf dem Weg zum Schulhaus

Heute geht die Maus zur Schule
Fröhliches Kindergedicht zum Schulanfang

Die kleine Maus sagt: „Ich fänd’s schön,
zur Schule auch einmal zu gehn,
denn nur wer lernt, ist schlau und klug.
Man weiß als Maus ja nie genug.
Drum ist das Lernen immer wichtig
und für mein Leben gut und richtig.“

Da nickt ihr Freund, der kleine Bär.
„Ich glaub, das Lernen ist nicht schwer“,
meint er, „und wenn man lesen kann,
dann fängt ein Abenteuer an,
das größte auf der ganzen Welt,
das uns bestimmt sehr gut gefällt.“

„Okay, dann machen wir es so“,
rufen die beiden Freunde froh.
„Wir gehn zur Schule! Abgemacht!
Der Unterricht beginnt um acht.“
Zufrieden trotten sie nach Haus,
der kleine Bär und auch die Maus.

Refrain
Schlau und klug, das wolln wir sein.
Damit sind wir nicht allein.
Alles lernen, Schritt für Schritt.
Ja, das wird gut! Wir machen mit.
Alles lernen, Schritt für Schritt.
Ja, das wird gut! Wir machen mit.

© Elke Bräunling

„Wer lernt, ist schlau und klug …“ 😊

Dankeschön, lieber Balz Burch, für dieses schöne fröhliche Lied und für die Erstellung der Liednoten. 🌺

Möchtest du auch ein Playback haben? Wenn ja, so schreibe es bitte in die Kommentare …

UND HIER DIE LIEDNOTEN

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Vor dem Gewitter

Vor dem Gewitter
Kindergedicht

Schwül ist’s und die Leute klagen
über dumpfe Hitzeplagen,
Schweiß tropft über Menschennasen,
Autos hupen auf den Straßen,
und die Fliegen, Mücken sirren,
wenn sie in der Luft wild schwirren.
„Es ist unerträglich heute!“,
schimpfen lauthals ringsum Leute.
Und der Himmel hört es, lacht.
„Wartet nur, bis es gleich kracht!“
Da! Schon blitzt es, zack und bumm,
und alle sind vor Schreck jetzt stumm.

© Elke Bräunling

Illustration + Text - Menschen in Gewitterstimmung, Gewitterwolke
.

Friedensidee

Illustration Kinder mit Friedensideen vor einer Weltkugel

Friedensidee
Friedensgedicht und -lied für Kinder

Wir denken an den Frieden
ein bisschen jeden Tag
und sammeln heut Ideen ein,
so viel wie jeder mag.
Die Idee des Tages ist
für euch. Mach du auch mit!
Jeder kleine Funke Frieden
ist ein großer Schritt.

Für heute hab ich die Idee:
Ein Lachen schenk ich dir
an diesem Tag, weil ich dich mag –
und Frieden dir und mir.
Für morgen hab ich die Idee:
Ich teil mit dir mein Brot.
Aus kleinen guten Taten wird
so Hilfe in der Not.

Für übermorgen die Idee:
Ich höre dir ruhig zu,
denn wer sich Zeit für andre nimmt,
der schenkt ein Stückchen Ruh.
Der Frieden wächst so immer mehr
ganz leis und klein und zart.
Mit einem guten Wort, das hilft
auf freundschaftliche Art.

An jedem Tag eine Idee.
Hey, du bist auch dabei.
Ein Friedenswort. Ein Dankeschön.
Ein Lächeln, Helfen und Vertrau’n
und das macht Mut, das macht uns frei.

Ein bisschen Frieden,
Stück für Stück,
das wünschen wir uns
für die Welt.
Ein bisschen Frieden,
ganz viel Glück,
damit das Leben
allen Menschen
auf der Welt gefällt.

© Elke Bräunling

Vielleicht ist das schon Frieden


Vielleicht ist das schon Frieden
Kleines Friedensgedicht und -lied für Kinder

Ein Käfer krabbelt durch das Gras
so froh und satt. Es macht ihm Spaß.
Ihm folgt ein Raupenkrabbeltier.
Komm her und schau es an mit mir.

Zwei Spatzen finden auf dem Stein
ein Samenkörnchen, winzig fein.
Sie picken beide, Stück für Stück
und freuen sich an ihrem Glück.

Frau Ameise trägt ihren Fang
zum Bau hier auf dem Weg entlang.
Sie tut sich schwer, doch sie hat Kraft.
Wir wissen, dass sie es auch schafft.

Der Wind spielt Ball im Blätterdach,
ein welkes Blatt fällt in den Bach
und schwimmt davon. Es will zum Meer.
Wir schau’n ihm lang noch hinterher.

Ein fröhlich bunter Vogelchor
singt uns ein Abendlied nun vor.
Ein Mäuslein quiekt, ein Elflein lacht,
von weitem winkt ganz zart die Nacht.

Ein Waldschrat sitzt am Wegesrand,
hält Walderdbeeren in der Hand.
Wir grüßen ihn, er schaut uns an,
erstaunt, dass man ihn sehen kann.

Bridge
Vielleicht beginnt der Frieden
nicht erst irgendwo.
Vielleicht beginnt er heute
bei dir und mir. Und das geht so:

Refrain
Vielleicht ist das schon Frieden:
Gemeinsam staunend stehn
und diese kleine Wunderwelt
mit gleichen Augen sehn.

© Elke Bräunling

Illustration Kleines Waldmännlein sitzt am Bach und bestaunt die Tiere: Vögel, Käfer, Ameisen, Raupe etc..