Vernebelt goldblaue Visionen

Nebeltag in zweierlei Sinne.
Nebel im Kopf und Nebel vor dem Fenster.
Der Kopfnebel will sich nicht lichten. Vielleicht lässt er sich draußen auflösen … und/oder überlisten?

Hoch hinaus muss man in solchen Tagen/Phasen … über die Nebelgrenze hinweg.
Der Lohn ist das goldene Blau. Ein Jubelfest fürs Auge, für die Seele, für den Geist.

Der Kopfnebel ist lichter geworden. Noch aber kämpfen sie in den Schwaden imaginärer Visionen, meine Romanhelden. Sie kämpfen mit mir, mit sich, miteinander, gegeneinander – und immer wieder zerhauen sie meinen Plot, mein Konzept. Sie wollen das Beste und ich will es auch. Und so wird es noch viele Nebeltage geben.

Ehrlich: Schreiben ist echt Arbeit und so manches Mal treibt es mir Tränen in die Augen, wenn mir Zeitgenossen bei flüchtigen Begegnungen ihr gleichgültig dahingesagtes „Ein Buch werde ich irgendwann auch noch schreiben“ verkünden. Tut es! Ich wünsche Glück und keinen Nebel …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=B5hEGuACyu0?rel=0]

Herbst ist orange

“Herbst ist orange”, sagte das Kind. “Und grau.”
Der Großvater blickte erstaunt auf. “Orangefarben und grau?”
Das Kind nickte. Es deutete über die Straße zum Marktplatz. “Ich sehe orange … Und grau.”
Der Großvater schüttelte den Kopf. „Viele Farben sehe ich“, sagte er dann. „Und alle passen sie zum Herbst.”
“Und welche Farben siehst du?” Die Stimme des Kindes klang etwas ungeduldig. …
 
Die Geschichte geht hier weiter:

Und welche Farben siehst du?

 

 

Fragen an die Protagonistin

Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen, ohne daran zu zerbrechen?
Worin wurzelt es, dieses Leid? Ein Familienerbe (oder Fluch?) über die Jahrhunderte hinweg?
Und was bleibt aus der Vergangenheit über die Gegenwart bis hin in die Zukunft?
Sage du es mir, Frau ohne Gesicht!
Und warum führst du mich aus deiner Zeit – urplötzlich – noch so viel weiter zurück bis zu Kreuzritterburgen und -schlachten?
Autorin auf Irrwegen …

 

Realitäten?

Wie viel Realität verträgt eine Geschichte (oder ein Gedicht, ein Roman, ein Bild)?
Zieht der Leser/Betrachter das Reale, das Wirkliche in all seiner Authentizität und ehrlichen Einfachheit, sehr oft auch Tristesse, Traurigkeit, Schäbigkeit, Hässlichkeit den fiktiven Traumwelten vor?
Oder mag er in der Geschichte lieber das geschönte Märchen, die Übertreibung, die ‚heile‘ Welt, zuweilen auch das ‚triefende‘ Schmalz?
Eine immer wiederkehrende Frage, die sich jedem kreativen Tun aufs Neue stellt.
Eine Frage, auf die es nicht nur „Entweder-Oder“-Antworten gibt.
Oder?
 

Die „schöne Fälschung“ (Browser-Bildbearbeitung
 
Das Original

Inspirationen im Herbst

Der Herbst inspiriert.
Ich mag ihn mit seinen düster dämmrigen Abenden, den Nebelschwaden und dem markanten Herbstgeruch. Ich mag ihn sehr. Es ist eine Atmosphäre, in der überall, an jeder Ecke, in jedem Baum, unter jedem Dach, ach was, überall ein Geist, ein Geist?, lautert. Nein, kein Geist. Eine Geschichte. Ein Märchen. Ein Ideenfetzen. Ein Thema. Egal auch. Etwas lauert draußen auf jeden Fall und wie kleine Geisterchen überfallen sie mich, die Ideen. Mein Kopf ist im Herbst übervoll. So voll, dass die Hände nicht wissen, wie sie all diese “rasenden” Gedanken in Schriftform bringen können.
Danke, Herbst!

 

 

Pilzmännlein

Pilze.
Sind sie nicht ganz besonders faszinierende Geschöpfe oder Wesen oder, ja, wer oder was sind sie? Weder Pflanze noch Tier. Eine „Zwischendrin-Lebensart“?
Irgendwie ja. Und irgendwie sehr faszinierend.
Und inspirierend.
Das Kind in mir „spinnt“ beim Anblick der Pilze sofort Geschichten und Märchen und Fantasien. Viele Bücher könnte ich füllen mit Inspirationen aus der Welt der „Pilzmännlein“.
Hallo, Zeitfee! Schenke mir ein paar zusätzliche freie Stunden, nein, besser Tage, nein, besser gleich Wochen oder Monate!?

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=4P6__L4IkLo?rel=0&w=420&h=315]
„Waldzauber“ – Die wundersame Welt der „Pilzmännlein“, Fotos (c) Andrea Oberdorfer alias Waldameise, Musik (c) Paul G. Walter

Andreas Pilze jedenfalls haben so gewaltig inspiriert, dass über Nacht ein kleines Filmchen entstanden ist, unterlegt von einer Musik aus einer alten Produktion „Abenteuer mit dem kleinen Bären“. Sie passt, finde ich, perfekt zu den Pilzmännlein. Oder?

Traumthemen und Thementor

Themen für Geschichten, für Gedichte, für Romane liegen auf der Straße. Diese „Weisheit“ ist keine neue. Und dennoch macht man es sich nicht einfach. Warum greift man nicht zu, wenn man von einem Thema gepackt wird? Warum zögert man? Warum lässt man sich dazu verleiten, ein Thema – sein Thema – nicht zu realisieren?
Eine Frage, die mich mein Autorenleben begleitet. Ich trage meine Traumthemen in mir und realisiere sie nicht, weil der Markt (=die Verlage) gerade ganz andere Themen favorisiert. Rede ich mir ein, halt, redete ich mir viele viele Jahre lang ein. „Meine“ Themen waren lange uninteressant und ich wagte das Risiko nicht, sie dennoch oder gerade trotz der Ablehnung seitens der Verlage auszuarbeiten. Nein, brav trug ich sie mit mir durchs Leben. Brav mit Wehmut im Herzen. Mit Tränen.
Und heute? Heute sind „meine“ Themen topaktuell und würden mit Handkuss sofort in Verlagen angenommen werden. Zu zwei vor acht und zehn Jahren eingereichten Exposés habe ich jetzt Nachfragen seitens der Lektorate bekommen, ob und wann ich liefern könne.
Liefern? Jetzt?
Ich kann nicht liefern. Meine nun aktuellen Traumthemen ruhen noch immer in meiner Seele und in Fragmenten ausgearbeitet auf der Festplatte. Gerne würde ich die Stoffe fertig schreiben, aber inzwischen stehen andere Projekte, die keine Traumthemen sind, auf der Todo-Liste an erster Stelle, und es fehlt die Zeit.
Also werde ich meine Traumthemen weiterhin im Herzen durchs Leben tragen – mit noch mehr Wehmut ob der vertanen Chancen.

Und warum blogge ich das nun?
Ganz einfach: Das „Thementor“ steht immer offen, nur dauert es manchmal etwas länger, bis es sich für das Traumthema öffnet.  Schön ist es dann, wenn man den Mut hatte, vorher schon für sich selbst dem Thema Einlass gewährt zu haben.
Ich werd’s mir merken. Für mich. Für die Zukunft.

 

Oktobergold – oder "Markus‘ Theme"

Einen „goldigen“ Oktobernachmittag verbrachte ich heute – beim Basteln eines neuen Videos, dieses Mal mit jazziger Loungemusik.

Die Inspiration zu dieser Musik verdanke ich einem witzigen Facebookgespräch mit meiner lieben Kollegin Mila Roth alias Petra Schier. Wir „rätselten“, welche Musik zu ihren Helden Markus und Janna aus der Serie Spionin wider Willen: Fall 1 für Markus Neumann und Janna Berg passen könnte. Ich denke, diese hier: *smile*

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=OAtMUio6PD0?rel=0]
„Oktobergold“ -Indian Summer auf der Schwäbischen Alb – „Markus‘ Theme“
mit Fotos von (c) Andrea Oberdorfer und Musik von (c) Paul G. Walter

DANKE, Andrea, für die tollen Fotos !!!

Realitäten

„Träume halten nie der Realität stand. Am wenigsten jene, die in der Vergangenheit wurzeln“, sagte er. Er sagte es immer wieder. Eindringlich. Warnend. Mahnend.
Sie wollte es nicht hören. Sie wusste, dass sie der Wahrheit nicht standhalten würde.
Bis sie zurückkam an den Ort ihrer Träume. Nach Hause. Oder das, was ihr Zuhause einmal gewesen war …