Kategorie: Sommergedicht

Abschiedskuss des Sommers

Abschiedskuss des Sommers
Spätsommergedicht 

Zum Abschied hat der Sommer
uns nochmals reich beschenkt
mit süßen, blauen Küsschen,
damit man an ihn denkt.

Er reicht uns beide Hände
und nimmt uns in den Arm
mit Sonnenstrahlenlächeln.
So fühlen wir uns warm.

Wir naschen seine Früchte,
genießen Saft und Wein.
Mit ihnen wird der Sommer
noch lange bei uns sein.

© Elke Bräunling

Kinder umarmen die Sonne, im Vordergrund Weintrauben, Äpfel, Sommerfrüchte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein letzter Sommertag

Spätsommerliche Landschaft


Ein letzter Sommertag

Spätsommerlied

Der Tag ist schön, die Sonne strahlt
vom Himmel, der tiefblau bemalt
mit Wölkchen, die wie Zuckerschaum
sehr niedlich spielen weit am Saum.

Der Sommer gibt sein Bestes heut,
als ob er kühn sein Ende scheut
und schickt dem Land viel heiße Luft,
vermischt mit süßem Früchteduft.

„Bald bin ich weg! Genießt die Zeit!
Hier riecht’s nach Herbst. Es ist soweit“,
ruft er mit Wehmut tief im Klang,
„und ich geh bald den letzten Gang

aus meiner Welt für dieses Jahr,
in dem ich lang genug nun war.
Der Mensch ist müd’ und voller Weh
und hofft, dass ich nun endlich geh.“

So spricht er und schaut übers Land,
hält noch die Sonne in der Hand.
Ein lachend und ein weinend Herz,
geprägt von leisem Abschiedsschmerz.

Refrain
Nun endet bald die Sommerglut.
Sie tut so manchem nicht mehr gut.
Die Herbstzeit naht, der Sommer geht,
weil unsre Welt sich weiterdreht.
Der eine seufzt, der andre lacht,
ein Zeitenschnitt ist nun gemacht.
Adieu und tschüss, du Sommerglück …
und komm im nächsten Jahr zurück.

© Elke Bräunling

Vor dem Gewitter

Vor dem Gewitter
Kindergedicht

Schwül ist’s und die Leute klagen
über dumpfe Hitzeplagen,
Schweiß tropft über Menschennasen,
Autos hupen auf den Straßen,
und die Fliegen, Mücken sirren,
wenn sie in der Luft wild schwirren.
„Es ist unerträglich heute!“,
schimpfen lauthals ringsum Leute.
Und der Himmel hört es, lacht.
„Wartet nur, bis es gleich kracht!“
Da! Schon blitzt es, zack und bumm,
und alle sind vor Schreck jetzt stumm.

© Elke Bräunling

Illustration + Text - Menschen in Gewitterstimmung, Gewitterwolke
.

Vielleicht ist das schon Frieden


Vielleicht ist das schon Frieden
Kleines Friedensgedicht und -lied für Kinder

Ein Käfer krabbelt durch das Gras
so froh und satt. Es macht ihm Spaß.
Ihm folgt ein Raupenkrabbeltier.
Komm her und schau es an mit mir.

Zwei Spatzen finden auf dem Stein
ein Samenkörnchen, winzig fein.
Sie picken beide, Stück für Stück
und freuen sich an ihrem Glück.

Frau Ameise trägt ihren Fang
zum Bau hier auf dem Weg entlang.
Sie tut sich schwer, doch sie hat Kraft.
Wir wissen, dass sie es auch schafft.

Der Wind spielt Ball im Blätterdach,
ein welkes Blatt fällt in den Bach
und schwimmt davon. Es will zum Meer.
Wir schau’n ihm lang noch hinterher.

Ein fröhlich bunter Vogelchor
singt uns ein Abendlied nun vor.
Ein Mäuslein quiekt, ein Elflein lacht,
von weitem winkt ganz zart die Nacht.

Ein Waldschrat sitzt am Wegesrand,
hält Walderdbeeren in der Hand.
Wir grüßen ihn, er schaut uns an,
erstaunt, dass man ihn sehen kann.

Bridge
Vielleicht beginnt der Frieden
nicht erst irgendwo.
Vielleicht beginnt er heute
bei dir und mir. Und das geht so:

Refrain
Vielleicht ist das schon Frieden:
Gemeinsam staunend stehn
und diese kleine Wunderwelt
mit gleichen Augen sehn.

© Elke Bräunling

Illustration Kleines Waldmännlein sitzt am Bach und bestaunt die Tiere: Vögel, Käfer, Ameisen, Raupe etc..

Wo wohnt das Glück?

Illustration Kind mit glücklicher Miene an Baum gelehnt, Bienen, Blumenwiese


Wo wohnt das Glück?

Kindergedicht und -lied

Wo wohnt das Glück? Wo kann es sein?
Versteckt es sich? Wie fang ich’s ein?
Vielleicht ist es ja überall
so bunt wie unser Erdenball.

Vielleicht wohnt Glück im Sonnenschein,
vielleicht passt es in Hände rein.
Vielleicht sitzt es im Gras bei dir
und flüstert: „Hallo, ich bin hier.“

Vielleicht sitzt es bei einem Spatz,
vielleicht im kühlen Schattenplatz
und gibt dir vor der Wärme Schutz
und manchmal einen kleinen Stups.

Vielleicht hält es dich an der Hand,
vielleicht spielt es mit dir am Strand,
vielleicht steckt es manchmal im Mut
und raunt dir zu: „Alles wird gut.“

Vielleicht ist es mal laut, mal leis,
vielleicht schmeckt es nach Himbeereis,
vielleicht sitzt es im Bienenchor
und summt dir dieses Liedchen vor.

© Elke Bräunling

Und hier das „Glück“, komponiert von Balz Burch

Text: Elke Bräunling  Musik: Balz Burch

Kleine Sommerschwärmerei

Kleine Sommerschwärmerei

Der Sommer kocht sein Leibgericht
mit Sonnenschein und Himmelsblau,
mit Hitzefrei und Badesee,
Gewitterluft und Morgentau.
Mit Beeren, dick und rot und süß,
und diesem Duft nach Paradies
in einer Luft so weich wie Samt,
und Füßen, tief im warmen Sand,
der kitzelt, dich zum Lachen bringt.
Ein Lachen, das nach Sommer klingt.

© Elke Bräunling

Illustration + Gedicht - Sonne abstrakt, Beeren, Blume

Sommerspaziergang

Illustration Frau bei Spaziergang durch sommerliche Felder

Dein Blick fällt auf den Kalender an der Wand. Ein  helles Sommerbild lacht dir entgegen.
Du siehst eine sanft wellige Landschaft mit Feldern und kleinen Waldstücken.
Wie auf einem Schachbrett sitzend siehst du hier den Sommer überall auf dem Bild.
Du schließt die Augen und träumst dich in dieses Sommerbild hinein – und schon stehst du auf einem Feldweg inmitten der von der Sonne vanillegelb bemalten Kornfelder.
Du breitest die Arme aus zum Sonnengruß und lächelst der Sonne zu.
Die Sonne, begleitet von einem sanften Sommerwind, antwortet dir mit einem freundlich warmen Streicheln.
Es ist, als küsste sie deine Stirn, dein Gesicht, deinen Körper, deine Arme und deine Beine.
Sanft. Zart. Warm.
Und sanft, zart, warm schlenderst du langsam den Weg entlang der Kornfelder auf die Bäume am Ende der Felder zu.
Ganz langsam und gemütlich gehst du und genießt die herrliche warme, bunte Sommerwelt rings um dich herum.
Auf deinem Weg bleibst du immer wieder stehen, verweilst, schaust zu, wie der Wind über die Felder streicht.
aus: Ein Sommerspaziergang

 

Entspannter Juli

Entspannter Juli
Sommergedicht

Du räkelst faul auf deiner Wolke
und gönnst dir eine gute Zeit.
Der Müßiggang, die gute Laune
sind Merkmal deiner Seligkeit.

Den Kindern schenkst du lange Ferien,
die Urlaubszeit gehört zu dir
und Autos staust du auf den Straßen,
du lockst sie weit von da nach hier.

Die Menschen treibst du an die Seen,
denn Sonnenglut fegt Städte leer.
Man lümmelt träg’ im Park auf Wiesen
und hat sonst keine Wünsche mehr.

Das Leben wird zum ruhigen Treiben.
Man hat viel Zeit und Appetit
auf süße und gegrillte Speisen,
und manchmal isst du heimlich mit.

Du sagst, dein Tun, das liegt im Nichtstun,
und eine Pause stärkt das Jahr
im Auf und Ab des Sonnenlaufes,
was wichtig ist und immer war.

© Elke Bräunling

Illustration Juli als Person schwebt auf einer Wolke über einen See

 

 

Sommerbummelei

Illustration Sommer, tanzende Elfe, Mäuschen, Katze, Wolkenpferd


Sommerbummelei

Fröhliches Sommergedicht für Kinder

Ich schenk dir ein Stück Sommerhimmel
ohne Wolken, blümchenblau,
nur ein Wolkenpferd, ein Schimmel,
tanzt dort oben. Komm und schau!

Sieh nur, da die Blumenwiese,
blütenbunt ist sie und schön.
Kleine Käferparadiese
kannst du unter Gräsern sehn.

Eine Maus tanzt froh im Grase,
über uns singt leis der Wind
in den Bäumen so zum Spaße.
Fröhlich lacht ein Elfenkind.

Auf der Mauer liegt ein Kätzchen
und es schnurrt behaglich leis.
Über einem Sonnenplätzchen
tanzen Falter bunt im Kreis.

Schau, das Wolkenpferd zieht weiter,
winkt uns zu. Der Tag ist schön.
Ein Gefühl, so hell und heiter,
wenn wir fröhlich bummeln gehn.

Evtl. Refrain:
Wir suchen heut die Sommerfreude,
Bummeln hier und schauen dort.
Wo versteckt sie sich denn heute.
Sie läuft doch nicht von uns fort?

© Elke Bräunling

Der gemalte Tag

Der gemalte Tag
Kleines Sommergedicht 

Blumensträuß-chen.
Kaffeepäus-chen.
Himmelsblau und Sonnenschein.
Gartenräum-chen.
Urlaubsträum-chen.
So könnt’s Leben immer sein.
Liegestühl-chen.
Wohlgefühl-chen.
Ländlich’luft und Glockeng’läut.
Schwalbenschwänz-chen.
Grillentänz-chen.
So malt’ ich den Tag mir heut’.

© Elke Bräunling

Text + Illustration abstrakt Liegestuhl, Blumenstrauß, Sommerkulisse

 

Der Moment einer Sommernacht


Der Moment einer Sommernacht
Ein leises Atemholen

Grillen singen mit den Elfen der Nacht.
Weit schweben ihre Lieder,
die von alten Zeiten erzählen,
mit zarten Dunstschwaden über die Wiesen
und Kronen der alten Apfelbäume
bis hinauf zum Wald,
und die Erde, diese uralten Böden, atmen tief aus.
Für den Moment ist alles beim Alten und gut so.

© Elke Bräunling

Illustration Sommernacht mit Elfen, Grillen, Dunst

Sommertraum unterm Feigenbaum

Gedicht Unterm Feigenbaum


Sommertraum unterm Feigenbaum

Sommergedicht 

Ich saß oft unterm Feigenbaum
und träumte einen Sommertraum
von Sonne, Wärme, Blütenduft
und würzig frischer Abendluft.

Mein Traum dort unterm Feigenbaum,
ich träumt‘ ihn oft und lebt‘ ihn kaum.
Des Lebens Fülle lockte breit,
nur eines fehlte, das war Zeit.

So lief ich unterm Feigenbaum
ihm hinterher, dem Zaubertraum.
Er lag in Fesseln gut verschnürt …
… Von Freiheit hab ich nichts gespürt.

© Elke Bräunling