Tristesse unter Wolken

Tristesse unter Wolken *
Gedicht Weihnachten 2024 –

Energie und Dunkelflaute.
Weihnachtskerzen flackern wild.
Heizungsschwäche, Klagen, laute,
und das Wetter bleibt nicht mild.

Politik und Angstparolen.
Frieden ist ein rares Gut.
Manchen soll der Teufel holen
und im Schweigen lodert Wut.

Vieles ist verändert heute,
lieber bleibt man mehr zuhaus.
Harmonie und Weihnachtsfreude
bleiben vielerorts jetzt aus.

© Elke Bräunling

Verbrannt

Verbrannt *
Gedicht Adventsgedanken

Glutrot.
Der Himmel brennt
im Advent
„Das Christkind backt Plätzchen“,
sagte Großmama einst.

Auch meine Seele brennt.
Jener Duft der Geborgenheit
aber fehlt.

Jetzt lodern Flammen,
recken die Arme himmelwärts,
um nach dem zu greifen,
was Hoffnung heißt.
Die aber ist längst verbrannt,
verweht in kleine, unsichtbare
Aschehäufchen.

© Elke Bräunling

Bethlehem ist überall

Bethlehem ist überall *
Weihnachtslied für Groß und Klein –

Bethlehem ist überall
zu finden, wenn man sucht –
in dir, in mir, in jedermann,
in allem, was man tut:
Freude schenken,
keinen kränken,
Glück erleben,
Hoffnung geben.
Bethlehem ist überall

Bethlehem ist überall.
Mach nur die Augen auf,
und du und ich und jedermann,
ein jeder kommt darauf:
Frieden wahren,
Leid erfahren,
dir vertrauen,
Angst abbauen.
Bethlehem ist überall.

Bethlehem ist überall,
glaub´s nur, ja, es ist wahr.
Mach´s dir und mir und jedermann,
mach´s allen Menschen klar:
Liebe leben,
Schmerz zugeben,
Kummer teilen,
Wunden heilen.
Bethlehem ist überall

© Elke Bräunling

 

 

© Text Elke Bräunling * Melodie Paul G. Walter

Wo liegt Bethlehem?

Wo liegt Bethlehem? *
Weihnachtsgedicht –

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in jedermann?
Wenn Menschen zueinander stehen
und ihren Weg gemeinsam gehen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht bei uns zu Haus?
Wenn wir gemeinsam Lieder singen
und einander Freude bringen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrer Stadt?
Wenn Reiche auch an Arme denken
und einander Hoffnung schenken,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrem Land?
Wenn Menschen still in Frieden leben
und dem Feind die Hände geben,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

© Elke Bräunling

Die Stadt im Weihnachtszauber

Die Stadt im Weihnachtszauber *
Weihnachtsgedicht

Alte Stadt im Weihnachtszauber,
Kinderaugen hoch beglückt,
überall erstrahlen lauter
Lichter, die der Welt entrückt.

Weihnachtsweisen leis erklingen,
glühweinduft’ge Seligkeit,
Kinderchöre eifrig singen
von der gläubig’ Christenheit.

Überall ein festlich’ Strahlen
in Gesichtern rosarot
wie der Zauber in des fahlen
Winterhimmels Abendrot.

Friedlichkeit wird groß geschrieben
für das Fest auch dieses Jahr.
Man beschließt, sich heut zu lieben,
so wie es schon immer war.

Neue Hoffnung öffnet Herzen,
Träume weben sanft ihr Kleid,
und im Schein der Weihnachtskerzen
ruht der Glanz der stillen Zeit.

© Elke Bräunling

Kleine Weihnachtsschätze

Kleine Weihnachtsschätze *
Adventsgedicht für Groß und Klein –

Wieder leuchten Weihnachtslichter,
alle Häuser sind geschmückt.
Auf dem Marktplatz steht ein Dichter,
den der Anblick sehr verzückt.

Irgendwo ertönt ein Klingen
leise in der Winternacht,
so als würden Engel singen,
und das Herz des Dichters lacht.

Und schon reihen sich die Sätze
Wort für Wort und fein im Reim.
Diese kleinen Weihnachtschätze
nimmt er mit ins warme Heim.

Und dort schreibt er eilig nieder,
was ihm diese Nacht geschenkt,
und er weiß, dass immer wieder
an dies’ Wunder er nun denkt.

© Elke Bräunling

Nikolaus steht vor der Tür

Nikolaus steht vor der Tür *
Nikolausgedicht/Lied für Kinder

Ein roter Mantel, der Bart lang und weiß,
kommt er gegangen ganz heimlich und leis.
Ein Rascheln, ein Wispern,
ein Tuscheln, ein Knistern,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht bald vor der Tür.

Den Sack voller Gaben, sehr groß und schwer,
trägt auf dem Rücken er nun zu dir her.
Ein Räuspern, ein Prusten,
ein Flüstern, ein Pusten,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht bald vor der Tür.

Du kannst’s nicht erwarten, die Zeit wird dir lang,
ein bisschen ist dir auch vor ihm bang.
Ein Prusten und Japsen,
ein Klopfen und Tapsen,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht bald vor der Tür.

Es klopft an der Tür nun, du kriegst einen Schreck,
Doch dann ist die Furcht sehr schnell wieder weg.
Ein Murmeln, ein Raunen,
ein Kichern, ein Staunen,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht jetzt vor der Tür.

© Elke Bräunling

Engelstraum

Engelstraum *
Adventsgedicht für Kinder

Ein Engelchen war da heut Nacht.
Es hat mir einen Traum gebracht
von einem Lied, das in der Welt
den Menschen überall gefällt,
ein Lied von Freude, Friedlichkeit
und einer stillen Weihnachtszeit
mit viel Gefühl und Harmonie
und einem Klang so schön wie nie,
als wär’s von Engeln wohl erdacht
für uns nicht nur zur heil’gen Nacht.

© Elke Bräunling

Dona nobis pacem – Zum ersten Advent

Dona nobis pacem – Zum ersten Advent *
Kleines Friedensgedicht zum Advent –

Die Tür geht auf.
Im Schein der ersten Kerze
zaubert der Advent, der junge,
ein Lächeln in unsere Gesichter,
das die Vorfreude schreibt.

Die Tür geht zu
für Krieg und Propaganda.
Diese Zeiten sind vorüber.
Ein Sehnen nach Liebe und Frieden,
das die neue Welt ruft.

Geöffnet die Tür.
Von Lichterschein empfangen
breiten sich Arme aus
für Friedliebende – und auch für dich.
Dona nobis pacem!

© Elke Bräunling

Adventslicht auf dem Fensterbrett

Adventslicht auf dem Fensterbrett *
Kleines Adventsgedicht für Kinder –

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt
am Kranz. Doch auf dem Fensterbrett
ist ein Adventslicht auch ganz nett.
Es funkelt hell und warm und schön,
und alle Leute können´s sehn.
Sie bleiben vor dem Fenster stehn,
und sagen: „Ach, wie ist es schön,
wenn alle Jahre im Advent
im Dunkeln hell ein Lichtlein brennt!“

© Elke Bräunling

Novembermorgen im Wald

Novembermorgen im Wald *
Gedicht Novemberimpressionen –

Ein Morgengesicht
Und Funkeln im Tau
Ein heimliches Licht
Und Lüfte leicht rau
Der wirbelnde Wind
Die Finger ganz kalt
Ein Blatt trudelt blind
Fast kahl ist der Wald
Ein Goldschimmer hier
Ein Laubwirbel da
Spätherbstliche Zier
Nichts ist mehr wie’s war
Sanft schwebt in der Luft
Ein Hauch Endlichkeit
Der traurige Duft
Vergangener Zeit
Die Wehmut trägt grau
Das Bunt ist verspeist
Das Ende der Schau
Und die Seele vereist

© Elke Bräunling

Friedensglöckchen zur Weihnacht

Friedensglöckchen zur Weihnacht *
Weihnachtsgedicht für Groß und Klein

Ein Glöckchen klingt im Winterwind
eisklar und fein, als singt ein Kind.
Es trägt sein Lied weit durch die Nacht
so herzenswarm. Ein Licht erwacht.

Der Wind, der durch die Zweige fegt
und dieses Klingen weiter trägt,
erinnert an die Melodie
voll Friedlichkeit und Harmonie.

Ganz leise kehrt, was einst entschwand,
wie durch ein Wunder neu ins Land
ein Lied, das lang vergessen war,
in neuem Klang so wunderbar.

Es bringt den Frieden uns zurück
als Gabe und als Weihnachtsglück
und öffnet Herzen wieder weit
in dieser gnadenreichen Zeit.

© Elke Bräunling

Ein kleines Licht

Ein kleines Licht *
Gedicht/Lied für die Advents- und Weihnachtszeit –

Ein kleines Licht kann Hoffnung spenden
für uns alle im Advent.
Es kann Zuversicht uns schenken,
wenn es für uns brennt.

Ein kleines Licht kann friedlich stimmen.
Viele Menschen, Freund und Feind,
kann es zueinander bringen,
Friedlichkeit, die eint.

Ein kleines Licht kann Liebe bringen
jetzt auch in der Weihnachtszeit.
Unter Tannenzweigen glimmen
Hoffnungsfunken weit.

Ein kleines Licht schenkt uns die Kunde
von der Seligkeit der Zeit.
Jeden Tag und jede Stunde
strahlt es für uns weit.

Ein kleines Licht in uns’ren Herzen
leuchtet in die Welt hinaus
heller noch als tausend Kerzen
bis in jedes Haus.

© Elke Bräunling