Der kleine gelbe Schmetterling und das Glitzerding

Der kleine gelbe Schmetterling und das Glitzerding *
Fröhliches Schmetterlingsgedicht für Kinder –

Ein kleiner gelber Schmetterling,
der sah im Park ein Glitzerding
und staunte: „Was glänzt hier so schön?
Das muss ich mir genau ansehn.“

Schnell flog er auf den Fremden zu,
doch der bewegte sich: „Nanu!“,
rief unser Schmetterling erregt.
„Ein fremdes Ding, das sich bewegt?“

Da kichert’ es vom Himmel hell:
„Ich bleibe nie an einer Stell!
Dies wäre nämlich eine Qual,
für mich, den kleinen Sonnenstrahl.“

Der Schmetterling, der lachte auch
und setzte sich auf einen Strauch
genau ins Glitzerlicht hinein,
umarmt vom hellen Sonnenschein.

© Elke Bräunling

Frühlingsträumerei

Frühlingsträumerei *
Das klitzekleine Gedicht vom Träumen –

Komm, leg dich unter Bäume
ins Frühlingsgras und träume
vom Leben, das nun neu erwacht
und Wünschen, die du dir erdacht,
von Feenzauber, Kräutermärchen
und dem netten Elfenpärchen,
das, im Blümchenhain versteckt,
dich mit Elfenliedern neckt,
die dich freuen und berühren
und ins Fantasieland führen.

© Elke Bräunling

Löwenzahnwiese

Löwenzahnwiese *
Frühlingsgedicht für Groß und Klein – auch zum Trösten –

Gelbe Sonnen. Blütenwonnen
ringsum auf den Wiesen.
Helles Strahlen. Frühling malen.
Was für ein Genießen!

Blüten. Viele Lichterspiele.
Sieh der Sonne Strahlen,
wie sie helle Funkenbälle
auf die Wiese malen!

Bist du traurig oder einsam,
gehe sie besuchen
in den Gärten, auf den Wiesen.
Dort kannst du sie suchen.

Sieh die Farben! Hör die Lieder,
die im Wind sie singen.
Blümchen trösten. Hör die Worte,
die im Winde klingen.

Schließ die Augen! Träum den Frühling
auch an dunklen Tagen.
Lausche, was die Blütensonnen
dir zum Troste sagen.

© Elke Bräunling


Hier findest du weitere Löwenzahn/Pusteblumen-Gedichte:
Pusteblumenpusten
Puste Pusteblume
Die gelbe Frühlingsblütenzeit

Löwenzahnrätsel

Löwenzahnrätsel *
Kleines Rätselgedicht für Kinder –

Viele Blüten mit Sonnengesicht
überall im hellen Frühlingslicht
mit Zähnchen, vielen, zart grün,
siehst du nun überall blühn.
Später funkeln sie silbern und weiß
blitzen und glänzen im Sonnengleiß,
und du musst eines nun tun:
Puste, puste, puste sie nun!
Hast du diese Blümchen erkannt?
Rate! Erzähle! Wir sind gespannt.

© Elke Bräunling

Ein Frühlingstag wie gemalt

Ein Frühlingstag wie gemalt *
Frühlingsgedicht für Kinder –

Komm, lass uns heute malen
ein großes buntes Haus
mit einer Blumenwiese,
‚nem Hund und einer Maus.

Im Garten malst du Bäume
mit Blüten frühlingsweiß,
die sehen aus wie Bräute
bei einem Tanz im Kreis.

Darunter blühen Blümchen
in Farben rot, gelb, blau
mit Schmetterlingen, Bienen.
Du malst sie ganz genau.

Am Dachfirst hocken Spatzen,
die streiten wie gewohnt
und wecken laut den Menschen,
der unterm Dache wohnt.

Der öffnet nun das Fenster,
sagt „Hallo!“ zu dem Tag
mit einem frohen Lächeln,
weil er den Frühling mag.

Du malst die gute Laune
dem Menschen ins Gesicht,
denn Heiterkeit macht fröhlich,
genau wie dies Gedicht.

© Elke Bräunling

Ein Eierdieb

Ein Eierdieb *
Kindergedicht für die Osterzeit – 

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Eier
warten auf die Osterfeier
heut im Garten hier im Nest
für das Kinder-Osterfest.

Da passiert’s, denn diese Eier
hat der Hund von Oma Meier
eben g’rade nun entdeckt
und sie hinterm Baum versteckt.

Ratet: Was wird bloß geschehen?
Wer kann das Versteck nun sehen
einsam dort im grünen Gras?
Vielleicht ja doch der Osterhas’?

© Elke Bräunling

Osterhasentag – Das klitzekleine Ostergedicht

Osterhasentag *
Das klitzekleine Ostergedicht –

Ich bin ein Hase und kein Huhn,
mit Eiern hab ich nichts zu tun,
doch weil ich Kinder gerne mag,
lege ich heut zum Ostertag
für jedes Kind ein buntes Ei,
wenn’s mir gefällt vielleicht auch zwei
ins kleine bunte Osternest
als mein Geschenk zum Osterfest.

© Elke Bräunling

Der Aprilnarr

Der Aprilnarr *
Aprilgedicht für Kinder –

Heute ist einer gekommen,
der hat mich nicht ernst genommen.
Erst hat er mich eine Stunde früher geweckt
und später mit einem falschen Hasen erschreckt.
Er hat mich gehänselt, gepiesackt, geneckt
und mir eine seltsame Notiz zugesteckt:
“Komm zum Dorfplatz heut Abend um sechse.
Da reitet auf ihrem Besen ´ne Hexe.”
Ich hab mich gewundert und bin doch hingegangen,
doch dort hat nur ein Zettel gehangen:
“Du Doofkopf! Du Narr! Hihi und April!
Mit dir kann man anstellen, was man nur will.”
April!? Na warte, habe ich wütend gesagt
und dann erst mal über mich selber gelacht.
Dass mir das doch immer wieder passiert!
Wer hat mich denn dieses Mal angeschmiert?
Wer hat einen Narren aus mir gemacht?
Lange hab ich darüber nachgedacht.
Der April war´s, natürlich, das ist mir jetzt klar,
und wer es nicht glaubt, der ist selber ein Narr.

© Elke Bräunling

Kleine Frühlingsrätselreime

Kleine Frühlingsrätselreime *

Was schaut hervor, dort unterm Schnee?
Es ist der erste grüne … (Klee)

Die Raupe kriecht von Blatt zu Blatt
und sie wird trotzdem niemals … (satt)

Es flattert froh ein buntes ‚Ding‘:
aus Raupe ward ein … (Schmetterling)

Wer kriecht mit Haus um jede Hecke?
Es ist die liebe kleine … (Schnecke)

Die Sonne, die weiß gut Bescheid,
schenkt jedem Baum ein grünes … (Kleid)

Im Frühlingslicht der Mückentanz
zaubert einen silberhellen … (Glanz)

Wer hockt im tiefen, grünen Gras?
Na, wer schon! Unser … (Osterhas‘)

© Elke Bräunling

Frühlingslachen – Die Osterzeit im Bauerngarten

Frühlingslachen – Die Osterzeit im Bauerngarten *
Fröhliches Frühlings- und Ostergedicht –

Pips, der kleine Osterhas’,
sitzt vergnügt im grünen Gras,
freut sich über die Frühlingswelt
die ihm heut so sehr gefällt.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will hüpfen, tanzen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Ruth, das kleine Osterhuhn
hat mit Eiern viel zu tun,
freut sich über den Frühlingstag,
den sie so gut leiden mag.
Es will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Es will picken, fressen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Ann, das kleine Osterlamm,
steht ruhig an des Baumes Stamm,
freut sich auf der Welt zu sein,
ist so jung und noch so klein.
Es will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Es will schnuppern, schmusen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Min, die kleine schwarze Katz’
hütet einen teuren Schatz.
Kätzchen brachte sie zur Welt
pünktlich wie zum Fest bestellt.
Sie will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Sie will kuscheln, spielen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Fritz, der kleine freche Spatz,
nimmt im Pflaumenbaume Platz,
freut sich über den Frühlingsduft,
der so süß liegt in der Luft.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will zwitschern, ‚tirilingen’
und ein Frühlingsliedchen singen

Fridolin, der Schmetterling,
schwebt zu jeder Blüte hin,
freut sich über das Frühlingsbunt
überall auf seiner Rund’.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will schweben, gleiten, schwingen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Mo, die kleine Osterfrau
passt im Garten auf genau.
Jeder soll an diesem Frühlingstag
leben so wie er es mag.
Sie will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Sie will klatschen, jubeln, klingen
und ein Frühlingsliedchen singen.

© Elke Bräunling

Es sind nicht viele

Es sind nicht viele *
Gedicht und Song für Frieden – Zeitkritik 

Es sind nicht viele, die wieder schreien
nach Waffen, Feinden, Kämpfen und Krieg.
Nicht viele, doch aus ihren Reihen
wird ihr Getöse täglich publik.

Es sind nicht viele, doch ihre Worte
wie Schläge und Sirenen so laut,
sind von einer listigen Sorte,
die kaum einer so richtig durchschaut.

Es sind nicht viele, die wieder hetzen,
die lügen, lauern, desinformier’n
und als Waffe mit Worten verletzen
und die Wahrheit mit Absicht negier’n.

Es sind nicht viele, doch sie sind mächtig,
die Völker in die Irre zu führ’n
mit Stimmen, die laut und sehr kräftig,
um Streit, Verwirrung, Zwietracht zu schür’n,

Es sind nicht viele, die viele beherrschen
mit Lug und Trug und Agitation.
Sie hocken feist auf fetten Ärschen
mit Säcken voll Geld im Arm als Lohn.

Es sind nicht viele, die dies durchschauen
mit wachem Blick im schlafenden Meer,
die dem Verstand, nicht den Medien trauen.
Es sind nicht viele, und doch immer mehr.

© Elke Bräunling

 

„Es sind nicht viele“ – Ein Song, der aufrüttelt. Ein Song zum Aufwachen von Balz Burch

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

 

 

 

 

 

Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin

Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin *
Gedicht Gefühle –

Ich mag nichts sehn und hörn und riechen.
Nicht heut. Ich fühle mich allein.
Am liebsten möcht ich mich verkriechen
und nur mit mir zusammen sein.

Ich lausche meiner Herzensstimme,
die mir so viel von uns erzählt.
Ein Echolot für meine Sinne,
das sucht, was mir gerade fehlt.

Wärst du jetzt da, würdest du lachen,
ein Grübchen tanzt’ in deinem Kinn.
Wir flögen auf dem Sternendrachen
zu unsren Galaxien hin.

Doch unsre Zeiten sind begraben.
Für Träumereien fehlt der Sinn.
Mein Leben malt nun andre Farben.
Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin.

© Elke Bräunling

Vom Frühlingshuhn, das den Hahn zum Lachen bringt

Vom Frühlingshuhn, das den Hahn zum Lachen bringt *
Fröhliches Frühlingsgedicht für Kinder –

„Ich bin ein kleines Huhn
und lege Eier nun,
weil Frühling ist auch manchmal zwei
von Februar bis Ende Mai.“

„Oh, das ist Schwindelei.
Ein Huhn legt nur ein Ei
am Tag“, ruft da der Hahn empört,
weil ihn ein Huhn, das schwindelt, stört.

Das kleine Huhn lacht laut.
Wie ernst der Hahn doch schaut!
Ein bisschen Spaß muss doch mal sein,
ein neuer Scherz fällt ihm gleich ein:

„Ich kleines Zauberhuhn
schenk dir zwei Eier nun.
Ein braunes Ei und eins kariert.“
Das kleine Huhn klingt amüsiert.

Der Hahn begreift und lacht.
„Das hast du dir gedacht.
Ein echtes Ei ist bunt gestreift
so wahrlich wie ein Schwein, das pfeift.“

Dann lachen beide los.
Die Freude, die ist groß,
gemeinsam fröhlich heut zu sein
im ersten Frühlingssonnenschein.

© Elke Bräunling