Kategorie: Sommergedicht

Salat für die kleine Schnecke

Illustration und Gedicht - Gärtnerin, Salatbeeg, schnecke

Salat für die kleine Schnecke 
Sommerliches Schneckengedicht für Kinder

Eine kleine dicke Schnecke
kriecht behäbig um die Ecke.
Sie ist hungrig und sie hat
Appetit auf viel Salat.

Das ist ihre Lieblingsspeise,
und drum geht sie auf die Reise
zum Salatbeet von Frau Klein,
denn dort duftet’s köstlich fein.

Noch zwölf Meter muss sie kriechen,
den Salat kann sie schon riechen,
doch da steht Frau Klein vor ihr
und sagt: „Hallo, Schneckentier!

Warum kommst du hier gekrochen.
Hast du den Salat gerochen
und bist zu Besuch bei mir?
Ein paar Blättchen pflück ich dir.“

Das Schnecklein strahlt, bedankt sich leis.
Es freut sich, weil es jetzt nun weiß:
Man kann satt und glücklich sein
hier im Garten von Frau Klein.

© Elke Bräunling

Hier kannst du dir das Lied von der kleine Schnecke im Salatbeet anhören. Der liebe Balz Burch hat dazu eine wunderschöne kleine Schneckenmusik komponiert.
(Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)


Keine Bange! Dein Klick auf das Lied führt dich nicht zu Youtube, aber er zählt dort, und das hilft mir sehr, den noch kleinen Kanal von Elkeskindergeschichten dort bekannter zu machen. 🌺🙏🏻

Der Sommerbrief

Illustration Mädchen sitzt auf Gras und liest einen Brief. Sonnenschein.

Der Sommerbrief 
Kindergedicht zum Sommeranfang 

Ein Brieflein kam im Morgentau
und lag still da auf grünem Klee.
Es duftete nach Sonnenschein
als kleiner Gruß der Sommerfee.

„Ich bin’s, der Sommer“, stand darin.
„Ich bring euch bald die warme Zeit.
Die Früchte weck ich auf dem Feld
und bring euch Spaß und Fröhlichkeit.

Genießt das Leben! Freut euch! Nun
beginnt die schönste Zeit im Jahr.“
Und alle lasen, was geschrieben –
der Sommer, ja, er war schon nah.

© Elke Bräunling

Der kleine gelbe Schmetterling und das Glitzerding

Der kleine gelbe Schmetterling und das Glitzerding *
Fröhliches Schmetterlingsgedicht für Kinder –

Ein kleiner gelber Schmetterling,
der sah im Park ein Glitzerding
und staunte: „Was glänzt hier so schön?
Das muss ich mir genau ansehn.“

Schnell flog er auf den Fremden zu,
doch der bewegte sich: „Nanu!“,
rief unser Schmetterling erregt.
„Ein fremdes Ding, das sich bewegt?“

Da kichert’ es vom Himmel hell:
„Ich bleibe nie an einer Stell!
Dies wäre nämlich eine Qual,
für mich, den kleinen Sonnenstrahl.“

Der Schmetterling, der lachte auch
und setzte sich auf einen Strauch
genau ins Glitzerlicht hinein,
umarmt vom hellen Sonnenschein.

© Elke Bräunling

Sonnenblumenblütenmeer

Sonnenblumenblütenmeer *
Kindergedicht Sonnenblumen/Sonnenblumenlied –

Lass uns Sonnenblumen malen,
die in hellen Farben strahlen,
Blütenköpfe, üppig, schwer
im Sonnenblumenblütenmeer.

Ihre Blüten sehn wir immer,
sie blühn nun in unserm Zimmer
an den Wänden golden hell
und leuchtend bunt in Aquarell.

Und an dunklen Wintertagen
müssen wir uns nicht beklagen,
denn die Blütensonne scheint,
auch wenn der Himmel Flöckchen weint.

© Elke Bräunling

Das ewige Sehnen


Das ewige Sehnen *
Gedicht zum Sommerende –

Der Sommer schleicht sich leise fort.
Er streicht den Abschiedsschmerz
aus seiner Zeit, stumm, ohne Wort.
Ich winke. Traurig weint mein Herz.

Er nimmt all die Gedanken mit
an Sonnenseligkeit
und schreitet fort mit schnellem Schritt,
lässt uns zurück in unsrer Zeit.

Ihm folgt das Licht. Die Sonne zieht
die Schatten endlos lang.
Es scheint, als ob sie zögernd flieht
in einem steten Drang.

Es ist ein Abschied nur auf Zeit.
Im Herzen bleibt er da,
versteckt im warmen Sehnsuchtskleid,
und ist uns immer nah.

© Elke Bräunling

 

Dieses schöne, sehnsuchtsvolle Lied hat Balz Burch geschrieben.

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Spätsommermorgen

Spätsommermorgen *
Sommergedicht mit leiser Wehmut –

Am Morgen liegt ein Sehnen
nach Herbst schon überm Land
mit funkelhellen Tränen
aus Tau, des Sommers Pfand.

Die ersten Nebelschwaden
benetzen feucht das Gras,
wo Sommerfeen baden
mit Haaren klar wie Glas.

So manche Blätter zeigen
verschämt das erste Bunt,
die Morgenvögel schweigen
erschöpft zur frühen Stund’.

Die Blumen holen Atem
fürs Abschiedsfarbenkleid
mit kräftig bunten Farben
als Krönung dieser Zeit.

Noch herrscht tiefes Schweigen,
die Gartenwelt verharrt,
doch viele Zeichen zeigen:
Der Herbst ist bald am Start.

Die Gartenfrau seufzt leise.
Zu schnell vergeht das Jahr.
Die Zeit rast auf der Reise
vorbei, wie’s immer war.

© Elke Bräunling

Ein neues Gedicht zum August findest du hier: August – Der Sommer tanzt das letzte Mal

Sommerregen in den Bergen

Sommerregen in den Bergen *
Kindergedicht

Sommerregen. Leise gurgeln
kleine Bäche flink zum Tal
durch die Wiesen, über Wege
weiter abwärts, sanft und rege,
hörst du ihr beständig’ Murmeln.
Lausche ihnen einfach mal,
wie sie über Steine springen,
es klingt wie ein leises Singen,
so, als hätten sie viel Spaß.
Später träumen sie: „Schön war`s!“

© Elke Bräunling

Genervt

Genervt *

Sie sirren und summen,
sie surren und brummen
und piesacken stur meinen Geist.
Sie bohren und plagen
oft an vielen Tagen
und malträtieren mich dreist.
Wie Fliegen, all diese unsel’gen Gedanken,
die mich umkreisen mit gierigen Pranken,
ich höre verzweifelt selber mir zu –
und dann, auf einmal, ist wieder Ruh.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 29. Juni – piesacken

 

Zeit mit mir

Zeit mit mir *

Blauweißer Himmel im Sonntagsgewand,
blütenumduftet das Sommerland,
sitz ich im Scheine des flirrenden Lichts
und atme, genieße und tue sonst nichts.
Mit den Gedanken gelassen im Sein
lass ich mich gern auf mich selber heut ein.
Ich koste die Zeit nur mit mir lustvoll aus
und fühle mich angekommen, zuhaus.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 16. Juni – blütenumduftet

Im Wald zur Abendstunde

Im Wald zur Abendstunde *
Kindergedicht

Es wird Abend, der Wald geht zur Ruh,
doch lausche und schaue ihm dabei mal zu.
Die Bewohner des Waldes sind lange noch wach
und treffen sich gerne zum Nachtgruß am Bach.
Dort tanzen und singen sie Lieder zur Nacht,
erzählen vom Tage, ein Elfenkind lacht,
und hörst du das Kichern vom murmelnden Bach?
Es klingt wie Musik einer Harfe, ganz schwach.
Die Luft steht kurz still, alle lauschen gebannt.
Es ist wie im Märchen. Hör zu, sei gespannt.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 9. Juni – Bachgemurmel