Blautannengrün. Ein Schatten, der atmet,
wie Tinte im Moos, die das Schweigen beschreibt.
Es riecht nach der Nacht, nach Vergessen und Harz.
Man sieht es kaum und weiß doch: Es bleibt.
Jeder ist mal ‚Nadsi‘ * Gedicht – Zeitkritik mit einem Augenzwinkern –
Ich bin ein Mensch,
der andern hilft
und sich an deren Freude freut.
Zum Danke nun
nennt mancher mich
verachtungsvoll schlicht „Nadsi“ heut.
Ich bin ein Mensch,
der Menschen liebt
und ihnen sehr viel von sich gibt.
Die Heimat lieben
darf ich nicht,
weil man mich sonst nach „Räächts“ hin schiebt.
Ich bin ein Mensch,
der schwer genervt
vor Propaganda Reißaus nimmt.
Ob links, ob rechts,
ihr könnt mich mal!
Was ist es, das mit euch nicht stimmt?
Du trägst den Frühling auf deinem Rücken
und bist es dir doch noch nicht bewusst.
Du willst uns mit Narreteien entzücken
und erntest doch meistens nur Frust.
Man braucht Geduld, um dich zu ertragen.
Der Wintermuff klebt an deinem Kleid.
Die Tage sind zäh und schwer ihre Plagen,
der Überdruss selbst tut sich leid.
Nur gern windet man sich aus deinen Armen
und flieht ins Freie ans zögernde Licht,
das kichernd sich ziert in kindlichen Dramen
und sich im Hall deines Unmuts bricht.
Du bist kühl und du hast deine Launen,
doch sei dir gewiss: Wir halten dich aus
und üben nun schon mal freudig das Staunen
im Frühlingstaumel – und dann bist du raus.
Du trägst die Stille in die Zeit
und schmückst das Land mit Sternchenweiß,
das sanft auf uns hernieder schneit
zu einem Kleid aus Schnee und Eis.
Die Sonne bleibt ein selt’ner Gast,
das Licht schleicht zögernd durch den Tag.
Die Welt wirkt müd’ und ohne Rast,
und mancher Tag bleibt stumm und karg.
Die Luft ist dünn, der Wind weht kalt,
in deinen Adern sitzt der Frost.
Manch einer fühlt sich krank und alt,
und manches Herz bleibt ohne Trost.
Und doch hauchst Hoffnung du ins Land
und birgst die Träume für das Jahr
wie Saat, noch unter Schnee gebannt,
die still erwacht, dem Frühling nah.
Ein Engelchen war da heut Nacht.
Es hat mir einen Traum gebracht
von einem Lied, das in der Welt
den Menschen überall gefällt,
ein Lied von Freude, Friedlichkeit
und einer stillen Weihnachtszeit
mit viel Gefühl und Harmonie
und einem Klang so schön wie nie,
als wär’s von Engeln wohl erdacht
für uns nicht nur zur heil’gen Nacht.
So grau der Himmel, so schwer das Licht,
doch euer Strahlen verlöscht heute nicht.
Ihr leuchtet wie Sterne in stiller Nacht,
ein Funkeln, das leicht uns im Herzen macht.
Wir spüren euch in der tiefsten Ruh.
Eure Nähe gibt uns die Kraft dazu.
Ein Flüstern, das trägt, so sanft und so klar
für diesen Tag, der den Seelen so nah.
Bestandsaufnahme Oktober * Gedicht – Herbstgedanken mit einem Augenzwinkern –
Mit großen Schritten eilt das Jahr
so bald schon seinem Ende zu.
Man nimmt die Tage kaum noch wahr,
die Zeit, sie lässt nur wenig Ruh’.
Nun ist Oktober. Abschiedszeit
von Sommerdraußenleichtigkeit.
Die Türen zu, die Öfen glühn,
statt Blumen Schniefnasen, die blühn
und alles ist ganz anders nun.
Und eigentlich wär’s Zeit zum Ruhn.
Da bist du nun und sollst willkommen sein,
malst Gold ins Laub, streust Licht herein.
Dein Wind, so sanft, holt stumm das kleine Glück
von Sommerträumen noch einmal zurück.
Das Dunkel aber sitzt dir schon im Haar
und raunt uns zu: „Der Herbst ist da!“
Und leis mit einer Prise Traurigkeit
schleicht Morgennebel in dein goldnes Kleid.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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