Kategorie: Gedicht

Gespalten

Gedicht …….*

 

Gespalten

Deine Sprache ist nicht mehr meine.
Wir verstehen uns plötzlich nicht mehr.
Deine Wahrheit ist bloß die eine
und ändert sich von der meinen nun sehr.

Wir können nicht mehr diskutieren.
Das, was du sagst, entfacht in mir Wut.
Wir sehn, wie sich Lügen summieren,
und plötzlich ist gar nichts mehr für uns gut.

In Freundschaft ist Kälte gekrochen.
Das alte Versprechen auch ohne Wort
hat nun diese Zeit uns gebrochen.
Ich gehe am besten mir ihr von dir fort.

Was konnte uns bloß so sehr spalten?
Das neue „Anders“ kam überrascht.
Sind wir denn nun nicht mehr die Alten,
nachdem wir an fremden Ideen genascht?

© Elke Bräunling


Energien der Nacht

Gedicht …….*

 

Energien der Nacht

Nachts am Fenster.
Ich blicke zu dir hinüber,
lächle dir zu
und spüre die Liebe,
die mich durchströmt.
Und du, du winkst mir zurück
mit deinen Zweigen.
Ein Moment der Magie
zwischen dir und mir
und ich sehe,
wie sich unsere Energien
berühren, verschmelzen und
wie sie Hand in Hand
die Wanderung durch die Nacht
antreten.
Schlaf gut, Birke!

© Elke Bräunling

Ideologien

Gedicht …….*

 

Ideologien

Diese Gestalten,
die lügen und spalten
und Hass säen, als gäb es kein Morgen,
bereiten dir Sorgen?
Wenn Worte und Phrasen,
ihr Hetzen und Rasen
aus Ideologie
und Wahnidiotie
dich ermüden,
so lass sie wüten
und hör nicht mehr hin.
Es hat keinen Sinn.
Zu kurz ist das Leben,
zu hoch der Preis,
um Zeit zu vergeben
für ideologischen Sch…

© Elke Bräunling

Im kreativen Prozess

Gedicht …….*

 

Im kreativen Prozess

Worte, die fließen,
die hoffen und sprießen,
den Blümchen auf
Feldern und Wiesen
sehr gleich.
Gedanken, die gleiten
zu allen Seiten
den Wolken und Wellen
im Spiegel der Seen
so reich.

Fallen in Sphären,
die wir gebären
im Zug der Gedanken
so ganz ohne Schranken
gestreut.
Schaffen ist Fließen
und wohl zu genießen
im Glücksrausch der Seele
ganz aus tiefster Kehle
gefreut.

© Elke Bräunling

Da bist du ja wieder!

Gedicht …….*

 

Da bist du ja wieder!
Frühlingsgedicht/Frühlingsanfang

Hinter den Bergen steigst du empor,
tröstest wintermüde Leiber,
streichelst verzagte Seelen
und wärmst mit deinem Schein
Herzen, die kalt geworden
im Strudel der Zeit.
Allein es bräuchte zwei Sonnen und mehr,
um zu genesen.
Du kannst heilen, Sonne, und helfen,
es wieder gut zu machen.
Ein bisschen.

© Elke Bräunling