Eine rosarote Rose
schmückt die kleine alte Dose,
dieses Kleinod aus der Zeit,
als Opa Oma einst gefreit.
Heute steht’s in meinem Zimmer
und sein alter Glanz und Schimmer
in geheimnisvoller Scheu
erfreut mich jedes Mal aufs Neu.
Müde, matschig fühl ich mich
und tollpatschig tappe ich
missvergnügt, lahm durch den Tag
weil ich mich grad so gar nicht mag.
Dies sage ich ganz ungeschminkt,
auch, dass mir heute nichts gelingt,
und ich gestehe voller Frust:
Rien va plus und keine Lust.
Der Saft ist raus, die Energie
ist derzeit niedrig wie noch nie.
Die Suche hat mich sehr erschöpft,
ich fühle mich wie leer geschröpft.
Mein Licht glimmt einer Funzel gleich,
der Kopf so müd, die Wangen bleich.
Zur Atempause fehlt die Zeit,
der Weg zur Wahrheit ist noch weit.
Mutterseelenallein.
Kein Mensch möchte es sein.
Gedanken daran machen Angst,
uns allen, mir, auch dir. Du bangst
nur leise, gibst es ungern zu,
denn Ehrlichkeit ist hier tabu.
Das Wort allein ist schon gemein.
Zum Dichten holpert es im Reim,
auch singt in ihm nur schwer ein Lied.
Es weigert sich und macht nicht mit.
So steht es hier, wie soll’s auch sein?,
und „stolpert“ mu-mutter-seelen-allein.
Heute ist Sonntag, gleich kommen die Gäste
zu einem unserer Wohlfühlfeste,
auf das wir uns seit Tagen freu’n
und nun auch keine Mühe scheu’n.
Schnell noch putzen, wienern, backen,
Äpfel schälen, Nüsse knacken,
Kaffee mahlen, Sahne schlagen,
Leckereien für den Magen,
alle lecker, süß und frisch.
Geschafft! Wer deckt nun noch den Tisch?
Du fühlst dich wirr, dein Kopf ist voll
und wie in einem Tollhaus toll.
Gedanken schlagen sich fast tot
und da, schon siehst du nur noch rot
und merkst, du hast dich wild verfranzt,
weil grad dein Hirn den Boogie tanzt.
Allein ein Päuschen hilft dir noch,
befreit dich von dem Grübeljoch!
Milchschaumtraum Heiteres Gedicht vom Genießen/ Kindergedicht
Er schmeckt so köstlich wie ein Traum
auf dem Kakao* aus Milch der Schaum.
Den Löffel tauch ich langsam nur
hinein und male erst als kleine Spur
ein weißes Herz, ganz winzig klein,
in diesen Berg aus Schaum hinein.
Dann schnuppere ich ganz im Genuss
den Duft, der süß schmeckt wie ein Kuss.
Und dann, dann endlich ist’s soweit:
Die Nase zuckt, der Mund ist weit
geöffnet für den Milchschaumtraum.
Nicht länger halt ich mich im Zaum
und schlabbre, schlecke, schnabulier,
bis ich fast den Verstand verlier.
Ich schwelge, doch schnell ist er leer,
der Becher, und ich gier’ nach mehr
Kakao mit leckrem Milchschaumtraum,
denn einer davon reicht mir kaum,
weil man auf einem Bein schlecht steht.
Nun rate, wie dies weiter geht.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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