Kategorie: Friedensgedicht

Tiefschlaf

Tiefschlaf *
Gedicht Zeitkritik –

Schläfrig ruht im stillen Schlafe
unsre Frau Demokratie.
Mit ihr schlafen viele Schafe
einen Tiefschlaf wie noch nie.

Keiner lässt sich mehr erwecken,
dazu scheint die Zeit nicht reif.
Niemand kratzt den Dreck vom Stecken,
denn wer schläft, der ist nicht live.

Ruhet sanft! Derweil im Lande
schlägt das Herz im Donnerhall,
wenn die Bande mit viel Schande
es zerfetzt mit lautem Knall.

Und so schleicht sich Volkes Seele
langsam aus dem Land hinaus.
Jemand singt aus voller Kehle:
„Und die Lichter gehen aus.“ *

© Elke Bräunling

* Zeile aus: Westernhagen, „Freiheit“

Es sind nicht viele

Es sind nicht viele *
Gedicht und Song für Frieden – Zeitkritik 

Es sind nicht viele, die wieder schreien
nach Waffen, Feinden, Kämpfen und Krieg.
Nicht viele, doch aus ihren Reihen
wird ihr Getöse täglich publik.

Es sind nicht viele, doch ihre Worte
wie Schläge und Sirenen so laut,
sind von einer listigen Sorte,
die kaum einer so richtig durchschaut.

Es sind nicht viele, die wieder hetzen,
die lügen, lauern, desinformier’n
und als Waffe mit Worten verletzen
und die Wahrheit mit Absicht negier’n.

Es sind nicht viele, doch sie sind mächtig,
die Völker in die Irre zu führ’n
mit Stimmen, die laut und sehr kräftig,
um Streit, Verwirrung, Zwietracht zu schür’n,

Es sind nicht viele, die viele beherrschen
mit Lug und Trug und Agitation.
Sie hocken feist auf fetten Ärschen
mit Säcken voll Geld im Arm als Lohn.

Es sind nicht viele, die dies durchschauen
mit wachem Blick im schlafenden Meer,
die dem Verstand, nicht den Medien trauen.
Es sind nicht viele, und doch immer mehr.

© Elke Bräunling

 

„Es sind nicht viele“ – Ein Song, der aufrüttelt. Ein Song zum Aufwachen von Balz Burch

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

 

 

 

 

 

Frieden ist bunt

Frieden ist bunt *
Friedensgedicht für Kinder –

Ich mal den Frieden, er ist bunt
und in den Formen ist er rund.
Weil er so sanft ist, nehm ich Blau,
dazu ein ganz zartes Silbergrau.

Ich male Grün wie die Natur,
Orange auch eine kleine Spur,
Dann Rot. Es wärmt und macht mir Mut,
und Gelb, dann fühle ich mich gut.

Ich male einen großen Kreis
mit bunten Tupfern und viel Weiß,
und alle Farben haben Platz,
auch ein paar Worte und ein Satz.

Und der sagt: „Frieden jeden Tag,
weil Frieden bunte Farben mag,
so bunt, wie alle Herzen sind,
und das wünscht sich auch jedes Kind.“

© Elke Bräunling

Das Feuer des Wahnsinns

Das Feuer des Wahnsinns
Weißt du noch? Damals, der Krieg?
Friedensgedicht und Song

Weißt du noch, wenn Opa erzählte
vom Krieg und von dieser grausamen Zeit,
in der er auf Menschen schießen musste,
ihnen Schmerzen zufügte, Kummer und Leid.
Fremde Menschen, die nie er gekannt,
waren im Feuer der Kriegswut verbrannt.

Weißt du noch, wenn Oma erzählte
von Nächten im Krieg mit Bombenalarm,
vollen Bunkern und schreienden Kindern,
verzerrt die Gesichter voll Furcht und voll Gram.
Mit Nöten, die sie so nie gekannt,
war sie zum Hoffen und Bangen verdammt.

Weißt du noch, wenn Nachbarn erzählten
von ihrer Flucht und von Feinden gejagt
schutzlos zu Fuß auf eisigen Wegen,
von Hunger, Kälte und Schmerzen geplagt.
Ein Elend, das sie noch nie gekannt,
verloren, was sie einst Heimat genannt.

Hörst du heut die Kriegstreiber schreien
nach Waffen, Soldaten, Geld für den Krieg?
Neu entflammt ist das Spiel mit dem Feuer
und all das, worüber man jahrelang schwieg.
Schon wieder am Abgrund, von neuem entbrannt
das Feuer des Wahnsinns in unserem Land.

© Elke Bräunling

 

Balz Burch hat das Gedicht in einen eindrucksvollen Friedenssong verzaubert. Hör rein und wach auf!

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Jedem das Seine

Jedem das Seine *
Gedicht Frieden – Zeitkritik –

Lasst uns unsere Feste feiern
auf den Straßen und gemeinsam,
denn zusammen sind wir viele
und kein Mensch bleibt einsam.

Lasst uns friedlich demonstrieren
für die Sache, die uns wichtig.
Diese laut euch mitzuteilen.
ist für uns heut richtig.

Lasst uns unsere Meinung teilen,
denn wer redet, der zeigt Haltung
und Gesicht unter den Vielen
ohne gleiche Schaltung

Lasst uns Menschen Menschen bleiben!
Niemand lässt sich gern verbiegen,
keiner von uns will sich wünschen,
dass wir uns bekriegen.

Lasst uns unsern Frieden wahren!
Kriege gehn auf eure Konten
und wir haben nichts zu suchen
zwischen euren Fronten.

Lasst uns unser Leben leben,
denn wir haben nur das eine.
Unser Motto, das soll heißen:
Jedem sei das Seine.

© Elke Bräunling

Wo liegt Bethlehem?

Wo liegt Bethlehem? *
Weihnachtsgedicht –

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in jedermann?
Wenn Menschen zueinander stehen
und ihren Weg gemeinsam gehen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht bei uns zu Haus?
Wenn wir gemeinsam Lieder singen
und einander Freude bringen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrer Stadt?
Wenn Reiche auch an Arme denken
und einander Hoffnung schenken,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrem Land?
Wenn Menschen still in Frieden leben
und dem Feind die Hände geben,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

© Elke Bräunling

Dona nobis pacem – Zum ersten Advent

Dona nobis pacem – Zum ersten Advent *
Kleines Friedensgedicht zum Advent –

Die Tür geht auf.
Im Schein der ersten Kerze
zaubert der Advent, der junge,
ein Lächeln in unsere Gesichter,
das die Vorfreude schreibt.

Die Tür geht zu
für Krieg und Propaganda.
Diese Zeiten sind vorüber.
Ein Sehnen nach Liebe und Frieden,
das die neue Welt ruft.

Geöffnet die Tür.
Von Lichterschein empfangen
breiten sich Arme aus
für Friedliebende – und auch für dich.
Dona nobis pacem!

© Elke Bräunling

Das lächelnde Leben


Das lächelnde Leben *
Friedensgedicht für Groß und Klein – Wenn alle mehr lächeln würden –

Stell dir vor, die Menschen tragen
stets ein Lächeln im Gesicht.
Auch an Tagen voller Plagen
zeigen sie den Ärger nicht.

Dieses Lächeln kommt von Herzen
und es leuchtet strahlend hell
wie das Licht von hundert Kerzen
als der Freude höchstem Quell.

Und es wandert leise weiter
in die Welt mit sanftem Hall.
Menschen lächeln froh und heiter,
Liebe, Frieden überall.

Freundlich wäre unser Leben
voller Kraft und Schwung und Mut,
würd’s das Lächeln öfter geben,
hätten wir es richtig gut.

© Elke Bräunling

 

Ein sehr besinnliches Lied hat der liebe Balz Burch zu diesem Gedicht geschrieben. Viel Freude beim Zuhören.

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Was, wenn Ängste sprechen?


Was, wenn Ängste sprechen? *
Gedicht und Song zu Fragen der Zeit –

Was, wenn das Wörtchen ‚wenn‘ nicht wär
und wir vertrauen könnten,
auf dass wir uns bedenkenlos
ein freies Leben gönnten?
Stellt man sich diese Frage noch
in ignoranten Zeiten,
in denen Menschen überall
sich uneins sind und streiten?

Was, wenn es Positionen gibt,
die Menschen trennen, spalten,
was Freunde so zu Feinden macht,
die nichts von Frieden halten?
Und was, wenn Fanatismus siegt
im Kampf um Menschenseelen,
wenn starrer Wahn Vernunft bekriegt
und Irre Leben stehlen?

Was, wenn es Soldaten sind,
die unsre Städte fluten
und wir für unsre Menschlichkeit
noch eines Tages bluten?
Was, wenn sie durch die Dörfer ziehn,
zu rauben und zu töten,
und keiner da ist, der uns hilft,
so schutzlos und in Nöten?

Was, wenn alles Lüge ist,
was sie uns stets erzählen,
damit wir weiter treu und brav
sie immer wieder wählen?
Doch was, wenn wir das Wörtchen „Nein“
verwenden und laut sagen,
dass wir dies üble Spiel verstehn
und uns zu wehren wagen?

Und wenn die Revolution sie frisst
und jagt dann eines Tages,
was stellt man dann am besten an
mit Menschen ihres Schlages?
An Fensterkreuze hängen, so wie’s
die Propheten künden,
auf dass sie büßen bis zum Tod,
für alle ihre Sünden?

© Elke Bräunling

Und hier eine großartige Vertonung von Balz Burch

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Widerstand

Widerstand *

Zappenduster ist’s noch nicht
und doch sieht man, wie Licht
ganz unbemerkt an Kraft verliert,
wie’s kühl wird und die Seele friert
aus Lethargie und Bitterkeit
und tiefer Hoffnungslosigkeit.
Wir dürfen nur nicht resigniern.
Wer jetzt nicht kämpft, der kann verliern.
Es gilt, vereint voraus zu gehn,
dem Bösen kühn zu widerstehn
mit Boykott und Widerstand
für uns, die Zukunft, unser Land.

© Elke Bräunling


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#juniverse2024 – 30. Juni – zappenduster

Nur ein Traum

Nur ein Traum *

Ich träum, ein alter Labersack
spielt mir einen Schabernack.
Er macht mir weis, es gäbe Streit
und Krieg jetzt in der Friedenszeit.
Ich wache auf, mein Herz klopft wild,
in meinem Kopf wächst schnell ein Bild
von Blut und Elend, Not und Tod
in Qualm umhüllt in einem Schlot.
Es löst sich auf, ich sehe klar,
bin froh, dass es ein Traum nur war.
Wie dumm auch, Krieg in unsrer Zeit?
Kein Mensch wär dazu doch bereit…?

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 22. Juni – Schabernack

Hässliche Schatten

Hässliche Schatten *

Sie reden wieder vom Krieg,
von Kämpfen für einen Sieg
mit Eifer und martialischen Plänen,
und eine Perlenkette aus Tränen
zieht über dein Antlitz. Du weinst
um dein friedliches Leben und meinst,
die hässlichen Schatten schon jetzt zu sehn,
glaubtest du doch, das würde nie wieder geschehn.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 7. Juni – Antlitz

Andere Welten

Gedicht …….*

 

Andere Welten
Gedicht Fragen an das Leben

Gibt’s Worte, die noch ungesagt?
Musiken, die noch nie erklungen?
Gemälde, die noch nicht gemalt
und Lieder, die kein Mensch gesungen?

Gibt’s Farben, die noch keiner sah
und Reime, die noch ungeschrieben?
Auch Früchte, die noch keiner aß
und Düfte, die durch Träume fliegen?

Gibt es die Zeiten auf der Welt,
die voller Harmonie und Frieden,
die ohne Macht und ohne Geld
mit Menschen, die einander lieben?

Tief in mir drin, da schlummern sie
unendlich und für ew’ge Zeiten,
die da sind, doch erreichbar nie,
weit weg in andrer Welten Weiten.

© Elke Bräunling

Ideologien

Gedicht …….*

 

Ideologien

Diese Gestalten,
die lügen und spalten
und Hass säen, als gäb es kein Morgen,
bereiten dir Sorgen?
Wenn Worte und Phrasen,
ihr Hetzen und Rasen
aus Ideologie
und Wahnidiotie
dich ermüden,
so lass sie wüten
und hör nicht mehr hin.
Es hat keinen Sinn.
Zu kurz ist das Leben,
zu hoch der Preis,
um Zeit zu vergeben
für ideologischen Sch…

© Elke Bräunling