Blätterherbst * Das klitzekleine Kindergedicht vom Herbstbeginn –
Die Bäume träumen tief den Traum
vom Sommerlicht, sie spüren kaum,
wie sich der Herbst ins Land nun schleicht
und es mit seinem Bunt bestreicht.
Ein Tupfer Rot, ein Schimmer Gold,
ganz zart, als hätt’s der Wind gewollt,
und eines Morgens staunt manch’ Baum.
„Der Herbst ist da! Man glaubt es kaum!“
Die erste Kastanie fällt früh aus dem Baum.
Sie träumte vom Fliegen, doch bleibt es ein Traum.
„Ich weiß nicht“, ruft sie nun, „wie mir geschieht.
Hier lieg ich im Grase, wo keiner mich sieht.“
Sie fühlt sich alleine und es ist ihr bang.
Die anderen hängen am Baume noch lang.
„Was soll nun werden, ich bin ja noch klein.
Ich möchte so gern unter Freunden jetzt sein.“
Da kommt ein Kind und es jubelt ganz laut:
„Was für eine Freude! Kommt alle und schaut!
Die erste Kastanie, heißt es, die bringt Glück,
wenn ich sie mir hole und mich nach ihr bück.“
„Hurra, liebes Kind! Oh, lass mich bei dir sein.
Schon sind wir beide nicht mehr so allein“,
ruft die Kastanie. Dann schmiegt sie sich sacht
in eine Kinderhand, freut sich und lacht.
Wer zeigt uns, dass es Herbst ist? * Kindergedicht und -lied –
Wer zeigt uns, dass es Herbst ist?
Die Sonne ist’s, die Sonne ist’s!
Sie kann mit ihren schrägen Strahlen
immer längre Schatten malen.
Kurz und kürzer wird die Zeit.
Der Herbst hält sich bereit.
Wer zeigt uns, dass es Herbst ist?
Die Blumen sind’s, die Blumen sind’s!
Sieh nur ihre starken Farben,
die sie nun auf einmal haben.
Wie Laternen leuchten sie
wie sonst im Jahre nie.
Wer zeigt uns, dass es Herbst ist?
Die Bäume sind’s, die Bäume sind’s!
Welke Blätter murmeln leise:
„Wir gehn bald nun auf die Reise.
Das ist unsere Natur
auf dieser Zeitenuhr.“
Wer zeigt uns, dass es Herbst ist?
Die Vögel sind’s, die Vögel sind’s!
Kaum noch hört man jetzt ihr Singen,
wenn sie sich gen Himmel schwingen.
Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit,
denn ihr Weg ist weit.
Wer zeigt uns, dass es Herbst ist?
Die Welt ist’s, die Welt ist’s!
Alle freu’n sich auf die Zeiten,
denn der Herbst hat schöne Seiten,
und dass er sich selbst gefällt,
das weiß wohl alle Welt.
Sommerregen. Leise gurgeln
kleine Bäche flink zum Tal
durch die Wiesen, über Wege
weiter abwärts, sanft und rege,
hörst du ihr beständig’ Murmeln.
Lausche ihnen einfach mal,
wie sie über Steine springen,
es klingt wie ein leises Singen,
so, als hätten sie viel Spaß.
Später träumen sie: „Schön war`s!“
Ein Summer, ein Brummer,
ein großer Brummsummer
brummsummt überm Blütenmeer
erregt hin und her.
Man könnte meinen,
er suche den einen
Brummsummerkollegen
für einen regen
Disput über Liese,
die auf dieser Wiese
mit jenem gesehn ward beim Bummel,
die untreue Hummel.
Heute ist Sonntag, gleich kommen die Gäste
zu einem unserer Wohlfühlfeste,
auf das wir uns seit Tagen freu’n
und nun auch keine Mühe scheu’n.
Schnell noch putzen, wienern, backen,
Äpfel schälen, Nüsse knacken,
Kaffee mahlen, Sahne schlagen,
Leckereien für den Magen,
alle lecker, süß und frisch.
Geschafft! Wer deckt nun noch den Tisch?
Du bist unterwegs, doch du bist nicht allein.
Herr Obacht wird an deiner Seite sein,
Wie ein Schutzengel flüstert er leis in dein Ohr:
„Pass auf! Walte Vorsicht und sieh dich stets vor!“
Du siehst, er ist wichtig, er passt auf dich auf.
Nun rate! Wer ist er? Bestimmt kommst du drauf.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤