Kategorie: Kindergedicht

Kleine Weihnachtsschätze


Kleine Weihnachtsschätze
Adventsgedicht für Groß und Klein

Wieder leuchten Weihnachtslichter,
alle Häuser sind geschmückt.
Auf dem Marktplatz steht ein Dichter,
den der Anblick sehr verzückt.

Irgendwo ertönt ein Klingen
leise in der Winternacht,
so als würden Engel singen,
und das Herz des Dichters lacht.

Und schon reihen sich die Sätze
Wort für Wort und fein im Reim.
Diese kleinen Weihnachtschätze
nimmt er mit ins warme Heim.

Und dort schreibt er eilig nieder,
was ihm diese Nacht geschenkt,
und er weiß, dass immer wieder
an dies’ Wunder er nun denkt.

© Elke Bräunling

„Poetenweihnacht“

Text: Elke Bräunling  Musik: Balz Burch

Nikolaus steht vor der Tür

Nikolaus steht vor der Tür *
Nikolausgedicht/Lied für Kinder –

Ein roter Mantel, der Bart lang und weiß,
kommt er gegangen ganz heimlich und leis.
Ein Rascheln, ein Wispern,
ein Tuscheln, ein Knistern,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht bald vor der Tür.

Den Sack voller Gaben, sehr groß und schwer,
trägt auf dem Rücken er nun zu dir her.
Ein Räuspern, ein Prusten,
ein Flüstern, ein Pusten,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht bald vor der Tür.

Du kannst’s nicht erwarten, die Zeit wird dir lang,
ein bisschen ist dir auch vor ihm bang.
Ein Prusten und Japsen,
ein Klopfen und Tapsen,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht bald vor der Tür.

Es klopft an der Tür nun, du kriegst einen Schreck,
Doch dann ist die Furcht sehr schnell wieder weg.
Ein Murmeln, ein Raunen,
ein Kichern, ein Staunen,
ganz nah bei dir.
Nikolaus steht jetzt vor der Tür.

© Elke Bräunling

Adventslicht auf dem Fensterbrett

Adventslicht auf dem Fensterbrett *
Kleines Adventsgedicht für Kinder –

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt
am Kranz. Doch auf dem Fensterbrett
ist ein Adventslicht auch ganz nett.
Es funkelt hell und warm und schön,
und alle Leute können´s sehn.
Sie bleiben vor dem Fenster stehn,
und sagen: „Ach, wie ist es schön,
wenn alle Jahre im Advent
im Dunkeln hell ein Lichtlein brennt!“

© Elke Bräunling

Ein kleines Licht

Ein kleines Licht *
Gedicht/Lied für die Advents- und Weihnachtszeit –

Ein kleines Licht kann Hoffnung spenden
für uns alle im Advent.
Es kann Zuversicht uns schenken,
wenn es für uns brennt.

Ein kleines Licht kann friedlich stimmen.
Viele Menschen, Freund und Feind,
kann es zueinander bringen,
Friedlichkeit, die eint.

Ein kleines Licht kann Liebe bringen
jetzt auch in der Weihnachtszeit.
Unter Tannenzweigen glimmen
Hoffnungsfunken weit.

Ein kleines Licht schenkt uns die Kunde
von der Seligkeit der Zeit.
Jeden Tag und jede Stunde
strahlt es für uns weit.

Ein kleines Licht in uns’ren Herzen
leuchtet in die Welt hinaus
heller noch als tausend Kerzen
bis in jedes Haus.

© Elke Bräunling

Das kleine Glöckchenlied

Das kleine Glöckchenlied
Weihnachtslied für Kinder

Hörst du das kleine Glöckchen?
Es bimmelt leis und zart
und singt dir seine Lieder vor
auf freundlich sanfte Art.

Nimm dir die Zeit und lausche
der Glöckchenmelodie,
du spürst, wie tief sie klingt in dir
in stiller Harmonie.

Das Glöckchen läutet immer
am Tag und in der Nacht.
Es sagt zu dir: „Ich bin dir nah
und halte für dich Wacht.“

An Heiligabend ruft es
zur Krippe alle Leut’.
„Wir feiern heut das Weihnachtsfest,
auf das sich jeder freut.“

Refrain
Klingeling, klingeling,
kleines Glöckchen, kling.
Trag dein Lied durch diese Nacht,
bis es in den Herzen klingt.

© Elke Bräunling


Und hier hörst du das Glöckchen klingen …

Text: Elke Bräunling   Musik: Balz Burch

Kleines Sternchen

Kleines Sternchen *
Abendlied –

Kleines Sternchen, in der Nacht
hast du Licht zu mir gebracht,
und das strahlt sehr klar und rein
in mein Zimmer hell herein.

Kleines Sternchen, es ist schön,
dich bei mir so oft zu sehn.
Lichterstrahlen tanzen sacht
durch das Dunkel in der Nacht.

Kleines Sternchen, ich find’s nett,
leuchtest du auch auf mein Bett.
Dann schlaf ich bald mit dir ein
und bin nicht mehr so allein.

Refrain:
Danke, liebes kleines Sternchen.
Danke für den Sternenschein.
Danke, liebes kleines Sternchen.
Du sollst uns willkommen sein
jetzt auch in der Weihnachtszeit,
in der Weihnachtszeit.

© Elke Bräunling

Sternchen staunt

Sternchen staunt *
Kleines Laternengedicht/-lied für Kinder –

Ein Sternchen blickt vom Himmelszelt
voll Staunen auf die weite Welt
und sieht, es blinkt dort glimmerschön,
wie es dies so noch nie gesehn.

Ganz viele Pünktchen, hell und zart,
ziehn schimmernd durch die ganze Stadt
und leise hört man den Gesang
wie einen feinen Glockenklang.

Die Lichter im Laternenzug
mit schimmernd hellem Funkenflug
sind’s, die heut leuchten in der Nacht
in wundersamer Zauberpracht.

Das Sternchen huscht hinunter schnell
zur Erde dorthin, wo’s so hell,
und funkelt im Laternenschein
für alle Menschen, groß und klein.

Refrain:
Sternchen, Sternchen!
Schenk uns deinen Sternenglanz!
Sternchen, Sternchen!
Tanz mit uns den Sternentanz!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle!
Leuchte für uns viele Male!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle
viele, viele Male.

© Elke Bräunling

Das kleine Laternenlied

Das kleine Laternenlied*
Laternenlied für Kinder –

Ein kleines Laternenlied
zieht fröhlich um die Welt,
weil es, wie die Laternen auch,
den Kindern sehr gefällt.

Das kleine Laternenlied
schwebt leise durch die Nacht
in Kinderträume tief hinein,
wo es dann singt und lacht.

Das kleine Laternenlied,
kehrt auch bei dir bald ein,
weil es ja alle Kinder liebt,
möcht’ es bei dir auch sein.

Das kleine Laternenlied
singt allen ein „Hallo!“
von Sonne, Sternen und dem Mond.
Das macht uns alle froh.

Refrain:
Laternenlied, Laternenlied.
So zart klingt deine Melodie
Laternenlied, Laternenlied.
So schön ist deine Harmonie.
Laternenlied, Laternenlied.
Du kribbelst manchmal auch
ganz tief in meinem Bauch.
Laternenlied, Laternenlied,
ganz tief in meinem Bauch.

© Elke Bräunling

Geister sind los

Geister sind los *
Halloweengedicht und -lied für Groß und Klein –

Ein seltsam Ding schleicht vor mir durch die Straße.
Es ist kalkweiß und es hat keine Nase.
Die Augen sind leer, die Arme ganz lang.
Bei diesem Gespenst wird mir angst und bang.
Nun öffnet es den Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund
und es fängt laut mit schrillem Klang
gruselig zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!

Ein Knochenkerl klopft frech an unser Fenster.
Er droht und heult: Es ist Zeit der Gespenster.
Es kommen noch mehr, sie grinsen ganz breit.
Die Turmuhr schlägt zwölf. Nun ist es soweit.
Schon öffnet sich ihr Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund.
Sie fangen laut mit schrillem Klang
gruselig zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!

Es kommen weit’re Monster angekrochen.
Mir scheint, sie hab´n den Geisterspuk gerochen.
Schon stehn immer mehr vor unserem Haus.
Ihr Anblick ist wahrlich ein grässlicher Graus.
Ihh, und schon geht auf ihr Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund.
So fang ich an mit grellhellem Klang
so laut wie sie zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!

Refrain:
Geister sind los! Geister sind hier!
Grausige Kerle steh´n vor der Tür!
Geister sind groß! Geister sind schlau!
Bleiche Gestalten, die Lippen grell blau.
Geister sind los! Geister sind hier!
Haut ab, ihr Monster! Spielt nicht mir mir!
Ein Geist ist bloß ein armer Wicht,
und, eins ist klar, mag er nicht:
Das Licht!
Huihuihuia, huihuihuia…
Huihuihuia, huihuihuia…
Huaaaaaaah….

© Elke Bräunling

Das lächelnde Leben


Das lächelnde Leben *
Friedensgedicht für Groß und Klein – Wenn alle mehr lächeln würden –

Stell dir vor, die Menschen tragen
stets ein Lächeln im Gesicht.
Auch an Tagen voller Plagen
zeigen sie den Ärger nicht.

Dieses Lächeln kommt von Herzen
und es leuchtet strahlend hell
wie das Licht von hundert Kerzen
als der Freude höchstem Quell.

Und es wandert leise weiter
in die Welt mit sanftem Hall.
Menschen lächeln froh und heiter,
Liebe, Frieden überall.

Freundlich wäre unser Leben
voller Kraft und Schwung und Mut,
würd’s das Lächeln öfter geben,
hätten wir es richtig gut.

© Elke Bräunling

 

Ein sehr besinnliches Lied hat der liebe Balz Burch zu diesem Gedicht geschrieben. Viel Freude beim Zuhören.

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Ein Herbst-Fratzengeist

Ein Herbst-Fratzengeist *
Halloweengedicht für Kinder –

Nimm eine Rübe und höhle sie aus
und schneide eine Fratze daraus
mit Augen, Nase und
einem grimmigen Mund.
Dies Rübenmonster stelle sodann
ans Fenster und zünd eine Kerze noch an,
wenn’s dämmert draußen.
Das sieht aus zum Grausen.
Nun muss du zum Fenster ‚rauslinsen.
Draußen gibt´s nämlich bald ‚was zu grinsen,
weil die Leute mächtig erschrecken,
wenn sie den Fratzengeist plötzlich entdecken.

© Elke Bräunling

Wenn’s draußen neblig ist und kalt

Wenn’s draußen neblig ist und kalt *
Traumreisegedicht für Kinder –

Wenn ich nicht draußen spielen kann,
hör ich mir ’ne Geschichte an
bei Onkel Hans im Nachbarhaus.
Der kennt sich mit Geschichten aus.

Wir fliegen einmal auf den Mond,
denn der ist gar nicht unbewohnt.
Die Mondolonen leben dort.
Sie lassen uns fast nicht mehr fort.

Ein andermal, da reisen wir
zu Wüstenscheich Ben Dschurimir.
Der lädt zum Wüstenmahl uns ein
zu Löwenspeck und Palmenwein.

Im Urwald finden wir sodann
den letzten Urwaldzaubermann.
Der zaubert für uns -eins, zwei, drei-
ein Urwaldomobil herbei.

Und dieses Ding bringt uns ganz schnell
zu einer Wunderzauberquell,
die jedem einen Wunsch gewährt,
der mutig ist und sich bewährt.

Wir sind voll Mut, drum wünschen wir
uns einen Flug auf ´nem Klavier
mit Melodien um die Welt
überallhin, wo´s uns gefällt.

Wir schweben singend übers Meer
nach Ost und West und kreuz und quer,
und manchmal bleiben wir auch stehn,
denn es gibt ja so viel zu sehn.

Am Nordpol halten wir dann an
und treffen dort Frau Holle dann.
Und die nimmt uns auf ihrem Ritt
durch Schnee und Eis nach Hause mit.

So ist mir das Geschichtenland
dank Onkel Hans schon gut bekannt,
und ich besuch ihn wieder bald,
wenn´s draußen neblig ist und kalt.

© Elke Bräunling

Das Herbstblatt

Das Herbstblatt *
Herbstgedicht für Kinder –

Ich bin ein Blatt.
Die Sonne hat
mich grün erst und dann gelb bemalt
und ich hab hell vor Freud’ gestrahlt.

Der Sommer war
ganz wunderbar.
Mein Leben ist so gut und schön,
doch nun ist’s Zeit, nun muss ich gehn.

Die Kraft fehlt mir
am Ast nun hier.
Ich glaub, ich falle bald vom Baum,
mich noch zu halten schaff’ ich kaum.

Es läuft die Zeit.
Ich bin bereit.
Es wartet, wenn ich unten bin,
für mich ein neuer Lebenssinn.

© Elke Bräunling