So grau der Himmel, so schwer das Licht,
doch euer Strahlen verlöscht heute nicht.
Ihr leuchtet wie Sterne in stiller Nacht,
ein Funkeln, das leicht uns im Herzen macht.
Wir spüren euch in der tiefsten Ruh.
Eure Nähe gibt uns die Kraft dazu.
Ein Flüstern, das trägt, so sanft und so klar
für diesen Tag, der den Seelen so nah.
Geister sind los * Halloweengedicht und -lied für Groß und Klein –
Ein seltsam Ding schleicht vor mir durch die Straße.
Es ist kalkweiß und es hat keine Nase.
Die Augen sind leer, die Arme ganz lang.
Bei diesem Gespenst wird mir angst und bang.
Nun öffnet es den Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund
und es fängt laut mit schrillem Klang
gruselig zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!
Ein Knochenkerl klopft frech an unser Fenster.
Er droht und heult: Es ist Zeit der Gespenster.
Es kommen noch mehr, sie grinsen ganz breit.
Die Turmuhr schlägt zwölf. Nun ist es soweit.
Schon öffnet sich ihr Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund.
Sie fangen laut mit schrillem Klang
gruselig zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!
Es kommen weit’re Monster angekrochen.
Mir scheint, sie hab´n den Geisterspuk gerochen.
Schon stehn immer mehr vor unserem Haus.
Ihr Anblick ist wahrlich ein grässlicher Graus.
Ihh, und schon geht auf ihr Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund.
So fang ich an mit grellhellem Klang
so laut wie sie zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!
Refrain:
Geister sind los! Geister sind hier!
Grausige Kerle steh´n vor der Tür!
Geister sind groß! Geister sind schlau!
Bleiche Gestalten, die Lippen grell blau.
Geister sind los! Geister sind hier!
Haut ab, ihr Monster! Spielt nicht mir mir!
Ein Geist ist bloß ein armer Wicht,
und, eins ist klar, mag er nicht:
Das Licht!
Huihuihuia, huihuihuia…
Huihuihuia, huihuihuia…
Huaaaaaaah….
Balz Burch hat zu diesem Gedicht ein wunderschönes Lied komponiert und eingespielt. Mit diesem Lied hat er sich bei mir vorgestellt, nachdem er das Gedicht hier im Blog entdeckt hatte. Es war ein Glückstag – und seither arbeiten wir zusammen. Danke, Balz!
Ein Herbst-Fratzengeist * Halloweengedicht für Kinder –
Nimm eine Rübe und höhle sie aus
und schneide eine Fratze daraus
mit Augen, Nase und
einem grimmigen Mund.
Dies Rübenmonster stelle sodann
ans Fenster und zünd eine Kerze noch an,
wenn’s dämmert draußen.
Das sieht aus zum Grausen.
Nun muss du zum Fenster ‚rauslinsen.
Draußen gibt´s nämlich bald ‚was zu grinsen,
weil die Leute mächtig erschrecken,
wenn sie den Fratzengeist plötzlich entdecken.
Von Wortfetzen,
verlorenen Reimen,
Fragmenten, Ideen,
und ungeschriebenen
Geschichten
erschlagen
sitzt du vor mir
und weinst,
bevor du all den
unvollendeten Kram
mit einer Handbewegung
zusammenfegst
und im Papierkorb versenkst,
um danach eines
dieser Lieder
zu schreiben,
die von Überfluss handeln,
Wehmut und Verlassenheit.
Bestandsaufnahme Oktober * Gedicht – Herbstgedanken mit einem Augenzwinkern –
Mit großen Schritten eilt das Jahr
so bald schon seinem Ende zu.
Man nimmt die Tage kaum noch wahr,
die Zeit, sie lässt nur wenig Ruh’.
Nun ist Oktober. Abschiedszeit
von Sommerdraußenleichtigkeit.
Die Türen zu, die Öfen glühn,
statt Blumen Schniefnasen, die blühn
und alles ist ganz anders nun.
Und eigentlich wär’s Zeit zum Ruhn.
Die Sonne packt ihr Licht zusammen,
der Herbst zieht ein mit vollem Atem,
bläst Wolken wie Schiffe übers Land
und pustet sich kräftig durch die Welt:
Vögel fliegen in Pfeilformation gen Süden,
Blütenfarben machen sich leise aus dem Staub,
Blätter tanzen wie Federn von den Bäumen,
Nebel schleicht sich leise über die Wiesen,
und Mützen fliegen von den Köpfen der Kinder.
Die lachen, rufen laut: „Pust! Pust!“
Der Sommer winkt aus weiter Ferne,
die Sonne wird bleich und schläfrig.
Der Oktober naht.
Und ganz am Horizont
winkt schon der Winter,
geduldig und still.
Die letzten Sonnenstrahlen
nach kühler Nebelnacht.
Der Abschied hält die großen Hände auf
wie ein Räuber, der nichts übrig lässt.
Die Blüten senken die Köpfe,
ihre Kraft ist verbraucht, die Farben verblasst.
Die Blätter, trocken und angesengt,
trudeln vom Baum, gelb und rot,
und schmücken die Wiese mit bunten Tupfen.
Die letzte Blume faltet ihre Blüten wie zarte Hände,
bereit zum Abschiedstanz.
Sie lässt die Farben still verwehen wie ein Lied,
das dem Sommer ein leises Adieu hinterher ruft.
Blätterherbst * Das klitzekleine Kindergedicht vom Herbstbeginn –
Die Bäume träumen tief den Traum
vom Sommerlicht, sie spüren kaum,
wie sich der Herbst ins Land nun schleicht
und es mit seinem Bunt bestreicht.
Ein Tupfer Rot, ein Schimmer Gold,
ganz zart, als hätt’s der Wind gewollt,
und eines Morgens staunt manch’ Baum.
„Der Herbst ist da! Man glaubt es kaum!“
Die erste Kastanie fällt früh aus dem Baum.
Sie träumte vom Fliegen, doch bleibt es ein Traum.
„Ich weiß nicht“, ruft sie nun, „wie mir geschieht.
Hier lieg ich im Grase, wo keiner mich sieht.“
Sie fühlt sich alleine und es ist ihr bang.
Die anderen hängen am Baume noch lang.
„Was soll nun werden, ich bin ja noch klein.
Ich möchte so gern unter Freunden jetzt sein.“
Da kommt ein Kind und es jubelt ganz laut:
„Was für eine Freude! Kommt alle und schaut!
Die erste Kastanie, heißt es, die bringt Glück,
wenn ich sie mir hole und mich nach ihr bück.“
„Hurra, liebes Kind! Oh, lass mich bei dir sein.
Schon sind wir beide nicht mehr so allein“,
ruft die Kastanie. Dann schmiegt sie sich sacht
in eine Kinderhand, freut sich und lacht.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤