Schlagwort: Sommergedicht

Der Giersch


Der Giersch
Gedicht über Gärtners Lieblingskraut

Nach dem Giersch musst du dich bücken,
seine Blüten darfst du pflücken,
sie zu einem Strauße binden
und ein Schmuckband darum winden.

Diesen Giersch, ’s ist nicht vermessen,
darfst du kochen und dann essen.
Wie Gemüse soll er schmecken.
Viel gibt’s mit ihm zu entdecken.

Er ist heilsam bei manch‘ Leiden,
dieses Kräutlein, das bescheiden
überall gern wachsen würde,
sehr zu Gärtners Last und Bürde.

Denn, so sagt man unumwunden,
dieser Giersch, er kostet Stunden,
Jahre oft, wenn du ihn jätest
und um sein Verschwinden bätest.

Giersch, er ist des Gärtners Fluche
und vergebens sind Versuche
dieses Kraut sanft zu vertreiben,
denn er liebt dich und wird bleiben.

© Elke Bräunling

Ein Märchen zum Giersch findest du hier:
Der Giersch und die Gartenblumen

illustration und Gedicht: Giersch, Kraut und Blüte

Sommer im Wald


Sommer im Wald 
Sommergedicht

Sommer im Wald!
Das ist Beeren pflücken,
nach Blumen sich bücken
und staunen, genießen,
und lümmeln auf Wiesen.
Die Waldwelt neu finden
und Laubkränze binden,
die Stille bestaunen,
das Flüstern und Raunen
der Geister, der vielen,
die kichern und spielen
und Späße aushecken,
um dich zu erschrecken.
Die Elfen besuchen,
im Schatten der Buchen
mit ihnen träumen
und ruhn unter Bäumen
und noch andere Sachen
kannst im Wald du entdecken …
und machen.

© Elke Bräunling

Illustration und Gedicht - Waldidyll, Bäume, Gräser

Salat für die kleine Schnecke

Illustration und Gedicht - Gärtnerin, Salatbeeg, schnecke

Salat für die kleine Schnecke *
Sommerliches Schneckengedicht für Kinder –

Eine kleine dicke Schnecke
kriecht behäbig um die Ecke.
Sie ist hungrig und sie hat
Appetit auf viel Salat.

Das ist ihre Lieblingsspeise,
und drum geht sie auf die Reise
zum Salatbeet von Frau Klein,
denn dort duftet’s köstlich fein.

Noch zwölf Meter muss sie kriechen,
den Salat kann sie schon riechen,
doch da steht Frau Klein vor ihr
und sagt: „Hallo, Schneckentier!

Warum kommst du hier gekrochen.
Hast du den Salat gerochen
und bist zu Besuch bei mir?
Ein paar Blättchen pflück ich dir.“

Das Schnecklein strahlt, bedankt sich leis.
Es freut sich, weil es jetzt nun weiß:
Man kann satt und glücklich sein
hier im Garten von Frau Klein.

© Elke Bräunling

 

Hier kannst du dir das Lied von der kleine Schnecke im Salatbeet anhören. Der liebe Balz Burch hat dazu eine wunderschöne kleine Schneckenmusik komponiert.

(Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)

Das ewige Sehnen


Das ewige Sehnen *
Gedicht zum Sommerende –

Der Sommer schleicht sich leise fort.
Er streicht den Abschiedsschmerz
aus seiner Zeit, stumm, ohne Wort.
Ich winke. Traurig weint mein Herz.

Er nimmt all die Gedanken mit
an Sonnenseligkeit
und schreitet fort mit schnellem Schritt,
lässt uns zurück in unsrer Zeit.

Ihm folgt das Licht. Die Sonne zieht
die Schatten endlos lang.
Es scheint, als ob sie zögernd flieht
in einem steten Drang.

Es ist ein Abschied nur auf Zeit.
Im Herzen bleibt er da,
versteckt im warmen Sehnsuchtskleid,
und ist uns immer nah.

© Elke Bräunling

 

Dieses schöne, sehnsuchtsvolle Lied hat Balz Burch geschrieben.

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Sommerregen in den Bergen

Sommerregen in den Bergen *
Kindergedicht

Sommerregen. Leise gurgeln
kleine Bäche flink zum Tal
durch die Wiesen, über Wege
weiter abwärts, sanft und rege,
hörst du ihr beständig’ Murmeln.
Lausche ihnen einfach mal,
wie sie über Steine springen,
es klingt wie ein leises Singen,
so, als hätten sie viel Spaß.
Später träumen sie: „Schön war`s!“

© Elke Bräunling

Zeit mit mir

Zeit mit mir *

Blauweißer Himmel im Sonntagsgewand,
blütenumduftet das Sommerland,
sitz ich im Scheine des flirrenden Lichts
und atme, genieße und tue sonst nichts.
Mit den Gedanken gelassen im Sein
lass ich mich gern auf mich selber heut ein.
Ich koste die Zeit nur mit mir lustvoll aus
und fühle mich angekommen, zuhaus.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 16. Juni – blütenumduftet

Im Wald zur Abendstunde

Im Wald zur Abendstunde *
Kindergedicht

Es wird Abend, der Wald geht zur Ruh,
doch lausche und schaue ihm dabei mal zu.
Die Bewohner des Waldes sind lange noch wach
und treffen sich gerne zum Nachtgruß am Bach.
Dort tanzen und singen sie Lieder zur Nacht,
erzählen vom Tage, ein Elfenkind lacht,
und hörst du das Kichern vom murmelnden Bach?
Es klingt wie Musik einer Harfe, ganz schwach.
Die Luft steht kurz still, alle lauschen gebannt.
Es ist wie im Märchen. Hör zu, sei gespannt.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 9. Juni – Bachgemurmel