Autor: Elke

Im kreativen Prozess

Gedicht …….*

 

Im kreativen Prozess

Worte, die fließen,
die hoffen und sprießen,
den Blümchen auf
Feldern und Wiesen
sehr gleich.
Gedanken, die gleiten
zu allen Seiten
den Wolken und Wellen
im Spiegel der Seen
so reich.

Fallen in Sphären,
die wir gebären
im Zug der Gedanken
so ganz ohne Schranken
gestreut.
Schaffen ist Fließen
und wohl zu genießen
im Glücksrausch der Seele
ganz aus tiefster Kehle
gefreut.

© Elke Bräunling

Wenn man daneben steht

Gedicht …….*

 

Wenn man daneben steht
Gedicht gegen den Krieg

Ich hör sie draußen diskutieren,
als ginge es ums letzte Brot,
mal laut, mal leise und auch hitzig,
als sei grad alles aus dem Lot.
Und viele schreien laut nach Krieg,
weil es nur so noch weiter geht.
Man kann darüber nur noch staunen,
wenn man wie ich daneben steht.

Ich lese Zeitung, suche Worte,
die wahrheitstreu und nichts verdrehn,
und kann die Lügen und das Schweigen
zu vielen Themen nicht verstehn.
Der Krieg wird’s richten, heißt es da,
weil ohne ihn wohl nichts mehr geht.
Wie sollte man dem widersprechen,
wenn man wie ich daneben steht.

Sie wollen neue Panzer bauen
und noch mehr teures Kriegsgerät.
Auch brauchen sie jetzt mehr Soldaten.
Die Saat zum Kriege wird gesät.
Wir Menschen werden nicht gefragt,
und bald ist es für uns zu spät.
Wie hilflos kann man sich nur fühlen,
wenn man wie ich daneben steht.

Ich sehe Leute, die begreifen,
dass alles aus dem Ruder läuft
und dass sich Nachricht neben Nachricht
in ungesundem Maße häuft.
Und immer wieder geht’s um Krieg.
Man fragt, woher der Wind da weht?
Wie sollte man es auch verstehen,
wenn man wie ich daneben steht.

© Elke Bräunling

Das Veilchen einst

Gedicht …….*

 

Das Veilchen einst
Frühlingsgedicht

Das Veilchen, das du einst gepflückt,
hat mich im Herzen tief beglückt
als Zeichen für die neue Zeit
im Frühling wir zu zweit.
Es hält dich in Erinnerung
getrocknet und gepresst
seit ach so vielen Jahren schon
ganz innig in mir fest
als ein Symbol für das, was war…
und wieder bist du mir ganz nah.

© Elke Bräunling


Da bist du ja wieder!

Gedicht …….*

 

Da bist du ja wieder!
Frühlingsgedicht/Frühlingsanfang

Hinter den Bergen steigst du empor,
tröstest wintermüde Leiber,
streichelst verzagte Seelen
und wärmst mit deinem Schein
Herzen, die kalt geworden
im Strudel der Zeit.
Allein es bräuchte zwei Sonnen und mehr,
um zu genesen.
Du kannst heilen, Sonne, und helfen,
es wieder gut zu machen.
Ein bisschen.

© Elke Bräunling

Arttäglich?

ART-täglich? Ein gewöhnungsbedürftiger Blogname?
Mag sein. LEBEN IST KUNST.
Wir sind uns nicht bewusst, wie viele kleine und große, alltägliche und großartige, nichtige und wichtige Kunstwerke wir täglich schaffen bzw. wir täglich einfach nur SIND.
Jeder Mensch. Jedes Tier. Jede Pflanze. Jede Wolke am Himmel. Jeder Trash in der Tonne. Jedes Gericht auf dem Teller. Jede Falte im Gesicht. Jeder Gedanke, jede Idee, jede Lebenshaltung, jedes Augenzwinkern, jedes Lächeln … Alles …
So viel Kunst.
Alles, was wir tun, schaffen, lieben, was wir sind – alles das ist „unsere“ ureigene Kunst. Die Kunst des Lebens.
Die Kunst des Alltags. Die Kunst der schönen, der durchschnittlichen, der hässlichen Momente.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich.

Wie wäre es mit … einem Neuanfang?

Tagebuch ……*

10 Jahre später!

Das Blog existiert noch, verborgen, auf privat gestellt.
Heute habe ich es mir nach zehn Jahren noch einmal durchgesehen und staunte und freute mich, viel Vergessengeglaubtes wiedergefunden zu haben.
Was für eine schöne klitzekleine Kunst in Wort, Bild und Ton!
Und armes, kleines, vernachlässigtes Blog.

Eine Träne tropft auf die Tastatur.
So viel ist passiert in der Zwischenzeit, aber die Kunst, die hat überlebt. Im Kopf, in den Fingern, in den Ohren, Augen, im Herzen.
Soll ich sie hier wieder zu Wort kommen lassen?
Was meinst du, kleines Blog?

Gib mir ein Zeichen! 😘

Ein Blick auf die Uhr: 23.23 Uhr
Querzahl 10
10 für zehn Jahre.
Na, da ist es doch, das Zeichen!
Weitermachen, bedeutet es. Einfach weitermachen.
Ja, was auch sonst?

 

Brainstorming

Themen liegen auf der Straße, sagt man.
Deshalb trage ich immer ein Körbchen mit mir oder eine Tüte und sammle sie auf, um sie später in kleine Häufchen zu sortieren:
Nette Themen – traurige Themen – Sensationsthemen – lustige Themen – Tratsch.
Sie sind unterschiedlich hoch, die Themenberge.
Der höchste ist der Tratschberg.

Er brennt hell, wenn ich ihn abends in den Kamin werfe.

Sommergold

Dein Blick fällt auf den Kalender an der Wand. Ein  helles Sommerbild lacht dir entgegen.
Du siehst eine sanft wellige Landschaft mit Feldern und kleinen Waldstücken.
Wie auf einem Schachbrett sitzend siehst du hier den Sommer überall auf dem Bild.
Du schließt die Augen und träumst dich in dieses Sommerbild hinein – und schon stehst du auf einem Feldweg inmitten der von der Sonne vanillegelb bemalten Kornfelder.
Du breitest die Arme aus zum Sonnengruß und lächelst der Sonne zu.
Die Sonne, begleitet von einem sanften Sommerwind, antwortet dir mit einem freundlich warmen Streicheln.
Es ist, als küsste sie deine Stirn, dein Gesicht, deinen Körper, deine Arme und deine Beine.
Sanft. Zart. Warm.
Und sanft, zart, warm schlenderst du langsam den Weg entlang der Kornfelder auf die Bäume am Ende der Felder zu.
Ganz langsam und gemütlich gehst du und genießt die herrliche warme, bunte Sommerwelt rings um dich herum.
Auf deinem Weg bleibst du immer wieder stehen, verweilst, schaust zu, wie der Wind über die Felder streicht.
aus: Ein Sommerspaziergang

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=UycTKG5GCzE&w=350&h=263]

Zauberzeit

…“Schön“, sagte die kleine Elfe verträumt. „und nun will ich sie kennen lernen, diese Zauberfee.“
„Es soll sie nicht geben, hat der Junge gesagt“, murmelte der Wichtel. „Aber vielleicht sind wir beide ja auch noch zu klein, um diesen ‚Altweibersommer‘ zu verstehen.“
Die Elfe nickte. „‚Man muss nicht alles begreifen müssen‘, hat der Elfenkönig gesagt. „Und das ist gut so.“
Sie fasste ihren Wichtelfreund bei der Hand und langsam liefen sie zum Teich hinunter. Vielleicht würden sie sie ja dort doch treffen, jene geheimnisvolle Zauberfee.

aus der Geschichte „Die kleine Elfe und der Waldwichtel entdecken den Altweibersommer“

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=UycTKG5GCzE?rel=0&w=420&h=315]
Altweibersommerimpressionen mit Musik zu Bildern von © Andrea Oberdorfer