Schlagwort: Gedicht Gefühle

Vergiss das Danken bitte nicht

Vergiss das Danken bitte nicht *
Gedicht Dankbarkeit –

Vergiss das Danken bitte nicht.
Es ist wie Zucker im Kaffee,
und es zu sagen tut nicht weh.

Vergiss das Danken bitte nicht.
Es ist viel mehr als Höflichkeit
und öffnet Türen, Herzen weit.

Vergiss das Danken bitte nicht,
denn mit Beachtung und Respekt
und Freundlichkeit lebt’s sich perfekt.

Vergiss das Danken bitte nicht,
und möchtest du ein Lächeln sehn,
sag’s einfach öfter. Bitteschön!

© Elke Bräunling

Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin


Illustration Frau sitzt am Fenster und blickt in den Himmel zu den Sternen hinauf

Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin
Gedicht Gefühle

Ich mag nichts sehn und hörn und riechen.
Nicht heut. Ich fühle mich allein.
Am liebsten möcht ich mich verkriechen
und nur mit mir zusammen sein.

Ich lausche meiner Herzensstimme,
die mir so viel von uns erzählt.
Ein Echolot für meine Sinne,
das sucht, was mir gerade fehlt.

Wärst du jetzt da, würdest du lachen,
ein Grübchen tanzt’ in deinem Kinn.
Wir flögen auf dem Sternendrachen
zu unsren Galaxien hin.

Doch unsre Zeiten sind begraben.
Für Träumereien fehlt der Sinn.
Mein Leben malt nun andre Farben.
Glaub bloß nicht, dass ich traurig bin.

© Elke Bräunling

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Balz Burch hat dieses Gedicht für euch vertont
❤️

(Text: Elke Bräunling Musik: Balz Burch)

Selbsthilfeseufzer

Selbsthilfeseufzer *
Gedicht Gefühle –

Ich atme aus, ich atme ein
ganz tief in meinen Bauch hinein.
Ich bin ganz ruhig, sage ich mir,
und still im Innern jetzt und hier.

Nichts lasse ich an mich heran,
weil ich es nicht ertragen kann,
wie grad so mancher krude Geist
mein Weltbild in die Tonne schmeißt.

Ich atme ein, ich atme aus,
und zwickt mich doch mal eine Laus,
dann seufze ich, so laut ich kann …
und alles fängt von vorne an.

© Elke Bräunling

Abgesang

Abgesang *
Gedicht zum Ende des Winters – 

Der Winter klebt wie Kaugummi
mir zäh auf dem Gemüt.
Die Kälte schlägt mir ins Gesicht,
mein Körper bebt und glüht.
So quäl’ ich mich durch diese Zeit
und hoffe, dass er bald
das Weite sucht, ich bin’s so leid
und mir ist’s nur noch kalt. …
Was mich daran am meisten stört?
Dass er mein Jammern nicht erhört.

© Elke Bräunling

Flecke auf der Seele

Flecke auf der Seele *
Gedicht zu den Attentaten –

Ich solle nicht schwermütig werden,
wenn mich der Tod eines andern berührt.
Es gehe stets weiter, dies Leben auf Erden.
Wen kümmert es, was ich gerade gespürt?

Auch soll ich Gefühle nicht zeigen,
sagst du und wischst meine Worte schnell weg.
Nicht denken, nicht reden, bequemer ist schweigen.
Und wieder wächst auf meiner Seele ein Fleck.

Er ist schon ganz dunkel geworden,
der Ort, der das Licht meiner Seele bewahrt,
verstopft mit Gefühlen, verlorenen Worten,
die die Gleichgültigkeit achtlos mit Füßen trat.

© Elke Bräunling

Wandertag

Wandertag *

Der Weg ist steil und er ist weit
und kostet mich viel Kraft und Zeit
bergauf bergab durch Berg und Tal,
für Sofamenschen eine Qual.
Und wie ein Dampfross pruste ich
den Wanderfreunden hinterher.
Ich fühle mich sehr jämmerlich
und fehl am Platze immer mehr.
Beim nächsten Male, fällt mir ein,
sag ich zu Wandertagen „Nein!“

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 21. Juni – Dampfross