Schweigen und Ruhen und Erholen muss nicht unbedingt heißen, dass man sich gut dabei fühlt.
Schweigen und Ruhen und Erholen sind nichts für Kreativameisen in Kopf und Bauch.
Schweigen und Ruhen und Erholen sind ergo definitiv nichts für mich.
Schweigen und Ruhen und Erholen werden ab sofort wie Pusteblumenflieger in die Welt hinaus geschickt, weit weg von mir.
Wer möchte sie haben, diese Flieger?
Sie entfleuchen gerade, zaghaft noch, meiner Klausur …
…Als der Zug endlich über die Lagune fuhr, verspürte ich so etwas wie Faszination. Ich trat ans Fenster, blickte auf das Wasser, das unter der Nachmittagssonne geheimnisvoll funkelte, starrte auf die Dächer und goldenen Kuppeln der Stadt, die sich langsam aus dem Dunst schälten. Ein magisch betörendes Bild, das Venedig mir zur Begrüßung bot. Mein Herz klopfte eigentümlich, während das Bootstaxi später durch den Canale Grande tuckerte. Um mich abzulenken, sah ich mir die bröckelnden Fassaden in blassen Rot-, Blau-, Gelb- und Weißtönen und die filigran verzierten Balkone der an mir vorbei gleitenden Palazzi an, lugte in kleine, versteckte Kanäle, die sich, von Bogenbrücken überspannt, in geheimnisvollem Dunkel verloren. Und überall, auf den Gassen und Brücken, entlang der Kanäle und in den Booten, sah ich sie, Gespenstern gleich: die Masken des Carnevale. Es waren unheimlich anmutende weiße Masken, deren Träger in tiefes Schwarz gehüllt waren, historische, graziöse, dämonische, bunte, lustige Gestalten und immer wieder die Figuren der Comedia dell Arte, der Alecchino, die Colombina und die Pulcinella. Einige standen da wie Denkmäler, andere liefen in buntem Treiben umher, gafften, rempelten, schrieen, lachten … Es herrschte eine so mystische Atmosphäre, dass ich selbst nicht mehr wusste, ob es sich bei jenen Wesen um verkleidete Menschen handelte oder um Gespenster. Fast war ich mir sicher, dass ich einige von Venedigs echten Gespenstern für wirkliche Menschen hielt. Gespenster, die mir zunickten und deren Gruß ich erwiderte.
Ein Gruß aus dem Bürokratismus-Dschungel mit der Aussicht auf baldiges Normalleben und -bloggen. Auf bald und Danke (Ihr wissst schon?) und lieber Gruß Elke
Also ich weiß nicht, wie es Euch im Januar ergeht. Mein Januar ist alle Jahre wieder ein Monat des Formular-Kruschts und Zahlensammelns (schreibt man das zusammen?) und Suchens nach Belegen und Wühlen nach Daten. Und jedes Jahr im Januar nehme ich mir vor, es nienienie mehr so weit kommen zu lassen und all das, was sich wöchentlich an „Kruscht“ ansammelt, auch wöchentlich zu ordnen und zu verwalten. Allein es bleibt immer bei diesem Vorsatz und so wird der Januar immer wieder zum krampfigen Monat. Ich hasse diesen unnötigen Kruscht. Er stiehlt so viel kostbare Zeit.
Er stiehlt mir auch die Zeit zum Bloggen und daher findet „arttäglich“ derzeit so gar nicht „täglich“ statt.
Aber im nächsten Jahr wird alles anders.
Fragt mich mal nächsten Januar danach.
*kruscht*
Nicht nur eine Rückfrage/Nachfrage erreichte mich wegen meines gestrigen Eintrags mit der Überschrift E.n.d.e Nein, dieses Blog möchte ich nicht beenden. Ich liebe es (ein bisschen). Das Schundheftchenschreiben allerdings, dem würde ich liebend gerne bald ein Ende setzen, um frei zu sein für andere, wichtigere, interessantere, schönere Projekte. Ein Wunsch für dieses Jahr. Möge er sich erfüllen. Daumen drücken, bitte. Danke. :-)))
Auszug „Ende vom Ende“:
„… Mit einem Augenzwinkern legte Fürst Nikolaus den Arm um Sophies Schultern. „Und? Bist du mit dem Ergebnis deiner Suche zufrieden, Tochter?“ „Und wie!“ Sophie nickte und lachte die beiden Männer, die sie schon ein Leben lang zu kennen glaubte, glücklich an. „Und du, Patrick? Wenn ich eure Blicke richtig deute, hast auch du sicher nichts dagegen einzuwenden, mit Sophie und mir auf Schloss W. zu leben“, stellte Fürst Nikolaus schmunzelnd fest. „Und nun gebt euch schon einen Kuß, ihr beiden, und tut nicht so, als wüßte ich nicht, wie sehr ihr euch danach sehnt.“
Frei-Schreib-Zeiten. An einem Thema aus einer längst vergangenen Zeit geklebt. Hineingebissen. Verbissen. Leicht verzweifelt und mutlos, weil der entscheidende Kick unauffindbar war, den Tag beendet. Entschlossen, das Thema ad acta zu legen. Vergrabenes lässt sich zuweilen eben einfach nicht mehr ausgraben, auch nicht mit der Akribie eines Archäologen. Leicht missmutig ob dieser Tatsache zu Bett gegangen. Geträumt. Einen mir unbekannten Namen geträumt. Eine Stimme, die mir zuraunte: Such das Buch! Aufgewacht und zu nachtschlafender Zeit die Suchmaschine im Rechner betreten. Fundstück: Der geträumte Name. Autor eines Buch zu meinem vergrabenen Thema. Lächelnd wieder zu Bett gegangen und heute morgen ungläubig den Kopf geschüttelt. Nein, es war kein Traum. Er ist noch da, der Name und der Buchtitel. Surreal das Ganze, unheimlich fast – und nicht das erste Mal …
Wenn ich überhaupt einen Vorsatz für dieses neue Jahr habe, dann diesen:
Ich möchte noch mehr in jeder Minute des Tages, das Gute und Positive sehen. Es gibt nur sehr wenige Augenblicke, die so schwarz und grau sind, dass sich selbst das leiseste Glück verabschiedet hat. Nur wenige. Es sind die Momente, in denen man Verluste begreifen und verkraften muss. Doch selbst da habe ich die Erfahrung gemacht, dass es auch da jene kleinen leisen Momentchen gibt, die gut tun. Im Rückblick betrachtet. Das mag nun verquer und kryptisch klingen, aber ehrlich, auf eine andere Weise vermag ich es heute nicht zu beschreiben.
Glücksmomente sammeln, Glückssternchen auffangen, ja, das habe ich mir vorgenommen.
Heute gab es viele davon. Ein ganz zauberhaftes Glückssternchen war der Winterfrühling, der mir heute begegnet ist. Lächelnd und pfeifend durchstreifte er den Wald. Er tauchte die Luft in eine milde Würze und zauberte viele kleine Lieder in die Kehlen der Waldvögel, die es ihm mit einem wunderschönen Winterfrühlingskonzert dankten. Und ich dankte ihm auch und lauschte der Musik. Soooo sehr wohl fühlte ich mich in dieser milden Frühlingsluft, dass ich am liebsten die Zeit angehalten hätte. Den Winter, mit Verlaub, habe ich überhaupt nicht vermisst. Danke für diesen Glücksstern!
Glück wünsche ich auch Euch. Glück und Gesundheit und Friede und Freude und gute Gedanken und ein stressfreies, tolles neues Jahr!
Auch in Dingen, die nichts oder ganz wenig kosten, zeigt sich in unserer Gesellschaft (zumindest in der Gesellschaft, in der ich mich bewege) eine neue Art von Geiz: Der Geiz, Lob und Anerkennung auszusprechen. Eine Angewohnheit, die ich nicht verstehe und auch nicht verstehen möchte. Was ist daran schlimm oder zeitaufwändig oder “teuer”, anderen ein “Toll” oder “Gut gemacht” oder “Gefällt mir” oder ein schlichtes “Danke” zu gönnen? Im Gegensatz dazu ist man sehr sehr freigiebig damit, andere anzuraunzen, zu kritisieren, zu beschimpfen oder schlicht anzumachen. Oft wegen Kleinigkeiten nur. Dingen, die man mit ein paar klärenden Worten und einem Lächeln ge- und erklärt hätte. Warum ist das so? Mein Wunsch fürs neue Jahr: Zeigt anderen Eure Freude, Eure Anerkennung, Eure Würdigung des Tuns Eurer Mitmenschen. Es ist so einfach: Ein Lächeln nur, ein paar Worte – und der Tag wird damit ein kleines Stück heller Bitte. Danke. 😉 Und ein gutes, fröhliches NEUES JAHR Euch!
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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