Kategorie: Allgemein
Glück
Aber aufgepasst: Das Glück glückt nicht jedem 😉
Das Glücks-Ei
Ein besonderes Osterei wollte das kleine braune Ei sein.
„Ich bin ein Glücks-Ei“, verkündete es, als es mit seinen Kollegen auf den Eiermaler wartete. „Sehr glücklich werde ich sein und jedem, der mich sieht, bringe ich Glück.“
Die anderen Eier lachten. „Träumer!“, sagten sie. „Das einzige Glück, das wir bringen werden, ist ein sattes Gefühl im Magen der Menschen, die uns im Osternest finden und aufessen. Nichts weiter.“
„Aufessen?“ Das Ei, das ein Glücks-Ei sein wollte, erschrak. „Ich will nicht in einem hungrigen Bauch landen. Das passt nicht zu einem glücklichen Glücks-Ei“, rief es, wobei es sich eigentlich unter ‚Glück‘ wenig vorstellen konnte. Es hatte davon gehört, vorhin im Stall. „Ich wünsche dir viel Glück“, hatte ein Mann zu einer Frau gesagt und die hatte dann lieb gelächelt.
Sehr hatte dieses Lächeln dem braunen Ei gefallen und es wünschte sich, auch viel von diesem ‚Glück‘ zu haben.
Es sah die anderen Eier an. „Ich werde es finden, das Glück.“
Wieder lachten die anderen Eier. Sie lachten noch, als sie in die Farbentöpfe gelegt wurden. Und weil sie so sehr lachten, zitterten und bebten ihre Körper und die Ostereierfarbe fand nur ungleichmäßig einen Halt auf ihren Schalen. Nur das kleine braune Ei, das nach dem Färben ein kleines rotes Ei geworden war, hielt still. Als einziges makellos rotes Ei lag es später im Eierkorb.
„Ich bin eben ein Glücks-Ei „, sagte es stolz und blickte auf seine Kollegen mit den schmierig verschwommenen Farben. „Und ich bin glücklich. Hört ihr?“
In diesem Augenblick griff eine Menschenhand in den Eierkorb. Sie nahm das kleine rote Ei, das ein Glücks-Ei sein wollte.
„Dieses Ei ist perfekt“, tönte eine Stimme. „Wir nehmen es mit zum Eierweitwurf-Wettkampf auf der Osterwiese. Die anderen Eier kommen in die Osternester im Garten.“
Eierweitwurf? Irgendwie blickte das kleine rote Ei nun gar nicht mehr glücklich drein und aus dem Eierkorb drangen seltsame Geräusche. Fast wie ein Kichern klang es. Doch ehrlich, hast du schon einmal ein kicherndes Ei gesehen?
Wenn Geschichten wahr werden
„Wenn Geschichten wahr werden“, auch ein Thema und wenn ich nun so nachdenke, würde es mehrere Bücher mit Geschichten füllen. Kennt Ihr das?
Der Streit der FrühlingsmonateJahrelang stritten März, April und Mai miteinander.
„Ist doch klar“, tönte der Mai, „der Schönste von uns bin ich, und deshalb mögen mich Menschen, Tiere und Pflanzen am liebsten leiden.“ Und er schwafelte großspurig von der Farbenpracht, die sein Maienkleid dem Land schenkte.
„Elender Angeber“, schimpfte der März. „Du solltest sehen, wie sich die Kinder über meine ersten warmen Sonnenstrahlen freuen. Ha, und deshalb mögen sie mich am liebsten leiden.“
Dem April aber fehlten wie immer vor Wut über diese überheblichen Kerle die Worte, und er beschloss, sie auch in diesem Jahr für ein paar Tage mit eisschneeregenkaltem Aprilwetter zu ärgern.
„Eingebildete Kerle!“, brummte er.
„Sei bloß still, du Nichtsnutz!“, keifte der Mai zurück. „Du hast doch nichts als Blödsinn im Sinn. Wie oft hast du es mir mit deinem verrückten Wetter schwer gemacht!“
„Ja“, heulte der März auf. „Und wie viele meiner wenigen Sonnentage hast du mir verhagelt. Wen wundert´s, dass dich keiner leiden mag?“
„Ich, der April, mache immer all das, was ich will“, grinste der April. „Es gefällt den Leuten.“
„Tunichtgut“, keifte der Mai.
„Blödmann“, zeterte der März.
„Lackaffen“, spottete der April.
So stritten sie Jahr für Jahr aufs Neue. Die Leidtragenden aber waren die Menschen, Tiere und Pflanzen, wussten sie doch nie, woran sie waren in den Frühlingsmonaten. Auch den anderen Jahreszeiten ging die ewige Streiterei auf den Keks.
„Ich halte das Gekeife nicht mehr aus“, stöhnte der Sommer.
„Immer wieder reißen mich diese Frühlingskerle aus meinem Winterschlaf“, polterte der Winter. „ So kann es nicht weitergehen.“
Und die beiden beschlossen, dem Frühling, der es einfach nicht schaffte, seine Monate im Zaum zu halten, eine Lehre zu erteilen.
So kam es, dass im nächsten Jahr der Winter dem Frühling einfach keinen Platz machte. Mit eisiger Macht herrschte er bis weit in den April hinein.
Wie heulte da der Frühling!
„Verschwinde, Winter!“, klagte er in einem fort, doch der Winter ließ sich nicht beirren.
„Du fällst dieses Jahr aus und basta!“, knurrte er eiseskalt und wartete, bis der Sommer ihn mit Hitze, Schwüle, Blitz und Donner ablöste.
Dass in jenem Jahr der Frühling ausfiel, hatten die Menschen, Tiere und Pflanzen bald vergessen. Den Frühlingsmonaten aber saß der Schreck noch lange in den Gliedern, und sie nahmen sich vor, nie wieder zu streiten. Das klappt auch ganz gut. Nur manchmal müssen Winter und Sommer mit einigen Kälte- oder Hitzetagen eingreifen, dann nämlich, wenn sich März, April und Mai wieder einmal wegen einer dummen Kleinigkeit in den Haaren liegen.© Elke Bräunling
Holt Farben her!
Farben!
Holt Farben her!
Groß und bunt und grell und hell
in Extra-Large.
Die Fenster hängt zu
mit quietschbunten Tüchern,
im Ausschluss
der mobbende Mob.
Dem Grübeln, dem grauen,
ein Stopp!
Auf dem Reader die aktuelle Lektüre, Bis einer weint! – 20 böse Ratschläge für gute Menschen, ein Null-Cent-Aktions-Schnäppchen, dessen Lektüre betroffen macht, ängstigt … und trotzdem liest man weiter … bis zum bitteren Ende mit zustimmend nickendem Haupte.
Farben!
Holt Farben her.
Schnell!
Frau Dünnhaut und Frau Blaublut
Sehen Sie sie? Da! Die beiden Damen. Am Fenster. Die Arme am Fensterbrett auf weiche Kissen aufgelegt, die Schultern von wärmenden Schaltüchern, selbstgehäkelt, umhüllt stehen sie und beobachten das bunte Treiben auf der Straße.
Viel ist los in jenen kalten Frühlingstagen. Vieles, worüber man reden, sich aufregen, sich echauffieren, sich einmischen könnte.
Die beiden Damen aber schweigen.
Sie schweigen lange.
“Ich mag sie nicht, diese kollektive Hatz!”, sagt Frau Dünnhaut schließlich leise.
“Jenes kollektive Schweigen, ist es besser?”, entgegnet Frau Blaublut, im Flüsterton fast.
“Beides hat seine Berechtigkeit.”
“Und jedes Ding seine zwei Seiten.”
Die Damen sehen sich an, betreten, aufgewühlt, ein bisschen durcheinander.
“Mir ist kalt”, murmelt Frau Blaublut schließlich, noch leiser. “Die Luft, sie ist so eisig.
“Dir ist immer kalt, meine Beste”, brummt Frau Dünnhaut. “Nomen est omen.”
Frau Blaublut nickt. Sie schweigt. Dabei hätte sie so vieles zu sagen.
Frühlingsfarbentraum
im Aprilwettertheater.
Buch und Spruch
Neu: Das Buch – Alt: Der Spruch
Falsch. Mein Spruch für den heutigen St. Patricks Day mag zwar alt sein, hat in seinem Inhalt aber nichts an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil, wie ich meine.
Welcher Spruch?
Dieser Spruch: Mögest du ein gutes Gedächtnis haben, wenn du an gute Menschen denkst, aber ein kurzes, wenn du an schlechte denkst! (Irischer Segensspruch)
Und welches Buch?
Dieses hier:
WIEDER DA in überarbeiteter Neuauflage
Auf der Osterwiese: Ein Osterferienabenteuer
Information
Ach ja, auch mein hier vorgestelltes Frühlings-Ebook ist nun als Holzbuch, pardon als Buch aus Papier und Druckerfarbe, erhältlich und ich freue mich sehr sehr sehr darüber.
Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Frühling: Frühlingsgeschichten 🙂
Eigentlich wollte ich dem Buch diesen Cover-Entwurf mit den „Geistern“ verpassen, doch meine Ratgeber voteten – leider – dagegen. Schade, es hätte so schön gepasst … 😉
Schreibtischblickbesuch
An manchen Tagen scheint die Sonne ein bisschen heller.
Heute zum Beispiel.
Dies hier -nur mal so- zur Erinnerung, zum Innehalten.
Ruhig ist’s hier geworden in den letzten Wochen. Die Arbeit hält mich zu sehr im Griff, klammernd, fordernd, an den Schreibtisch verdammt (oder verbannt?). Ich schreibe etwas schneller, um Zeit zu haben, wenn’s draußen wieder wärmer wird.
Besuch hatte ich dennoch, vorhin. Ein Schreibtischblickbesuch.
Was für eine Freude (und was für ein leises Bedauern ob der winterschmutzigen Fenster, die die Bilder leider etwas unscharf werden lassen …)
Autorenfreuden.Tag
Nach lästigen Pflichtpapierkramseleien, Telefon, Mailbox und Twitter ignorierend hinter Büchern, Computer und Fluten von Notizzetteln vergraben, in fremde Welten zu schlummernden Helden abgetaucht und mit SpassSchreiberei die Stille des Tages gefeiert und mehr gearbeitet als gedacht. Völlig unbewusst und leicht von der Hand.
Es sind diese Momente im Autorendasein, die die schönsten und erfülltesten sind. Inzwischen hat der Winter dem Frühling Platz gemacht, ‚Winterlüfte wichen dem Wonnemond‘ (so singt Siegmund in der Walküre), am Abend noch einmal rrrraus an die frische frühlingsduftige Luft und Nachtnatur umarmt, später dann Nase in Rotweinglas getunkt und den Abschied vom Tag mit Bär auf Schoß mit ipadgetippsel kuschelgemuetlich zelebriert. Nett war’s – ein Autorenfreutag, der immer so sein könnte.
Morgen wieder, bitte. Oder ähnlich. Danke.
Mal ‚was Neues
Mal ‚was Neues aus der Bastelstube.
Ein Ebook mit einer Sammlung meiner schönsten Frühlingsgeschichten, auf vielfachen Wunsch zusammengestellt.
Ebook!
Wer liest schon Ebooks?
Ich, ehrlich gesagt. Meinen ersten eReader bekam ich vor 4 Jahren zum Geburtstag geschenkt und seither bin ich ein Ebook-Junkie. Was nicht heißt, dass ich nicht liebend gerne meine Nase in „richtige“ Bücher (die Szene der Ebook-Fans nennt sie neuerdings ‚Holzbücher‘) stecke. Seit meinen Bullerbü-Zeiten tue ich das, denn in Bullerbü habe ich damals „gelernt“, dass Bücher einen magischen Duft haben. Stimmt.
Und so überlege ich nun, aus diesem Frühlings-Ebook auch ein richtiges Papier-, pardon, Holzbuch zu basteln.
Hmm!
Ich grüble noch.
Was spricht dafür, was dagegen?
NEU: EBOOK
Geschichten vom FRÜHLING für ALT und JUNG
Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Frühling
– Information –
Geschichten erzählen ist eine der schönen Freuden, die man einander bereiten kann: Gemütlich zusammen sitzen im kuschelwarmen Zimmer oder in einem sonnengewärmten Eckchen auf dem Balkon oder auf der Terrasse oder draußen an einem lauen Tag auf einer Bank im Park. Überall sind sie versteckt, die kleinen und großen Geschichten, und warten darauf, erzählt zu werden.
Eine Sammlung mit Geschichten bietet das neue Ebook „Hör mal, Oma, ich erzähle dir eine Geschichte vom Frühling!“ mit vielen neuen und alten Frühlingsgeschichten.
Es sind Geschichten von Eltern und Großeltern für Kinder UND ebenso Geschichten und Märchen von Kindern, die sie den Großen, den Eltern und Großeltern – oder der Tante im Krankenhaus, der Nachbarin im Seniorenstift – erzählen.
Und, GANZ NEU, kommen hier nun auch der SOMMER und der HERBST:
NEU: EBOOK
Geschichten vom SOMMER
Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Sommer– Information –
Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Herbst
– Information –
Vom Flattern
Es flattert. Draußen, gepaart mit Zwitschen und Tirilieren und Frühlingen.
Drinnen im Kopf flattern die Worte. Auch sie zwitschern, tirilieren, frühlingen und wiegen sich im tanzenden Wortchaosreigen.
Und ich, ich flattere ihnen hinterher, will sie einfangen, doch sie lassen sich nicht greifen, sind schneller.
Hallo Frühling, es fühlt sich wundervoll an, dass du nun leise ins Land herein dunst-tröpfelst flatterst. Ich freue mich.
Nur, verrate mir, verehrter Herr Frühling, warum macht mich dein Flattern etwas mü-ü-ü-de …?
„Alle Bücher sind aus Wörtern gemacht, aber meistens aus Wörtern, die herumflattern und das Denken anregen.“ (Virginia Woolf)
Ruhepausen-Auszeit
Schweigen und Ruhen und Erholen muss nicht unbedingt heißen, dass man sich gut dabei fühlt.
Schweigen und Ruhen und Erholen sind nichts für Kreativameisen in Kopf und Bauch.
Schweigen und Ruhen und Erholen sind ergo definitiv nichts für mich.
Schweigen und Ruhen und Erholen werden ab sofort wie Pusteblumenflieger in die Welt hinaus geschickt, weit weg von mir.
Wer möchte sie haben, diese Flieger?
Sie entfleuchen gerade, zaghaft noch, meiner Klausur …















