Traurig ist „in“.
Auch das ‚Sad Piano‘ – Das traurige Klavier
Aber, bitte, nur heimlich.
Augen zu … Träumen … Treiben in Melancholie.
Novembergedanken.
Perfekt.
Ich melancholiere auch.
Leidenschaftlich.
Hingebungsvoll.
Es ist übrigens überaus kreativ, dieses nebelgraue Traurigsein.
Ehrlich wahr… 😉
Nachdenken. Warten. Auf das neue Alte oder das alte Neue?
Ja, da ist sie wieder, die Frau ohne Gesicht.
Sie denkt nach, grübelt, trauert.
Wird er … es … zurückkommen?
Oder fängt etwas ganz Neues an?
…
Manchmal liegen Fiktion und Realität nahe beieinander.
Zu nahe fast.
A hat gesagt, der B würde vom C … und der D ist der gleichen Meinung. Und überhaupt wird der A mit dem B und dem C nun nichts mehr zu tun haben wollen und wenn der X und der Y nicht endlich mit dem … aufhörten, dann …
???
Dann?
Was dann?
Habt Ihr noch immer nicht begriffen, dass es heutzutage nur noch GEMEINSAM geht, gerade in unserer fragilen „Kunst“(?)-Branche?
Sorry, liebes Blog und liebe Blogbesucher, das musste jetzt sein.
Vielleicht ist ja der A oder der B, der C und der D, auch X und Y zufällig auch hier unterwegs?
„Kopfkreisel“ nannte der P neulich sein „Gekrickel“, und ich finde, das Bild passt zu A und B und C und D undsoweiter …
Es passt auch zu dem, was gerade meinen Kopf besetzt hält.
Lieblich lächelnd versetze ich diesem Tag einen deftigen Tritt und begebe mich nach „Eintausendundeins und mehr-Allerlei-Krimskrams-Bürokratie-und-Kleinklein“-Beschäftigungen und Schreibereien zu meinem Manuskript. Es ruft gellend nach mir, ja, fast drohend – und es hat so recht damit.
Ich glaube, diese Nacht wird lang.
Heimweh, das ist es, was ich beim Betrachten dieses Aquarells, gestern gemalt von Paul, empfinde.
Heimweh – und ein Anstubser, endlich am aktuellen Buchmanuskript, dessen Handlung zT in einem ähnlichen Ambiente wie hier zu sehen, angesiedelt ist.
Heimweh, ja, das bohrt auch in mir, wenn ich an den Roman, der zum größten Teil noch in meinem Kopf ruht, denke.
Heimweh nach DEM ‚wirklichen‘ Schreiben, das wegen so vieler anderer Arbeits-Schreib“baustellen“ und Nervigkeiten, vernachlässigt vor sich hintrauert. Sicher hat sie auch Heimweh, die Story, die endlich geschrieben werden will …
„Ein bisschen so wie Martin“, ein altes Lied, das wir ganz in unseren Anfängen als Beitrag zu einem Liederheft geschrieben und dann vergessen hatten, ist zu einem ‚leisen Hit‘ geworden. Ein ‚Hit‘, der von uns lange Zeit unbemerkt geblieben war, weil wir uns längst anderen Themen zugewandt hatten. Ganz zufällig hörte ich unser Lied vor drei Jahren bei einem Laternenumzug und erschrak fast ein bisschen, als ich es erkannte und mich erinnerte. Da war doch mal ‚was …!? 😉
Madame Google „erklärte“ mir dann, dass dieses Lied inzwischen auf vielen Umzügen, in vielen Kindergärten, Schulen und Gottesdiensten und Aufführungen und im Rundfunk gesungen wird.
Ehrlich, wir hatten dieses „Ereignis“ verschlafen und auch nie auch nur einen Cent für Veröffentlichungen oder Aufführungen (Danke, liebe Gema! *g*), geschweige denn einmal ein Lob oder eine Anfrage oder eine Mail oder sonst irgendein Zeichen erhalten.
Schade eigentlich … und mit dem „Schade“ meine ich weniger die pekuniäre Seite …
Ein Lied, bei dem es ums Teilen geht. Mitteilen wäre auch eine Form des Teilens gewesen …
Eine schöne CD unter dem Titel Ein bisschen so wie Martin ist nun dazu neu erschienen mit vielen weiteren Laternen- und Martinsliedern von vielen tollen Sängern, Textern, Komponisten und Arrangeuren.
Ich freue mich sehr.
Am meisten freut mich, dass unser „altes“, von uns lange Zeit vergessenes Martinslied, das inzwischen in vielen Martinsumzügen gesungen wird, hier zum Titellied wurde.
Hört mal rein, wenn Ihr mögt! Es singen Stephen Janetzko und seine Freunde, die Musik ist von uns.
Bunt und Grau im Wechsel draußen vor dem Fenster.
Bunt auch auf meinem Schreibtisch.
Ostereier. Osterhäschen. Frühlingszeit im Ostergarten.
Bunt. Frisch. Fröhlich. Frühlingssonnenwarm und „heilweltig“.
Und worüber schreibt die Autorin/singt der Kinderliedermacher zur Osterzeit?
Über bunte Herbstbäume, Kürbisgold und Laternenlicht.
Klar, oder?
Ach ja, Weihnachten findet in der Regel im Sommer statt.
Frohes, pardon, buntes Fest!
Es gibt Tage, an denen alles einen grau-fahl-vergilbten Anschein erweckt – im Alltag, im Miteinander, im Arbeiten, im Schreiben …
… und doch ist es da, das Bunt. Es versteckt sich nur ein wenig, um hier und da verschmitzt hervorzublinzeln. Umso bunter lacht es uns dabei an, das Bunt.
So auch heute nach einem nicht ganz so netten Tag.
Hörst du, was der Herbstwind macht? Er weht und bläst und pfeift und kracht, er rüttelt, schüttelt, saust und braust, er tobt und tost und faucht und zaust, er heult und johlt und rast und lacht, weil ihm das Stürmen Freude macht…
(Aus einem Kindergedicht/-lied)
Manchmal macht es ihm auch Freude, Viren und Bazillen in die lachenden Gesichter der Herbstwindlauscher zu pusten. Genau das ist der armen Andrea alias Waldameise, die uns hier so viele wundervolle Fotografien „spendiert“, geschehen. Sie ist krank und wir wünschen ihr – auch mit dem neuen Filmchen – eine GUTE BESSERUNG Werd schnell wieder gesund, Andrea! Ein lieber Gruß zu dir und viele bunte Blätter mit Lachgesichtern 🙂
Zu jedem Bild eine Geschichte, zu jeder Geschichte ein Bild.
Zu jedem Bild ein Gedicht, zu jedem Gedicht ein Bild.
Zu jedem Bild ein Songtext, zu jedem Songtext ein Bild.
Zu jedem Bild ein Song, zu jedem Song ein Bild.
Zu jedem Bild ein Roman … Nein, da hört der Spaß auf.
Nimmersatt-Mantra.
„Hör auf zu träumen“, brummt der Schweinehund, der innere. „Und bleibe bei einem Thema.“
Nein, eigentlich sagt er „Hör auf zu spinnen uswusw….“
Er sagt es jeden Tag aufs Neue, doch mal ehrlich, wie weit wären wir ohne unsere Träume und Spinnereien und Nimmersatt-Mantren? (Oder heißt es doch: Mantras? Egal! Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an …)
Jetzt erst recht.
Ich nehme Reißaus vor diesem penetranten Zeitmanager im Kopf und skizziere ein winziges Bildchen zu einer Geschichte.
Einer Kürbisgeschichte.
Sie hat Saison.
Und nun bin ich wieder „brav“ und kehre zum aktuellen Manuskript zurück.
Die Kinderbuchautorin, die keine Kinderbücher mehr veröffentlichen will, öffnet erstaunt das große, schwere Verlagspaket. Bücher. Säuberlich verpackt in Cellophan. Ah, denkt die Autorin, die Reste vom Feste. Sie hat das Schreiben, in der die Verramschung der Produktion nach vierzehn Jahren „Laufzeit“ angekündigt wurde, vor Augen und langt zum Tränentüchlein.
In nostalgischer Wehmut greift sie zu einem der Bücher, schnuppert daran, so wie sie es mit jedem Buch tut, schlägt es auf, starrt auf die vor ihr verschwimmenden Buchstaben, starrt, starrt … und dann liest sie es:
3. Auflage 2012
Wie wundervoll! Nach so langer Zeit eine weitere Auflage und ein Weiterleben! Ein kleines Wunder in dieser schnelllebigen Zeit.
Die Autorin jubelt. Und so wird aus Grabgesang ein freudiges Tirilieren.
Nebeltag in zweierlei Sinne. Nebel im Kopf und Nebel vor dem Fenster. Der Kopfnebel will sich nicht lichten. Vielleicht lässt er sich draußen auflösen … und/oder überlisten?
Hoch hinaus muss man in solchen Tagen/Phasen … über die Nebelgrenze hinweg. Der Lohn ist das goldene Blau. Ein Jubelfest fürs Auge, für die Seele, für den Geist.
Der Kopfnebel ist lichter geworden. Noch aber kämpfen sie in den Schwaden imaginärer Visionen, meine Romanhelden. Sie kämpfen mit mir, mit sich, miteinander, gegeneinander – und immer wieder zerhauen sie meinen Plot, mein Konzept. Sie wollen das Beste und ich will es auch. Und so wird es noch viele Nebeltage geben.
Ehrlich: Schreiben ist echt Arbeit und so manches Mal treibt es mir Tränen in die Augen, wenn mir Zeitgenossen bei flüchtigen Begegnungen ihr gleichgültig dahingesagtes „Ein Buch werde ich irgendwann auch noch schreiben“ verkünden. Tut es! Ich wünsche Glück und keinen Nebel …
“Herbst ist orange”, sagte das Kind. “Und grau.”
Der Großvater blickte erstaunt auf. “Orangefarben und grau?”
Das Kind nickte. Es deutete über die Straße zum Marktplatz. “Ich sehe orange … Und grau.”
Der Großvater schüttelte den Kopf. „Viele Farben sehe ich“, sagte er dann. „Und alle passen sie zum Herbst.”
“Und welche Farben siehst du?” Die Stimme des Kindes klang etwas ungeduldig. … Die Geschichte geht hier weiter:
Und welche Farben siehst du?
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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