Kategorie: Frühlingsgedicht

Frühlingsanfang

Frühlingsanfang *
Frühlingsgedicht –

Der Frühling steigt aus seinem Bette.
Etwas verkatert ist er noch,
weil er gern noch geschlafen hätte,
die Zeit plant anderes jedoch.

So taumelt matt er durch die Tage,
sein Gang ist holprig, schwer und lahm,
der Neuanfang ist eine Plage,
müd’ hängt er an des Winters Arm.

Er sieht, den Menschen geht’s nicht besser.
Sie kämpfen gegen Schatten an,
die Augen stumpf, die Wangen blässer,
kein Funke, der noch leuchten kann.

Doch hört er sacht ein leises Klingen,
ein Wispern tief in Baum und Strauch.
Es drängt ihn, munter mitzuschwingen
voll Lebenslust und frischem Hauch.

Er möchte lachen und genießen
die schönen Seiten seiner Zeit,
die Blüten, Blätter, die nun sprießen
in kunterbunter Munterkeit.

„Ich werd euch folgen guten Mutes!“
ruft aufgeweckt er ihnen zu.
„Ihr seht von mir fortan nur Gutes!
Vorbei ist’s mit der Winterruh.“

© Elke Bräunling

Frühlingsflüstern

Frühlingsflüstern *
Vorfrühlingsgedicht für Kinder –

Psst! Da raschelt es am Boden,
alte Blätter knacken leis
und ein klitzekleines Mäuschen
huscht vorbei im Sonnengleiß.

Nun hört man ein leises Brummen.
Über totem Laub daher
summt das erste Frühlingsbienchen,
Flügelchen vom Schlaf noch schwer.

Mitten auf dem Buschwindröschen
macht ein Käfer kurz mal Rast.
Um im Sonnenlicht zu baden,
ist er heute gern hier Gast.

Ringsum regt sich neues Leben
auf dem Boden nun im Wald,
und der Frühling lauscht dem Liede,
das hier froh für ihn erschallt.

© Elke Bräunling

Die erste Hyazinthe

Die erste Hyazinthe *
Fröhliches Gedicht zum Schmunzeln – Ein kurzer Wunsch nach Liebe *

Die erste Hyazinthe
steht auf der Fensterbank.
Sie ist tiefblau wie Tinte,
ihr Körper zart und schlank.

„Oh, komm, du meine Schöne,
du duftest wie ein Traum.
Ich möcht dich gerne küssen“,
sagt da der Gummibaum.

„Am liebsten würd ich baden,
in deinem feinen Duft,
der mich mit tiefem Sehnen
so lockend zu dir ruft.“

Da lacht die Hyazinthe
mit sanftem Spott im Ton.
„Du glaubst, ich kann dich lieben?“,
fragt sie mit leisem Hohn.

„Ich als zarte Blüte
und du als schnöder Baum?
Das passt nicht für die Liebe,
und das nicht mal im Traum.

Kurz nur ist das Leben.
Ein paar Tage, dann ist Schluss.
Ich hab dir nichts zu geben,
schon gar nicht einen Kuss.“

Die Hyazinthe redet
und redet immerzu.
Der Gummibaum, er leidet
und wünscht sich seine Ruh.

Er hat das mit der Liebe
sich anders vorgestellt.
Nun wünscht er sich nur eines:
Dass sie die Klappe hält.

© Elke Bräunling

Schneeglöckchenglöckchen

Schneeglöckchenglöckchen *
Kleines Gedicht zum Valentinstag oder zum Geburtstag –

Schneeglöckchenglöckchen
hab ich heut gepflückt
für dich zum Valentinstag.
Schneeglöckchenglöckchen.
Ein Sträußchen, es schmückt
dein Herz, das ich so sehr mag.
Schneeglöckchenglöckchen,
sie bimmeln ganz zart
und Freude kehrt bei dir ein.
Schneeglöckchenglöckchen
soll’n auf sanfte Art
die Boten der Liebe sein.

© Elke Bräunling

Frühlingsweide

Frühlingsweide *
Vorfrühlingsgedicht für Kinder –

Verborgen noch im Winterkleide
träumt still der Frühling vor sich hin.
Nur in der hohen alten Weide
öffnen sich schon mit leisem Pling
die ersten Blüten zart und hell
mit einer Haut so weich wie Fell.

Und bald erklingt ein munt’res Summen
allüberall im Blütenmeer,
ein wildes, aufgeregtes Brummen,
es kommt vom überall hierher,
denn mit der Weide über Nacht
sind auch die Bienen aufgewacht.

Es ist, als ob die Welt erwache
aus einer kalten, dunklen Zeit
und wie erlöst nun wieder lache
mit neuer Frühlingsheiterkeit.
Und bald liegt wieder in der Luft
ein köstlich süßer Blütenduft.

Den Frühling stört’s nicht, er schläft weiter.
Er hat’s nicht so mit Drängelei.
Den Lauf der Dinge, denkt er heiter,
bestimme ich, ich bin so frei,
denn meine Zeit braucht ihre Zeit,
und dazu ist’s noch nicht soweit.

© Elke Bräunling

Das frühe Veilchen

Das frühe Veilchen *
Kleines Frühlingsgedicht

Was blitzt da blau? Ich hab’s gesehn.
Ein Veilchen, ach, so wunderschön!
Es lächelte im Winterlicht
und kroch zu mir in dies’ Gedicht.

„Hier bleibe ich“, sprach es zu mir,
„ein Weilchen nun und wart’ mit dir
auf Frühlingsluft und Sonnenschein
mit Veilchenduft, so süß und rein.“

Ich freute mich und nahm’s mit heim
und schenkte Worte ihm im Reim.
Wir hatten eine gute Zeit –
und Frühling war auch nicht mehr weit.

© Elke Bräunling

Frühling im Mandelbaum

Frühling im Mandelbaum *
Gedicht Sehnsucht und Vorfreude –

Im Garten ruht der Mandelbaum
noch tief in seinem Wintertraum.
Er träumt von Licht und Morgentau
und Frühlingsfarben, grün und blau.

Die Zweige sind noch kahl und matt,
doch erste Knospen für ein Blatt
sind groß gewachsen, weich und zart.
Ein Zeichen: Frühling ist am Start.

Nun dauert es nicht mehr sehr lang
und es macht leise ‚pling‘ und ‚plang‘,
die Blütenknospen springen auf
in weiß-rosé im Baum zuhauf.

Wie eine Braut steht er nun da,
der Mandelbaum, so wunderbar.
Er lockt mit seinem Blütenkleid
und sieht so aus, als hätt’s geschneit.

© Elke Bräunling

Das Veilchen einst

Gedicht …….*

 

Das Veilchen einst
Frühlingsgedicht

Das Veilchen, das du einst gepflückt,
hat mich im Herzen tief beglückt
als Zeichen für die neue Zeit
im Frühling wir zu zweit.
Es hält dich in Erinnerung
getrocknet und gepresst
seit ach so vielen Jahren schon
ganz innig in mir fest
als ein Symbol für das, was war…
und wieder bist du mir ganz nah.

© Elke Bräunling


Da bist du ja wieder!

Gedicht …….*

 

Da bist du ja wieder!
Frühlingsgedicht/Frühlingsanfang

Hinter den Bergen steigst du empor,
tröstest wintermüde Leiber,
streichelst verzagte Seelen
und wärmst mit deinem Schein
Herzen, die kalt geworden
im Strudel der Zeit.
Allein es bräuchte zwei Sonnen und mehr,
um zu genesen.
Du kannst heilen, Sonne, und helfen,
es wieder gut zu machen.
Ein bisschen.

© Elke Bräunling