Kategorie: Fröhliches Gedicht

Summsibill, die kleine Grille

Illustration Grillenkonzert auf der Wiese

Summsibill, die kleine Grille
Fröhliches Grillengedicht und -lied für Kinder

Summsibill, die kleine Grille,
singt ihr Liedchen jeden Tag
fröhlich in der Sommerstille
stundenlang, weil sie es mag.

Jeder möcht’ der Grille lauschen,
weil ihr Zirpen so gefällt
mittendrin im Gräserrauschen
in der Blütenwiesenwelt.

Grillenfreunde werden munter,
singen mit ihr laut im Chor,
ausgelassen, bunt und bunter
ihre Sommerlieder vor.

Froh geht’s zu beim Grillensingen.
Bis tief in die Nacht hinein
hör’n wir Wiegenlieder klingen
heimelig im Mondenschein.

Schön ist dieses Sommerleben
mit der Grille Summsibill
Sie und ihre Freunde geben
Sommerfreude uns so viel.

Refrain
Sumsi, Sumsi, Sumsisum,
Sing dein Lied! Summ! Summ!
Summ! Summ!
Kleine Grille, sing uns vor
mit deinem tollen Grillenchor.
Summ! Summ!
Sumsisum …..

© Elke Bräunling

Hier gibt es nun ganz neu das Lied vom Summsibill, komponiert von Balz Burch


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Juniverse 2026

Juniverse 2026

Illustration Spiegel mit Männergesicht, angedeutet am RAnd in Teilen Monstergesichtchen, Flügel, Schwanz etc.

Zyklop
Der Zyklop
sieht alles.
Leider nur
von einer Seite.

Minotaurus
Jeder Mensch
besitzt ein Labyrinth.
Die Frage ist nur,
wer darin wohnt.

Werwolf
Werwölfe sind Menschen,
die ihre Schattenseite vergessen haben,
bis sie plötzlich vor ihnen steht.

Zentaur
Zentauren sind Menschen, die lernen,
mit ihren Widersprüchen zu leben,
und das ist vermutlich schwieriger
als Drachen zu besiegen.

Waldschrat
Waldschrate sprechen selten.
Dafür hören sie gut zu.
Sie sind Leute, die einen Baum
beim Vornamen nennen.

Faun
Faune sind Menschen,
die noch staunen können.
Auch sie werden erwachsen,
doch sie geben das Kind nicht zurück. Weiterlesen

Bitte an den Sommer – Regenwettergedicht

Bitte an den Sommer *
Regenwettergedicht für Kinder –

Regentropfen
rege tropfen
pausenlos aufs Land.
Regenschauer
schaurig schauern
hell im Tropfenband.

Sommerwetter,
sei doch netter!
Gönn dir auch mal Ruh!
Keine Plage.
Sonnentage.
Die gehörn dazu.

Lieber Sommer!
Blitz und Donner
schränk ein bisschen ein.
Gibt uns Segen!
Keinen Regen.
Schenk uns Sonnenschein!

Bitte. Danke.

© Elke Bräunling

Gedanken beim Wandern

Gedanken beim Wandern *
Kleines Waldgedicht mit einem Augenzwinkern –

Ein Eichhorn rennt. Ich bleib kurz stehn.
Es ist sehr flink. Ich nicht. Na schön.
Man denkt beim Gehn – und denkt sich frei
und merkt: Der Welt ist`s einerlei.
Ich tret auf Wurzeln, nicht auf Sorgen,
und schieb mein Grübeln auf bis morgen.
Die Bäume stehn, wie’s Bäume tun,
und ich darf gern dazwischen ruhn.
Der Weg ist steil. Der Himmel blau.
Ich denk an nichts. Und das genau.

© Elke Bräunling

#juniverse2025 – Wandern

Der Zaunkönig

Der Zaunkönig *
Kleines Vogelgedicht –

Lauscht, man hört ihn schon von weit,
den König ohne Königskleid,
der klein ist und doch singen kann
wie ein ganz Großer. Hört’s euch an!
Die Amsel staunt, der Fink horcht still,
der König singt laut, wie er will.
Man muss nicht groß sein, aber laut,
wenn man als Kleiner sich das traut.

© Elke Bräunling

juniverse2025 – Zaunkönig

Das Eichhorn und sein Schatz

Das Eichhorn und sein Schatz *
Fröhliches Kindergedicht vom Eichhörnchen und den Nüssen –

Das Eichhorn sagt: „Im Wald ist’s fein.
Noch schöner ist’s bei Oma Klein
im Garten mit dem Walnussbaum.
Die Nüsse dort, die sind ein Traum.

Sie schmecken würzig, frisch und süß –
ein wahres Eichhorn-Paradies.“
So manche Nuss trägt es alsbald
hinauf zu seinem Nest im Wald

und gräbt sie ein als teu’ren Schatz
allüberall an sicher’m Platz,
wo es die Nuss dann meist vergisst
und sie auch sonst kein andrer isst.

Nun ahnst du schon, was dann geschieht?
Das Eichhorn hilft, wie man es sieht,
dass aus der Nuss ganz ohne Plan
ein neuer Baum entstehen kann.

© Elke Bräunling

juniverse 2025 – Eichhörnchen
Reihe „Waldgedichte“

Mondfest im Wald

Mondfest im Wald *
Ein Gedicht für Kinder, die wissen, dass der Mond manchmal schmunzelt –

Der Mond gleicht einem Lampion,
den wohl ein Kind vergessen hat.
Von seinem großen Wolkenthron
strahlt er im Wald auf jedes Blatt.

Er blinzelt keck durchs Tannenzelt
und lockt die Tiere an zum Fest
mit seinem hellen Lichterschein,
der keinen heute schlafen lässt.

Schon kommt der Dachs im Walzerschritt,
das Mäuslein hüpft vor lauter Lust.
Die Eule ruft: „Jetzt tanzt doch mit!“
Der Fuchs poliert sich stolz die Brust.

Der Igel rollt sich kugelrund
und wird zum Ball. Hurra, er lacht!
Frau Wildschein tut mit Grunzen kund,
dass sie sich heute schick gemacht.

Der Frosch quäkt laut: „Jetzt tanzt das Reh!“
Und wirklich, da, es dreht sich sacht
im Glanz von Moos und Silberlicht
ein Waldballett zur Mondennacht.

Das Fest geht lang und es ist toll
und könnte ewig weitergehn.
Da sprach der Mond: „Ich fühl mich voll
Zufriedenheit, doch ich muss gehn.“

Schnell bläst er noch die Lichter aus
und zieht zum Abschied seinen Hut,
Dann kichert er und eilt hinaus
dem Tag voraus – und alles ruht.

© Elke Bräunling

#juniverse2025 – Mondnacht

Reihe „Waldgedichte“

 

Ein Traum zieht durch die Wipfel

Gedicht und Illustration Kind, Tannen, Mondsichel


Ein Traum zieht durch die Wipfel 
Gedicht von Waldeszauber in der Nacht 

Überm dunklen Tannenwipfel
leuchtete ein kleiner Zipfel,
Licht vom Mond wie ein Gesicht –
und gleich schrieb jemand ein Gedicht

vom Waldeszauber in der Nacht,
der sanft die Waldwelt schläfrig macht
und die Geschichte all’n erzählt
vom Zipfel, der dem Mond nun fehlt.

Ein Kind hört heimlich zu und spricht:
„Es stimmt. Dem Mond, dem fehlt ein Licht,
und das schmückt nun den Tannenbaum.
Vielleicht ist es auch nur ein Traum.“

© Elke Bräunling

#juniverse2025 – Wipfel
Reihe „Waldgedichte“

Der Sommerbrief

Illustration Mädchen sitzt auf Gras und liest einen Brief. Sonnenschein.

Der Sommerbrief 
Kindergedicht zum Sommeranfang 

Ein Brieflein kam im Morgentau
und lag still da auf grünem Klee.
Es duftete nach Sonnenschein
als kleiner Gruß der Sommerfee.

„Ich bin’s, der Sommer“, stand darin.
„Ich bring euch bald die warme Zeit.
Die Früchte weck ich auf dem Feld
und bring euch Spaß und Fröhlichkeit.

Genießt das Leben! Freut euch! Nun
beginnt die schönste Zeit im Jahr.“
Und alle lasen, was geschrieben –
der Sommer, ja, er war schon nah.

© Elke Bräunling

Der kleine gelbe Schmetterling und das Glitzerding

Der kleine gelbe Schmetterling und das Glitzerding *
Fröhliches Schmetterlingsgedicht für Kinder –

Ein kleiner gelber Schmetterling,
der sah im Park ein Glitzerding
und staunte: „Was glänzt hier so schön?
Das muss ich mir genau ansehn.“

Schnell flog er auf den Fremden zu,
doch der bewegte sich: „Nanu!“,
rief unser Schmetterling erregt.
„Ein fremdes Ding, das sich bewegt?“

Da kichert’ es vom Himmel hell:
„Ich bleibe nie an einer Stell!
Dies wäre nämlich eine Qual,
für mich, den kleinen Sonnenstrahl.“

Der Schmetterling, der lachte auch
und setzte sich auf einen Strauch
genau ins Glitzerlicht hinein,
umarmt vom hellen Sonnenschein.

© Elke Bräunling

Ein Frühlingstag wie gemalt

Ein Frühlingstag wie gemalt *
Frühlingsgedicht für Kinder –

Komm, lass uns heute malen
ein großes buntes Haus
mit einer Blumenwiese,
‚nem Hund und einer Maus.

Im Garten malst du Bäume
mit Blüten frühlingsweiß,
die sehen aus wie Bräute
bei einem Tanz im Kreis.

Darunter blühen Blümchen
in Farben rot, gelb, blau
mit Schmetterlingen, Bienen.
Du malst sie ganz genau.

Am Dachfirst hocken Spatzen,
die streiten wie gewohnt
und wecken laut den Menschen,
der unterm Dache wohnt.

Der öffnet nun das Fenster,
sagt „Hallo!“ zu dem Tag
mit einem frohen Lächeln,
weil er den Frühling mag.

Du malst die gute Laune
dem Menschen ins Gesicht,
denn Heiterkeit macht fröhlich,
genau wie dies Gedicht.

© Elke Bräunling

Ein Eierdieb

Ein Eierdieb *
Kindergedicht für die Osterzeit – 

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Eier
warten auf die Osterfeier
heut im Garten hier im Nest
für das Kinder-Osterfest.

Da passiert’s, denn diese Eier
hat der Hund von Oma Meier
eben g’rade nun entdeckt
und sie hinterm Baum versteckt.

Ratet: Was wird bloß geschehen?
Wer kann das Versteck nun sehen
einsam dort im grünen Gras?
Vielleicht ja doch der Osterhas’?

© Elke Bräunling

Osterhasentag – Das klitzekleine Ostergedicht

Osterhasentag *
Das klitzekleine Ostergedicht –

Ich bin ein Hase und kein Huhn,
mit Eiern hab ich nichts zu tun,
doch weil ich Kinder gerne mag,
lege ich heut zum Ostertag
für jedes Kind ein buntes Ei,
wenn’s mir gefällt vielleicht auch zwei
ins kleine bunte Osternest
als mein Geschenk zum Osterfest.

© Elke Bräunling

Der Aprilnarr

Der Aprilnarr *
Aprilgedicht für Kinder –

Heute ist einer gekommen,
der hat mich nicht ernst genommen.
Erst hat er mich eine Stunde früher geweckt
und später mit einem falschen Hasen erschreckt.
Er hat mich gehänselt, gepiesackt, geneckt
und mir eine seltsame Notiz zugesteckt:
“Komm zum Dorfplatz heut Abend um sechse.
Da reitet auf ihrem Besen ´ne Hexe.”
Ich hab mich gewundert und bin doch hingegangen,
doch dort hat nur ein Zettel gehangen:
“Du Doofkopf! Du Narr! Hihi und April!
Mit dir kann man anstellen, was man nur will.”
April!? Na warte, habe ich wütend gesagt
und dann erst mal über mich selber gelacht.
Dass mir das doch immer wieder passiert!
Wer hat mich denn dieses Mal angeschmiert?
Wer hat einen Narren aus mir gemacht?
Lange hab ich darüber nachgedacht.
Der April war´s, natürlich, das ist mir jetzt klar,
und wer es nicht glaubt, der ist selber ein Narr.

© Elke Bräunling