Ich bin ein Hase und kein Huhn,
mit Eiern hab ich nichts zu tun,
doch weil ich Kinder gerne mag,
lege ich heut zum Ostertag
für jedes Kind ein buntes Ei,
wenn’s mir gefällt vielleicht auch zwei
ins kleine bunte Osternest
als mein Geschenk zum Osterfest.
Heute ist einer gekommen,
der hat mich nicht ernst genommen.
Erst hat er mich eine Stunde früher geweckt
und später mit einem falschen Hasen erschreckt.
Er hat mich gehänselt, gepiesackt, geneckt
und mir eine seltsame Notiz zugesteckt:
“Komm zum Dorfplatz heut Abend um sechse.
Da reitet auf ihrem Besen ´ne Hexe.”
Ich hab mich gewundert und bin doch hingegangen,
doch dort hat nur ein Zettel gehangen:
“Du Doofkopf! Du Narr! Hihi und April!
Mit dir kann man anstellen, was man nur will.”
April!? Na warte, habe ich wütend gesagt
und dann erst mal über mich selber gelacht.
Dass mir das doch immer wieder passiert!
Wer hat mich denn dieses Mal angeschmiert?
Wer hat einen Narren aus mir gemacht?
Lange hab ich darüber nachgedacht.
Der April war´s, natürlich, das ist mir jetzt klar,
und wer es nicht glaubt, der ist selber ein Narr.
Frühlingslachen – Die Osterzeit im Bauerngarten * Fröhliches Frühlings- und Ostergedicht –
Pips, der kleine Osterhas’,
sitzt vergnügt im grünen Gras,
freut sich über die Frühlingswelt
die ihm heut so sehr gefällt.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will hüpfen, tanzen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.
Ruth, das kleine Osterhuhn
hat mit Eiern viel zu tun,
freut sich über den Frühlingstag,
den sie so gut leiden mag.
Es will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Es will picken, fressen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.
Ann, das kleine Osterlamm,
steht ruhig an des Baumes Stamm,
freut sich auf der Welt zu sein,
ist so jung und noch so klein.
Es will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Es will schnuppern, schmusen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.
Min, die kleine schwarze Katz’
hütet einen teuren Schatz.
Kätzchen brachte sie zur Welt
pünktlich wie zum Fest bestellt.
Sie will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Sie will kuscheln, spielen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.
Fritz, der kleine freche Spatz,
nimmt im Pflaumenbaume Platz,
freut sich über den Frühlingsduft,
der so süß liegt in der Luft.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will zwitschern, ‚tirilingen’
und ein Frühlingsliedchen singen
Fridolin, der Schmetterling,
schwebt zu jeder Blüte hin,
freut sich über das Frühlingsbunt
überall auf seiner Rund’.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will schweben, gleiten, schwingen
und ein Frühlingsliedchen singen.
Mo, die kleine Osterfrau
passt im Garten auf genau.
Jeder soll an diesem Frühlingstag
leben so wie er es mag.
Sie will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Sie will klatschen, jubeln, klingen
und ein Frühlingsliedchen singen.
Verborgen noch im Winterkleide
träumt still der Frühling vor sich hin.
Nur in der hohen alten Weide
öffnen sich schon mit leisem Pling
die ersten Blüten zart und hell
mit einer Haut so weich wie Fell.
Und bald erklingt ein munt’res Summen
allüberall im Blütenmeer,
ein wildes, aufgeregtes Brummen,
es kommt vom überall hierher,
denn mit der Weide über Nacht
sind auch die Bienen aufgewacht.
Es ist, als ob die Welt erwache
aus einer kalten, dunklen Zeit
und wie erlöst nun wieder lache
mit neuer Frühlingsheiterkeit.
Und bald liegt wieder in der Luft
ein köstlich süßer Blütenduft.
Den Frühling stört’s nicht, er schläft weiter.
Er hat’s nicht so mit Drängelei.
Den Lauf der Dinge, denkt er heiter,
bestimme ich, ich bin so frei,
denn meine Zeit braucht ihre Zeit,
und dazu ist’s noch nicht soweit.
Dicker weißer Mann,
du stehst im Schnee und lachst mich an,
wie nur ein Schneemann lachen kann
mit deinem fröhlich breiten Mund
in dem Gesicht so kugelrund.
Du dicker weißer Mann,
ich schau zu dir, dann fang ich an,
so gut und sorgsam wie ich kann,
und bau nach deinem Bild genau
für dich die schönste Schneemannfrau.
Geister sind los * Halloweengedicht und -lied für Groß und Klein –
Ein seltsam Ding schleicht vor mir durch die Straße.
Es ist kalkweiß und es hat keine Nase.
Die Augen sind leer, die Arme ganz lang.
Bei diesem Gespenst wird mir angst und bang.
Nun öffnet es den Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund
und es fängt laut mit schrillem Klang
gruselig zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!
Ein Knochenkerl klopft frech an unser Fenster.
Er droht und heult: Es ist Zeit der Gespenster.
Es kommen noch mehr, sie grinsen ganz breit.
Die Turmuhr schlägt zwölf. Nun ist es soweit.
Schon öffnet sich ihr Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund.
Sie fangen laut mit schrillem Klang
gruselig zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!
Es kommen weit’re Monster angekrochen.
Mir scheint, sie hab´n den Geisterspuk gerochen.
Schon stehn immer mehr vor unserem Haus.
Ihr Anblick ist wahrlich ein grässlicher Graus.
Ihh, und schon geht auf ihr Fratzenmund
zu einem tiefen, graus´gen Schlund.
So fang ich an mit grellhellem Klang
so laut wie sie zu heulen an.
Huihui, schsch, uahuha.
Geisterzeit, uaaaaaaah!
Refrain:
Geister sind los! Geister sind hier!
Grausige Kerle steh´n vor der Tür!
Geister sind groß! Geister sind schlau!
Bleiche Gestalten, die Lippen grell blau.
Geister sind los! Geister sind hier!
Haut ab, ihr Monster! Spielt nicht mir mir!
Ein Geist ist bloß ein armer Wicht,
und, eins ist klar, mag er nicht:
Das Licht!
Huihuihuia, huihuihuia…
Huihuihuia, huihuihuia…
Huaaaaaaah….
Ein sehr besinnliches Lied hat der liebe Balz Burch zu diesem Gedicht geschrieben. Viel Freude beim Zuhören.
(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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