Schlagwort: Gedicht gegen den Krieg

Das Feuer des Wahnsinns

Das Feuer des Wahnsinns
Weißt du noch? Damals, der Krieg?
Friedensgedicht und Song

Weißt du noch, wenn Opa erzählte
vom Krieg und von dieser grausamen Zeit,
in der er auf Menschen schießen musste,
ihnen Schmerzen zufügte, Kummer und Leid.
Fremde Menschen, die nie er gekannt,
waren im Feuer der Kriegswut verbrannt.

Weißt du noch, wenn Oma erzählte
von Nächten im Krieg mit Bombenalarm,
vollen Bunkern und schreienden Kindern,
verzerrt die Gesichter voll Furcht und voll Gram.
Mit Nöten, die sie so nie gekannt,
war sie zum Hoffen und Bangen verdammt.

Weißt du noch, wenn Nachbarn erzählten
von ihrer Flucht und von Feinden gejagt
schutzlos zu Fuß auf eisigen Wegen,
von Hunger, Kälte und Schmerzen geplagt.
Ein Elend, das sie noch nie gekannt,
verloren, was sie einst Heimat genannt.

Hörst du heut die Kriegstreiber schreien
nach Waffen, Soldaten, Geld für den Krieg?
Neu entflammt ist das Spiel mit dem Feuer
und all das, worüber man jahrelang schwieg.
Schon wieder am Abgrund, von neuem entbrannt
das Feuer des Wahnsinns in unserem Land.

© Elke Bräunling

 

Balz Burch hat das Gedicht in einen eindrucksvollen Friedenssong verzaubert. Hör rein und wach auf!

(Text von Elke Bräunling und Musik von Balz Burch)

Wenn man daneben steht

Gedicht …….*

 

Wenn man daneben steht
Gedicht gegen den Krieg

Ich hör sie draußen diskutieren,
als ginge es ums letzte Brot,
mal laut, mal leise und auch hitzig,
als sei grad alles aus dem Lot.
Und viele schreien laut nach Krieg,
weil es nur so noch weiter geht.
Man kann darüber nur noch staunen,
wenn man wie ich daneben steht.

Ich lese Zeitung, suche Worte,
die wahrheitstreu und nichts verdrehn,
und kann die Lügen und das Schweigen
zu vielen Themen nicht verstehn.
Der Krieg wird’s richten, heißt es da,
weil ohne ihn wohl nichts mehr geht.
Wie sollte man dem widersprechen,
wenn man wie ich daneben steht.

Sie wollen neue Panzer bauen
und noch mehr teures Kriegsgerät.
Auch brauchen sie jetzt mehr Soldaten.
Die Saat zum Kriege wird gesät.
Wir Menschen werden nicht gefragt,
und bald ist es für uns zu spät.
Wie hilflos kann man sich nur fühlen,
wenn man wie ich daneben steht.

Ich sehe Leute, die begreifen,
dass alles aus dem Ruder läuft
und dass sich Nachricht neben Nachricht
in ungesundem Maße häuft.
Und immer wieder geht’s um Krieg.
Man fragt, woher der Wind da weht?
Wie sollte man es auch verstehen,
wenn man wie ich daneben steht.

© Elke Bräunling