Schlagwort: Gedicht Frieden

Flieg, Friedenstaube, flieg!

Flieg, Friedenstaube, flieg! *
Friedensgedicht für Groß und Klein –

Flieg, Friedenstaube, flieg!
Sie treiben uns in den Krieg.
Die Karten sind gemischt,
Vernunft ist weggewischt
wie Kreide, die der Sturm verweht,
weil keiner mehr zum Frieden steht.
Flieg, Friedenstaube, flieg!

Flieg, Friedenstaube, flieg!
Die Geldmaschine heißt Krieg.
Die Gier ist heiß entfacht,
das Gold längst aufgebracht,
sie zählen schon mit kalter Hand
die Kriegsbeute in unserm Land.
Flieg, Friedenstaube, flieg!

Flieg, Friedenstaube, flieg!
Wir wehren uns gegen Krieg
und spielen da nicht mit
bei dem falschen Schritt.
Kämpft selber, lasst das Volk in Ruh,
wir schau’n euch aus der Ferne zu.
Sieg, Friedenstaube, sieg!

© Elke Bräunling

Jedem das Seine

Jedem das Seine *
Gedicht Frieden – Zeitkritik –

Lasst uns unsere Feste feiern
auf den Straßen und gemeinsam,
denn zusammen sind wir viele
und kein Mensch bleibt einsam.

Lasst uns friedlich demonstrieren
für die Sache, die uns wichtig.
Diese laut euch mitzuteilen.
ist für uns heut richtig.

Lasst uns unsere Meinung teilen,
denn wer redet, der zeigt Haltung
und Gesicht unter den Vielen
ohne gleiche Schaltung

Lasst uns Menschen Menschen bleiben!
Niemand lässt sich gern verbiegen,
keiner von uns will sich wünschen,
dass wir uns bekriegen.

Lasst uns unsern Frieden wahren!
Kriege gehn auf eure Konten
und wir haben nichts zu suchen
zwischen euren Fronten.

Lasst uns unser Leben leben,
denn wir haben nur das eine.
Unser Motto, das soll heißen:
Jedem sei das Seine.

© Elke Bräunling

Bethlehem ist überall

Bethlehem ist überall *
Weihnachtslied für Groß und Klein –

Bethlehem ist überall
zu finden, wenn man sucht –
in dir, in mir, in jedermann,
in allem, was man tut:
Freude schenken,
keinen kränken,
Glück erleben,
Hoffnung geben.
Bethlehem ist überall

Bethlehem ist überall.
Mach nur die Augen auf,
und du und ich und jedermann,
ein jeder kommt darauf:
Frieden wahren,
Leid erfahren,
dir vertrauen,
Angst abbauen.
Bethlehem ist überall.

Bethlehem ist überall,
glaub´s nur, ja, es ist wahr.
Mach´s dir und mir und jedermann,
mach´s allen Menschen klar:
Liebe leben,
Schmerz zugeben,
Kummer teilen,
Wunden heilen.
Bethlehem ist überall

© Elke Bräunling

 

 

© Text Elke Bräunling * Melodie Paul G. Walter

Wo liegt Bethlehem?

Wo liegt Bethlehem? *
Weihnachtsgedicht –

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in jedermann?
Wenn Menschen zueinander stehen
und ihren Weg gemeinsam gehen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht bei uns zu Haus?
Wenn wir gemeinsam Lieder singen
und einander Freude bringen,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrer Stadt?
Wenn Reiche auch an Arme denken
und einander Hoffnung schenken,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

Sag mir, wo liegt Bethlehem?
Vielleicht in unsrem Land?
Wenn Menschen still in Frieden leben
und dem Feind die Hände geben,
dann ist Bethlehem nicht weit.
Dann ist Weihnachtszeit.

© Elke Bräunling

Nur ein Traum

Nur ein Traum *

Ich träum, ein alter Labersack
spielt mir einen Schabernack.
Er macht mir weis, es gäbe Streit
und Krieg jetzt in der Friedenszeit.
Ich wache auf, mein Herz klopft wild,
in meinem Kopf wächst schnell ein Bild
von Blut und Elend, Not und Tod
in Qualm umhüllt in einem Schlot.
Es löst sich auf, ich sehe klar,
bin froh, dass es ein Traum nur war.
Wie dumm auch, Krieg in unsrer Zeit?
Kein Mensch wär dazu doch bereit…?

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 22. Juni – Schabernack

Andere Welten

Gedicht …….*

 

Andere Welten
Gedicht Fragen an das Leben

Gibt’s Worte, die noch ungesagt?
Musiken, die noch nie erklungen?
Gemälde, die noch nicht gemalt
und Lieder, die kein Mensch gesungen?

Gibt’s Farben, die noch keiner sah
und Reime, die noch ungeschrieben?
Auch Früchte, die noch keiner aß
und Düfte, die durch Träume fliegen?

Gibt es die Zeiten auf der Welt,
die voller Harmonie und Frieden,
die ohne Macht und ohne Geld
mit Menschen, die einander lieben?

Tief in mir drin, da schlummern sie
unendlich und für ew’ge Zeiten,
die da sind, doch erreichbar nie,
weit weg in andrer Welten Weiten.

© Elke Bräunling