Kategorie: Herbstgedicht

Oktober


Gedicht Oktober mit Herbstlaub und Bank

Oktober
Herbstgedicht

Am Morgen bist du nebelkalt
und mittags prächtig sonnenwarm.
Du spielst mit uns, so bist du halt,
und lockst mit deinem Charme.

Betörend ist dein Farbenspiel
mal puterrot, mal gelb, mal blau.
Uns zu verzaubern ist dein Ziel
mit deiner bunten Schau.

Mit Düften lockst du uns hinaus
in deine herrliche Natur
mit Blätterbunt und Windgebraus
und Lebensfreude pur.

Ein Sonnenstündchen auf der Bank
ist wie ein Streicheln, sanft und mild.
Oktober, dir sei aller Dank,
der deinem Zauber gilt.

© Elke Bräunling

Plumps! Da fällt ‚was!


Plumps! Da fällt ‚was!
(Gedicht/Lied zur Geschichte: Der kleine Waldwichtel und die Herbstbäume)

Unterm Baum, da schläft ein Wichtel,
träumt so bunt und schnarcht so sacht.
Da! Auf einmal: Plumps! und Plopp!
und Autsch! Nun ist er aufgewacht!

Refrain
Plumps und plopp und platsch und plopf,
was plumpst mir da bloß auf den Kopf?
Braune Dinger, hart wie Stein!
Hallo Baum, was fällt dir ein?

„Eicheln sind wir!“, ruft es munter,
„wir sind reif und fallen froh
auf den Boden flugs hinunter,
denn im Herbst, da macht man’s so.

Aus uns wachsen große Bäume
über Zeiten hier im Wald
schöner noch als alle Träume
und du wirst es sehen. Bald.“

„Ach, ihr frechen harten Dinger“,
lacht der Wichtel. „So ein Spaß!
Kleiner seid ihr als mein Finger
und wie jeder Halm im Gras.

Wie ein Baum? Es ist so komisch.
Hahaha! Das schafft ihr nie!“
„Wart’s nur ab! So hundert Jahre!
Dann sind wir so groß wie sie.“

Und die Eicheln lachen alle
über unsern kleinen Wicht.
Der flieht schnell zum nächsten Baume
für ein Schläfchen. Er ahnt nicht

dass dort andere schon warten
in den Zweigen, spitz und klein,
die mit Schalen, zähen, harten,
prasseln nun gleich auf ihn ein.

Schluss-Refrain
Plumps und plopp und platsch und plopf,
was plumpst ihm nun auf den Kopf?
Bucheckern, so hart wie Stein!
Hallo Baum, was fällt dir ein?

Gesprochen, im Davonlaufen: „Ich gehe heim! In meine Höhle. Da stört mich keiner!“

Pause. Dann, ganz trocken: PLOPPF!

Kleiner Wichtel liegt unter Herbstlicher Eiche und wird mit fallenden Eicheln beworfen

Schwalbenparty


Schwalben versammeln sich auf einem Dach

Schwalbenparty
Fröhliches Herbstgedicht

Auf den Dächern gibt’s heut Party.
Quirlig ist’s und sehr viel los.
Wildes Pfeifen, Rufen, Piepen,
Zwitschern, Trillern, leises Fiepen,
ja, die Aufregung ist groß.

Schwalben sind’s, die feierlaunig
kommen heut zum Abschiedsfest
aus den Nestern, Mauern, Ställen
fliegen sie in großen Wellen.
Keine bleibt heut noch im Nest.

Vieles gilt es zu besprechen
vor dem weiten Winterflug
in den Süden und sie planen,
überlegen, reden, warnen
vor dem Weg im Schwalbenzug.

Wer fliegt vorne, wer hält Ausschau?
Wer kennt noch den besten Pfad?
Wo kann man dort gut pausieren?
Wird man unterwegs nicht frieren?
Jede Schwalbe weiß ’nen Rat.

Eine ruft: „Wir müssen starten!“
Eine andre: „Ist es weit?“
Eine möchte erst noch jagen,
eine hat noch tausend Fragen,
und schon gibt es neuen Streit.

Plötzlich geht ein Ruf durch alle,
und schon hebt die Schar sich an.
Lautes Pfeifen. Aus dem Kreisen
geht es los zu fernen Reisen.
Guten Flug! Und kommt gut an!

Refrain
Rufen, zwitschern, hin und her,
bald geht’s fort, weit übers Meer.
Fliegen, kreisen, auf und nieder,
sammeln, rufen, sammeln wieder.
Viel Palaver. Große Freude.
Laute Abschiedsparty heute.

© Elke Bräunling


Ein fröhliches Lied vom Abschied nach einem wunderschönen Schwalbensommer

Text: Elke Bräunling  Musik: Balz Burch

Septembersensibiliäten


Septembersensibiliäten
Abschiedsgedicht

Septembertag.
Zum Abschied malen Bergseen ihre Farben in den Himmel.
Die Blätter der Birke lächeln goldtupfig in pfifferlingsduftiger Luft
und Wolkenkind dreht voller Übermut eine Pirouette.
Emotionen flirren wie Sommerobstmücken unsichtbar durch den Tag.
Solche. Und solche. Und andere.
Sie sind frei und suchen die Seelen, die
– in Abschieds- und Aufbruchstimmung –
ihre wunden Seiten entblößen.
Fühligkeiten.
Sensibilitäten.
Sie. Er. Ich.
Du auch?

© Elke Bräunling

Septemberstimmung, Blick über Land und See

September

Septemberstimmung, Blick übers Land

September
Septembergedicht für Kinder

September zieht den Herbst ins Land
an einem hellen bunten Band.
Der Sommer winkt und sagt „Adé!
Ein andrer kommt, wenn ich nun geh’.“

Die Sonne hat nicht mehr viel Zeit,
die Schatten werden lang und weit,
der Wind spielt oft ein lustig’ Spiel,
mal ist es warm, mal ist es kühl.

Auf Wiesen glänzt ein Silberschmuck,
auf Blumen auch. Komm her und guck!
Ein Zaubrer wirkt zur Morgenstund’,
und auch die Blätter tupft er bunt.

September ist auch Erntezeit.
Zum Feiern macht man sich bereit
und sagt ganz festlich: „Dankeschön!“
September flüstert: „Gern geschehn!“

Und hat man ganz viel Wetterglück,
kehrt warm der Sommer kurz zurück.
Altweibersommer heißt er dann,
danach dann fängt die Sturmzeit an.

© Elke Bräunling

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Ein Zaubertag im Herbst

Ein Zaubertag im Herbst
Altweibersommergedicht für Kinder

Denkt nur, jemand hat heute Nacht
einen Teppich gewebt übers Land
aus silbernen Fäden in glänzender Pracht,
geschaffen von Meisterhand.

Verzaubert glitzert der Morgentau
mit dem Sonnenlicht um die Wette,
ein Glänzen und Funkeln, so silbergrau
wie Perlen auf einer Kette.

Der Sonne macht dieses Spiel Freude.
Sie strahlt mit all ihrer Kraft.
Einen warmen Tag schenkt sie uns heute.
Sie hat es noch einmal geschafft.

Und der Sommer? Er lacht.
Ist er doch über Nacht
heimlich zurückgekommen
und hat das Zepter noch einmal ganz sacht
dem Herbst aus den Händen genommen.

© Elke Bräunling

Noch zwei Gedichte zum Altweibersommer findest du hier:
Alte Weiber – Gedicht
Der Zauberer – Ein Rätselgedicht

Ein Zaubertag im Herbst - Text + Illustration

 

Septembermelancholie


Abstrakte Gestalt, die den nebelumflorten September darstellt


Septembermelancholie

Kleines Gedicht

Da bist du nun und sollst willkommen sein,
malst Gold ins Laub, streust Licht herein.
Dein Wind, so sanft, holt stumm das kleine Glück
von Sommerträumen noch einmal zurück.

Das Dunkel aber sitzt dir schon im Haar
und raunt uns zu: „Der Herbst ist da!“
Und leis mit einer Prise Traurigkeit
schleicht Morgennebel in dein goldnes Kleid.

© Elke Bräunling

 

Die Regenfrau

Die Regenfrau
Fröhliches Kindergedicht für einen Regentag

Hörst du sie? Komm her und schau!
Da draußen steht die Regenfrau.
Den Hut trägt tief sie im Gesicht.
Die nasse Nase siehst du nicht.

Um ihren großen roten Mund
rankt sich ein Grinsen, frech und rund.
Die Haare sind gelockt und grau,
ihr Regenumhang, der strahlt blau.

Mit Perlchen ist er bunt geschmückt.
Sie glitzern hell. Du blickst verzückt
und schaust gebannt hinaus zu ihr.
Da, siehst du es? Jetzt winkt sie dir!

Du folgst ihr und verlässt das Haus,
trittst in die Regenwelt hinaus.
Und weil sie dir entgegen lacht,
spürst du, wie sie dich fröhlich macht.

Du hüpfst in eine Pfütze. Platsch!
Malst ein Gesicht dick in den Matsch!
Du winkst den Wolken zu und sagst,
wie sehr du Regen nun doch magst.

Das Regnen, das dich erst gestört,
hat dabei längst schon aufgehört.
Du glaubst es nicht? Komm her und schau!
Sie spielt mit dir, die Regenfrau…

© Elke Bräunling

Textabschnitt Gedicht Regenfrau

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Novembermorgen im Wald

Novembermorgen im Wald *
Gedicht Novemberimpressionen –

Ein Morgengesicht
Und Funkeln im Tau
Ein heimliches Licht
Und Lüfte leicht rau
Der wirbelnde Wind
Die Finger ganz kalt
Ein Blatt trudelt blind
Fast kahl ist der Wald
Ein Goldschimmer hier
Ein Laubwirbel da
Spätherbstliche Zier
Nichts ist mehr wie’s war
Sanft schwebt in der Luft
Ein Hauch Endlichkeit
Der traurige Duft
Vergangener Zeit
Die Wehmut trägt grau
Das Bunt ist verspeist
Das Ende der Schau
Und die Seele vereist

© Elke Bräunling

Sternchen staunt

Sternchen staunt *
Kleines Laternengedicht/-lied für Kinder –

Ein Sternchen blickt vom Himmelszelt
voll Staunen auf die weite Welt
und sieht, es blinkt dort glimmerschön,
wie es dies so noch nie gesehn.

Ganz viele Pünktchen, hell und zart,
ziehn schimmernd durch die ganze Stadt
und leise hört man den Gesang
wie einen feinen Glockenklang.

Die Lichter im Laternenzug
mit schimmernd hellem Funkenflug
sind’s, die heut leuchten in der Nacht
in wundersamer Zauberpracht.

Das Sternchen huscht hinunter schnell
zur Erde dorthin, wo’s so hell,
und funkelt im Laternenschein
für alle Menschen, groß und klein.

Refrain:
Sternchen, Sternchen!
Schenk uns deinen Sternenglanz!
Sternchen, Sternchen!
Tanz mit uns den Sternentanz!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle!
Leuchte für uns viele Male!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle
viele, viele Male.

© Elke Bräunling

Das kleine Laternenlied

Das kleine Laternenlied*
Laternenlied für Kinder –

Ein kleines Laternenlied
zieht fröhlich um die Welt,
weil es, wie die Laternen auch,
den Kindern sehr gefällt.

Das kleine Laternenlied
schwebt leise durch die Nacht
in Kinderträume tief hinein,
wo es dann singt und lacht.

Das kleine Laternenlied,
kehrt auch bei dir bald ein,
weil es ja alle Kinder liebt,
möcht’ es bei dir auch sein.

Das kleine Laternenlied
singt allen ein „Hallo!“
von Sonne, Sternen und dem Mond.
Das macht uns alle froh.

Refrain:
Laternenlied, Laternenlied.
So zart klingt deine Melodie
Laternenlied, Laternenlied.
So schön ist deine Harmonie.
Laternenlied, Laternenlied.
Du kribbelst manchmal auch
ganz tief in meinem Bauch.
Laternenlied, Laternenlied,
ganz tief in meinem Bauch.

© Elke Bräunling

Ein Moment in Auszeit


Ein Moment in Auszeit *
Gedicht und Lied

Stell dir vor, dich lockt die Sonne
von der Arbeit weg hinaus
in die Herbstluft! Welche Wonne
dieser Freiheit außer Haus!

Und du spürst, du kannst genießen
diesen herbstlichen Moment
und nichts könnte dich verdrießen,
was dir von der Zeit geschenkt.

Schließ die Augen, spür die Wärme
von der Sonnenstrahlen Licht
und genieße, schwelge, schwärme,
spüre sie auf dem Gesicht.

Zärtlich fängt es an zu pochen
in des Herzens tiefem Grund.
Wie vom Glück dir leis’ versprochen
dankst du tief für diese Stund’.

© Elke Bräunling

Balz Burch hat zu diesem Gedicht ein wunderschönes Lied komponiert und eingespielt.
Mit diesem Lied hat er sich bei mir vorgestellt, nachdem er das Gedicht hier im Blog entdeckt hatte. Es war ein Glückstag – und seither arbeiten wir zusammen.
Danke, Balz!

Von Elke Bräunling (Text) und Balz Burch (Musik)

Ein Herbst-Fratzengeist

Ein Herbst-Fratzengeist *
Halloweengedicht für Kinder –

Nimm eine Rübe und höhle sie aus
und schneide eine Fratze daraus
mit Augen, Nase und
einem grimmigen Mund.
Dies Rübenmonster stelle sodann
ans Fenster und zünd eine Kerze noch an,
wenn’s dämmert draußen.
Das sieht aus zum Grausen.
Nun muss du zum Fenster ‚rauslinsen.
Draußen gibt´s nämlich bald ‚was zu grinsen,
weil die Leute mächtig erschrecken,
wenn sie den Fratzengeist plötzlich entdecken.

© Elke Bräunling

Der kalte Wandel

Der kalte Wandel *
Herbstgedicht für Melancholiker –

Der Herbst trägt heute silbergrau,
die Sonne fühlt sich ausgebrannt.
Man fröstelt leicht, die Luft ist rau,
Es ist nicht schön, doch allbekannt,

wie schnell die warme Zeit vergeht
und Leichtigkeit im Wind verweht.
Der Mensch ist aufgebracht und denkt:
Dies Wetter will man nicht geschenkt.

So steht er da, frustriert, bedrückt
und hält den Wandel für verrückt,
der viel zu schnell kam und so bald.
Der Mensch seufzt tief. Ihm ist so kalt.

© Elke Bräunling