Unterm Baum, da schläft ein Wichtel,
träumt so bunt und schnarcht so sacht.
Da! Auf einmal: Plumps! und Plopp!
und Autsch! Nun ist er aufgewacht!
Refrain
Plumps und plopp und platsch und plopf,
was plumpst mir da bloß auf den Kopf?
Braune Dinger, hart wie Stein!
Hallo Baum, was fällt dir ein?
„Eicheln sind wir!“, ruft es munter,
„wir sind reif und fallen froh
auf den Boden flugs hinunter,
denn im Herbst, da macht man’s so.
Aus uns wachsen große Bäume
über Zeiten hier im Wald
schöner noch als alle Träume
und du wirst es sehen. Bald.“
„Ach, ihr frechen harten Dinger“,
lacht der Wichtel. „So ein Spaß!
Kleiner seid ihr als mein Finger
und wie jeder Halm im Gras.
Wie ein Baum? Es ist so komisch.
Hahaha! Das schafft ihr nie!“
„Wart’s nur ab! So hundert Jahre!
Dann sind wir so groß wie sie.“
Und die Eicheln lachen alle
über unsern kleinen Wicht.
Der flieht schnell zum nächsten Baume
für ein Schläfchen. Er ahnt nicht
dass dort andere schon warten
in den Zweigen, spitz und klein,
die mit Schalen, zähen, harten,
prasseln nun gleich auf ihn ein.
Schluss-Refrain
Plumps und plopp und platsch und plopf,
was plumpst ihm nun auf den Kopf?
Bucheckern, so hart wie Stein!
Hallo Baum, was fällt dir ein?
Gesprochen, im Davonlaufen: „Ich gehe heim! In meine Höhle. Da stört mich keiner!“
Auf den Dächern gibt’s heut Party.
Quirlig ist’s und sehr viel los.
Wildes Pfeifen, Rufen, Piepen,
Zwitschern, Trillern, leises Fiepen,
ja, die Aufregung ist groß.
Schwalben sind’s, die feierlaunig
kommen heut zum Abschiedsfest
aus den Nestern, Mauern, Ställen
fliegen sie in großen Wellen.
Keine bleibt heut noch im Nest.
Vieles gilt es zu besprechen
vor dem weiten Winterflug
in den Süden und sie planen,
überlegen, reden, warnen
vor dem Weg im Schwalbenzug.
Wer fliegt vorne, wer hält Ausschau?
Wer kennt noch den besten Pfad?
Wo kann man dort gut pausieren?
Wird man unterwegs nicht frieren?
Jede Schwalbe weiß ’nen Rat.
Eine ruft: „Wir müssen starten!“
Eine andre: „Ist es weit?“
Eine möchte erst noch jagen,
eine hat noch tausend Fragen,
und schon gibt es neuen Streit.
Plötzlich geht ein Ruf durch alle,
und schon hebt die Schar sich an.
Lautes Pfeifen. Aus dem Kreisen
geht es los zu fernen Reisen.
Guten Flug! Und kommt gut an!
Refrain
Rufen, zwitschern, hin und her,
bald geht’s fort, weit übers Meer.
Fliegen, kreisen, auf und nieder,
sammeln, rufen, sammeln wieder.
Viel Palaver. Große Freude.
Laute Abschiedsparty heute.
Septembertag.
Zum Abschied malen Bergseen ihre Farben in den Himmel.
Die Blätter der Birke lächeln goldtupfig in pfifferlingsduftiger Luft
und Wolkenkind dreht voller Übermut eine Pirouette.
Emotionen flirren wie Sommerobstmücken unsichtbar durch den Tag.
Solche. Und solche. Und andere.
Sie sind frei und suchen die Seelen, die
– in Abschieds- und Aufbruchstimmung –
ihre wunden Seiten entblößen.
Fühligkeiten.
Sensibilitäten.
Sie. Er. Ich.
Du auch?
Da bist du nun und sollst willkommen sein,
malst Gold ins Laub, streust Licht herein.
Dein Wind, so sanft, holt stumm das kleine Glück
von Sommerträumen noch einmal zurück.
Das Dunkel aber sitzt dir schon im Haar
und raunt uns zu: „Der Herbst ist da!“
Und leis mit einer Prise Traurigkeit
schleicht Morgennebel in dein goldnes Kleid.
Novembermorgen im Wald * Gedicht Novemberimpressionen –
Ein Morgengesicht
Und Funkeln im Tau
Ein heimliches Licht
Und Lüfte leicht rau
Der wirbelnde Wind
Die Finger ganz kalt
Ein Blatt trudelt blind
Fast kahl ist der Wald
Ein Goldschimmer hier
Ein Laubwirbel da
Spätherbstliche Zier
Nichts ist mehr wie’s war
Sanft schwebt in der Luft
Ein Hauch Endlichkeit
Der traurige Duft
Vergangener Zeit
Die Wehmut trägt grau
Das Bunt ist verspeist
Das Ende der Schau
Und die Seele vereist
Sternchen staunt * Kleines Laternengedicht/-lied für Kinder –
Ein Sternchen blickt vom Himmelszelt
voll Staunen auf die weite Welt
und sieht, es blinkt dort glimmerschön,
wie es dies so noch nie gesehn.
Ganz viele Pünktchen, hell und zart,
ziehn schimmernd durch die ganze Stadt
und leise hört man den Gesang
wie einen feinen Glockenklang.
Die Lichter im Laternenzug
mit schimmernd hellem Funkenflug
sind’s, die heut leuchten in der Nacht
in wundersamer Zauberpracht.
Das Sternchen huscht hinunter schnell
zur Erde dorthin, wo’s so hell,
und funkelt im Laternenschein
für alle Menschen, groß und klein.
Refrain:
Sternchen, Sternchen!
Schenk uns deinen Sternenglanz!
Sternchen, Sternchen!
Tanz mit uns den Sternentanz!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle!
Leuchte für uns viele Male!
Flimmere, funkle, leuchte, strahle
viele, viele Male.
Das kleine Laternenlied* Laternenlied für Kinder –
Ein kleines Laternenlied
zieht fröhlich um die Welt,
weil es, wie die Laternen auch,
den Kindern sehr gefällt.
Das kleine Laternenlied
schwebt leise durch die Nacht
in Kinderträume tief hinein,
wo es dann singt und lacht.
Das kleine Laternenlied,
kehrt auch bei dir bald ein,
weil es ja alle Kinder liebt,
möcht’ es bei dir auch sein.
Das kleine Laternenlied
singt allen ein „Hallo!“
von Sonne, Sternen und dem Mond.
Das macht uns alle froh.
Refrain:
Laternenlied, Laternenlied.
So zart klingt deine Melodie
Laternenlied, Laternenlied.
So schön ist deine Harmonie.
Laternenlied, Laternenlied.
Du kribbelst manchmal auch
ganz tief in meinem Bauch.
Laternenlied, Laternenlied,
ganz tief in meinem Bauch.
Balz Burch hat zu diesem Gedicht ein wunderschönes Lied komponiert und eingespielt. Mit diesem Lied hat er sich bei mir vorgestellt, nachdem er das Gedicht hier im Blog entdeckt hatte. Es war ein Glückstag – und seither arbeiten wir zusammen. Danke, Balz!
Ein Herbst-Fratzengeist * Halloweengedicht für Kinder –
Nimm eine Rübe und höhle sie aus
und schneide eine Fratze daraus
mit Augen, Nase und
einem grimmigen Mund.
Dies Rübenmonster stelle sodann
ans Fenster und zünd eine Kerze noch an,
wenn’s dämmert draußen.
Das sieht aus zum Grausen.
Nun muss du zum Fenster ‚rauslinsen.
Draußen gibt´s nämlich bald ‚was zu grinsen,
weil die Leute mächtig erschrecken,
wenn sie den Fratzengeist plötzlich entdecken.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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