Da bist du nun und sollst willkommen sein,
malst Gold ins Laub, streust Licht herein.
Dein Wind, so sanft, holt stumm das kleine Glück
von Sommerträumen noch einmal zurück.
Das Dunkel aber sitzt dir schon im Haar
und raunt uns zu: „Der Herbst ist da!“
Und leis mit einer Prise Traurigkeit
schleicht Morgennebel in dein goldnes Kleid.
Der Tag ist schön, die Sonne strahlt
vom Himmel, der tiefblau bemalt
mit Wölkchen, die wie Zuckerschaum
sehr niedlich spielen weit am Saum.
Der Sommer gibt sein Bestes heut,
als ob er kühn sein Ende scheut
und schickt dem Land viel heiße Luft,
vermischt mit süßem Früchteduft.
„Bald bin ich weg! Genießt die Zeit!
Hier riecht’s nach Herbst. Es ist soweit“,
ruft er mit Wehmut tief im Klang,
„und ich geh bald den letzten Gang
aus meiner Welt für dieses Jahr,
in dem ich lang genug nun war.
Der Mensch ist müd’ und voller Weh
und hofft, dass ich nun endlich geh.“
So spricht er und schaut übers Land,
hält noch die Sonne in der Hand.
Ein lachend und ein weinend Herz,
geprägt von leisem Abschiedsschmerz.
Refrain
Nun endet bald die Sommerglut.
Sie tut so manchem nicht mehr gut.
Die Herbstzeit naht, der Sommer geht,
weil unsre Welt sich weiterdreht.
Der eine seufzt, der andre lacht,
ein Zeitenschnitt ist nun gemacht.
Adieu und tschüss, du Sommerglück …
und komm im nächsten Jahr zurück.
Manchmal bist du im Traum wieder hier.
Dann weiß ich am Morgen: der Tag wird gut.
Ich fühle mich leicht und lebendig mit dir
frisch im Herzen, und das gibt mir Mut.
Du weckst mein Erinnern auf sanfte Art
und ich spüre deinen schützenden Arm
um meine Schultern, so liebend und zart,
deine Wärme und deinen Charme.
Ich weiß, das ist alles nur Illusion,
doch manchmal gönne ich mir den Genuss
deiner Nähe. Die Realität grinst frech voller Hohn
wie immer seit deinem letzten Kuss.
Ich könnte noch vieles schreiben dazu.
Dich vergessen, das kann ich leider nicht,
und ist die Sehnsucht mal wieder sehr groß,
setz’ ich mich hin und schreib ein Gedicht.
Treffen mit Mascha Gedicht von einem unerfüllten Traum
Ich sitze mit Mascha vergnügt im Café
vor Erdbeerkuchen und Pfefferminztee.
Wir sind beschwingt, unsre Blicke spaziern
zu Menschen, die an uns vorüber flaniern.
„Sie tragen Geschichten in ihrem Gesicht“,
sagt Mascha, „und glauben, wir sähen es nicht.“
Mit schnellen Strichen schreibt sie auf Papier
Worte in Reimen mit großem Plaisir.
Das Fabulieren wird bei ihr zum Spiel.
Sie sagt mit wenigen Worten so viel,
was sonst verschwiegen und meist ungesagt
in Kehlen verborgen an Seelen nagt.
Ich staune und schaue ihr zu wie gebannt.
Ein Funke springt über. Ich hab mich verbrannt
und tief in mir wächst immens die Begier:
Schreiben wie Mascha, das wünschte ich mir.
Könnt einmal nur fliegen ich in ihre Zeit
zu Kuchen und Tee und zum Schreiben zu zweit. …
Den Optimismus find ich nur im Traum
auf meinen Reisen durch Zeiten und Raum.
„Könnt einmal nur fliegen ich in ihre Zeit …“
Ja, dann würde ich hundert Jahre zurück in Berlin im Romanischen Café sitzen bei den „Nichtschwimmern“ und in den Nebenraum zu den „Schwimmern“, den gestandenen Künstlern und Autoren – und mittendrin Mascha Kaléko -, linsen. Daraufhin fiebern würde ich, auch einmal nur dort bei all diesen wunderbaren Künstlern und Autoren sitzen und sie kennenlernen zu können, nicht nur ihre Bücher und ihre Kunst. Und mein lieber, lieber Knurrbär Erich Kästner wäre auch da. Ach ja …Weiterlesen
Oft sagt die Oma „Nimmermehr“,
wenn sie von früher spricht.
Sie sagt es oft sehr tränenschwer,
weil es so viel aus ihrer Sicht
heut nicht mehr gibt in unsrer Welt,
was Oma schmerzt und auch missfällt.
„Die gute alte Zeit“, seufzt sie, „ist lange her.
Sie findet man heut nimmermehr.“
Ein Flötenspieler steht am Tor
und spielt ein Lied den Menschen vor,
das eines jeden Herzen rührt,
so dass man tiefe Liebe spürt
zu diesem Ort, der einst bekannt
und pittoresk gelegen in dem Land,
das nach dem Krieg verloren war
und nun so fern ist und doch nah.
Er prangt im Gold- und Silberglanz,
der Marktstand voller Firlefanz.
Wie sehr er funkelt, glitzert, strahlt!
Man könnte meinen, dass er prahlt
mit all dem Krempelkram und Tand
im kunterbunten Flohmarktland.
Hast du ihn auch schon mal gesehn?
Besuch ihn, bei ihm träumt’s sich schön.
Eine rosarote Rose
schmückt die kleine alte Dose,
dieses Kleinod aus der Zeit,
als Opa Oma einst gefreit.
Heute steht’s in meinem Zimmer
und sein alter Glanz und Schimmer
in geheimnisvoller Scheu
erfreut mich jedes Mal aufs Neu.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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