Schlagwort: Fröhliches Kindergedicht

Das Eichhorn und sein Schatz

Das Eichhorn und sein Schatz *
Fröhliches Kindergedicht vom Eichhörnchen und den Nüssen –

Das Eichhorn sagt: „Im Wald ist’s fein.
Noch schöner ist’s bei Oma Klein
im Garten mit dem Walnussbaum.
Die Nüsse dort, die sind ein Traum.

Sie schmecken würzig, frisch und süß –
ein wahres Eichhorn-Paradies.“
So manche Nuss trägt es alsbald
hinauf zu seinem Nest im Wald

und gräbt sie ein als teu’ren Schatz
allüberall an sicher’m Platz,
wo es die Nuss dann meist vergisst
und sie auch sonst kein andrer isst.

Nun ahnst du schon, was dann geschieht?
Das Eichhorn hilft, wie man es sieht,
dass aus der Nuss ganz ohne Plan
ein neuer Baum entstehen kann.

© Elke Bräunling

juniverse 2025 – Eichhörnchen
Reihe „Waldgedichte“

Der Sommerbrief

Illustration Mädchen sitzt auf Gras und liest einen Brief. Sonnenschein.

Der Sommerbrief 
Kindergedicht zum Sommeranfang 

Ein Brieflein kam im Morgentau
und lag still da auf grünem Klee.
Es duftete nach Sonnenschein
als kleiner Gruß der Sommerfee.

„Ich bin’s, der Sommer“, stand darin.
„Ich bring euch bald die warme Zeit.
Die Früchte weck ich auf dem Feld
und bring euch Spaß und Fröhlichkeit.

Genießt das Leben! Freut euch! Nun
beginnt die schönste Zeit im Jahr.“
Und alle lasen, was geschrieben –
der Sommer, ja, er war schon nah.

© Elke Bräunling

Frühlingslachen – Die Osterzeit im Bauerngarten

Frühlingslachen – Die Osterzeit im Bauerngarten *
Fröhliches Frühlings- und Ostergedicht –

Pips, der kleine Osterhas’,
sitzt vergnügt im grünen Gras,
freut sich über die Frühlingswelt
die ihm heut so sehr gefällt.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will hüpfen, tanzen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Ruth, das kleine Osterhuhn
hat mit Eiern viel zu tun,
freut sich über den Frühlingstag,
den sie so gut leiden mag.
Es will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Es will picken, fressen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Ann, das kleine Osterlamm,
steht ruhig an des Baumes Stamm,
freut sich auf der Welt zu sein,
ist so jung und noch so klein.
Es will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Es will schnuppern, schmusen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Min, die kleine schwarze Katz’
hütet einen teuren Schatz.
Kätzchen brachte sie zur Welt
pünktlich wie zum Fest bestellt.
Sie will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Sie will kuscheln, spielen, springen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Fritz, der kleine freche Spatz,
nimmt im Pflaumenbaume Platz,
freut sich über den Frühlingsduft,
der so süß liegt in der Luft.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will zwitschern, ‚tirilingen’
und ein Frühlingsliedchen singen

Fridolin, der Schmetterling,
schwebt zu jeder Blüte hin,
freut sich über das Frühlingsbunt
überall auf seiner Rund’.
Er will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Er will schweben, gleiten, schwingen
und ein Frühlingsliedchen singen.

Mo, die kleine Osterfrau
passt im Garten auf genau.
Jeder soll an diesem Frühlingstag
leben so wie er es mag.
Sie will lachen, lachen, lachen,
viele schöne Dinge machen.
Sie will klatschen, jubeln, klingen
und ein Frühlingsliedchen singen.

© Elke Bräunling

Wenn’s draußen neblig ist und kalt

Wenn’s draußen neblig ist und kalt *
Traumreisegedicht für Kinder –

Wenn ich nicht draußen spielen kann,
hör ich mir ’ne Geschichte an
bei Onkel Hans im Nachbarhaus.
Der kennt sich mit Geschichten aus.

Wir fliegen einmal auf den Mond,
denn der ist gar nicht unbewohnt.
Die Mondolonen leben dort.
Sie lassen uns fast nicht mehr fort.

Ein andermal, da reisen wir
zu Wüstenscheich Ben Dschurimir.
Der lädt zum Wüstenmahl uns ein
zu Löwenspeck und Palmenwein.

Im Urwald finden wir sodann
den letzten Urwaldzaubermann.
Der zaubert für uns -eins, zwei, drei-
ein Urwaldomobil herbei.

Und dieses Ding bringt uns ganz schnell
zu einer Wunderzauberquell,
die jedem einen Wunsch gewährt,
der mutig ist und sich bewährt.

Wir sind voll Mut, drum wünschen wir
uns einen Flug auf ´nem Klavier
mit Melodien um die Welt
überallhin, wo´s uns gefällt.

Wir schweben singend übers Meer
nach Ost und West und kreuz und quer,
und manchmal bleiben wir auch stehn,
denn es gibt ja so viel zu sehn.

Am Nordpol halten wir dann an
und treffen dort Frau Holle dann.
Und die nimmt uns auf ihrem Ritt
durch Schnee und Eis nach Hause mit.

So ist mir das Geschichtenland
dank Onkel Hans schon gut bekannt,
und ich besuch ihn wieder bald,
wenn´s draußen neblig ist und kalt.

© Elke Bräunling

Haselnüsschen

Haselnüsschen *
Spaßgedicht für Kinder –

Der Haselstrauch am Flüsschen
hängt wieder voller Nüsschen,
und alle Mäuse freuen sich
am reich gedeckten Haseltisch.

Auf sanften Trippelfüßchen
mit einem lieben Grüßchen
kommt noch ein Gast mit an den Tisch.
Es ist das Eichhorn Squirrelsquish. *

Es hat ein Nüsse-Lüstchen
und spreizt gespannt sein Brüstchen,
doch Nüsse gibt’s gerade kaum,
es hängen viele noch am Baum.

„Ich gebe euch ein Küsschen
für nur einzig’ Nüsschen“,
sagt es und lacht die Mäuse an,
weil es am besten betteln kann.

„Dort oben sind die Früchtchen
hoch in des Strauches Lüftchen.
Drum klettere du in den Strauch
und sammle sie – für uns gleich auch.“

Dies sagen ihm die Mäuschen
nach einem Nachdenkpäuschen.
Das Eichhorn brummelt: „Ich verzicht’,
denn Klettern mag ich heute nicht.“

Laut lachen alle Nüsschen
im Strauch nun hier am Flüsschen.
Da kommt der Wind und pustet fest
und runter fällt der ganze Rest.

Der Haselstrauch am Flüsschen
verliert so alle Nüsschen
und alle Tiere sind bald satt
und nun vom Nüssefuttern matt.

*Squirrel heißt das Eichhörnchen auf Englisch,
squisch heißt u.a. quietschen

© Elke Bräunling

Sonnenblumenblütenmeer

Sonnenblumenblütenmeer *
Kindergedicht Sonnenblumen/Sonnenblumenlied –

Lass uns Sonnenblumen malen,
die in hellen Farben strahlen,
Blütenköpfe, üppig, schwer
im Sonnenblumenblütenmeer.

Ihre Blüten sehn wir immer,
sie blühn nun in unserm Zimmer
an den Wänden golden hell
und leuchtend bunt in Aquarell.

Und an dunklen Wintertagen
müssen wir uns nicht beklagen,
denn die Blütensonne scheint,
auch wenn der Himmel Flöckchen weint.

© Elke Bräunling