„Wir haben uns viel zu verzeihen!“,
so sagt er heute mit bittendem Blick,
„für Fehler, die wir (nicht) bereuen.
Drehn wir das Rad doch zum Anfang zurück!
Es ist auch so vieles geschehen
und das lag niemals in unserer Hand.
Wer konnte im Voraus denn sehen,
was so passieren würde im Land.
Wir baden in Unschuld die Hände.
Dieses Fiasko hat keiner erahnt.
Drum kommen wir nun hier zum Ende.
Und nein, da war gar nichts geplant.“
Milchschaumtraum Heiteres Gedicht vom Genießen/ Kindergedicht
Er schmeckt so köstlich wie ein Traum
auf dem Kakao* aus Milch der Schaum.
Den Löffel tauch ich langsam nur
hinein und male erst als kleine Spur
ein weißes Herz, ganz winzig klein,
in diesen Berg aus Schaum hinein.
Dann schnuppere ich ganz im Genuss
den Duft, der süß schmeckt wie ein Kuss.
Und dann, dann endlich ist’s soweit:
Die Nase zuckt, der Mund ist weit
geöffnet für den Milchschaumtraum.
Nicht länger halt ich mich im Zaum
und schlabbre, schlecke, schnabulier,
bis ich fast den Verstand verlier.
Ich schwelge, doch schnell ist er leer,
der Becher, und ich gier’ nach mehr
Kakao mit leckrem Milchschaumtraum,
denn einer davon reicht mir kaum,
weil man auf einem Bein schlecht steht.
Nun rate, wie dies weiter geht.
Deine Sprache ist nicht mehr meine.
Wir verstehen uns plötzlich nicht mehr.
Deine Wahrheit ist bloß die eine
und ändert sich von der meinen nun sehr.
Wir können nicht mehr diskutieren.
Das, was du sagst, entfacht in mir Wut.
Wir sehn, wie sich Lügen summieren,
und plötzlich ist gar nichts mehr für uns gut.
In Freundschaft ist Kälte gekrochen.
Das alte Versprechen auch ohne Wort
hat nun diese Zeit uns gebrochen.
Ich gehe am besten mir ihr von dir fort.
Was konnte uns bloß so sehr spalten?
Das neue „Anders“ kam überrascht.
Sind wir denn nun nicht mehr die Alten,
nachdem wir an fremden Ideen genascht?
Nachts am Fenster.
Ich blicke zu dir hinüber,
lächle dir zu
und spüre die Liebe,
die mich durchströmt.
Und du, du winkst mir zurück
mit deinen Zweigen.
Ein Moment der Magie
zwischen dir und mir
und ich sehe,
wie sich unsere Energien
berühren, verschmelzen und
wie sie Hand in Hand
die Wanderung durch die Nacht
antreten.
Schlaf gut, Birke!
Diese Gestalten,
die lügen und spalten
und Hass säen, als gäb es kein Morgen,
bereiten dir Sorgen?
Wenn Worte und Phrasen,
ihr Hetzen und Rasen
aus Ideologie
und Wahnidiotie
dich ermüden,
so lass sie wüten
und hör nicht mehr hin.
Es hat keinen Sinn.
Zu kurz ist das Leben,
zu hoch der Preis,
um Zeit zu vergeben
für ideologischen Sch…
Worte, die fließen,
die hoffen und sprießen,
den Blümchen auf
Feldern und Wiesen
sehr gleich.
Gedanken, die gleiten
zu allen Seiten
den Wolken und Wellen
im Spiegel der Seen
so reich.
Fallen in Sphären,
die wir gebären
im Zug der Gedanken
so ganz ohne Schranken
gestreut.
Schaffen ist Fließen
und wohl zu genießen
im Glücksrausch der Seele
ganz aus tiefster Kehle
gefreut.
Ich hör sie draußen diskutieren,
als ginge es ums letzte Brot,
mal laut, mal leise und auch hitzig,
als sei grad alles aus dem Lot.
Und viele schreien laut nach Krieg,
weil es nur so noch weiter geht.
Man kann darüber nur noch staunen,
wenn man wie ich daneben steht.
Ich lese Zeitung, suche Worte,
die wahrheitstreu und nichts verdrehn,
und kann die Lügen und das Schweigen
zu vielen Themen nicht verstehn.
Der Krieg wird’s richten, heißt es da,
weil ohne ihn wohl nichts mehr geht.
Wie sollte man dem widersprechen,
wenn man wie ich daneben steht.
Sie wollen neue Panzer bauen
und noch mehr teures Kriegsgerät.
Auch brauchen sie jetzt mehr Soldaten.
Die Saat zum Kriege wird gesät.
Wir Menschen werden nicht gefragt,
und bald ist es für uns zu spät.
Wie hilflos kann man sich nur fühlen,
wenn man wie ich daneben steht.
Ich sehe Leute, die begreifen,
dass alles aus dem Ruder läuft
und dass sich Nachricht neben Nachricht
in ungesundem Maße häuft.
Und immer wieder geht’s um Krieg.
Man fragt, woher der Wind da weht?
Wie sollte man es auch verstehen,
wenn man wie ich daneben steht.
Schwarze Herzen.
Leere Augenhöhlen.
Blick in die andere Dimension.
Die, die deine nun ist?
Ich bemale das Fragezeichen
mit der knallroten Farbe
des Feuers
und der Lebendigkeit.
Nimm das!
Das Veilchen, das du einst gepflückt,
hat mich im Herzen tief beglückt
als Zeichen für die neue Zeit
im Frühling wir zu zweit.
Es hält dich in Erinnerung
getrocknet und gepresst
seit ach so vielen Jahren schon
ganz innig in mir fest
als ein Symbol für das, was war…
und wieder bist du mir ganz nah.
Da bist du ja wieder! Frühlingsgedicht/Frühlingsanfang
Hinter den Bergen steigst du empor,
tröstest wintermüde Leiber,
streichelst verzagte Seelen
und wärmst mit deinem Schein
Herzen, die kalt geworden
im Strudel der Zeit.
Allein es bräuchte zwei Sonnen und mehr,
um zu genesen.
Du kannst heilen, Sonne, und helfen,
es wieder gut zu machen.
Ein bisschen.
ART-täglich? Ein gewöhnungsbedürftiger Blogname?
Mag sein. LEBEN IST KUNST.
Wir sind uns nicht bewusst, wie viele kleine und große, alltägliche und großartige, nichtige und wichtige Kunstwerke wir täglich schaffen bzw. wir täglich einfach nur SIND.
Jeder Mensch. Jedes Tier. Jede Pflanze. Jede Wolke am Himmel. Jeder Trash in der Tonne. Jedes Gericht auf dem Teller. Jede Falte im Gesicht. Jeder Gedanke, jede Idee, jede Lebenshaltung, jedes Augenzwinkern, jedes Lächeln … Alles …
So viel Kunst.
Alles, was wir tun, schaffen, lieben, was wir sind – alles das ist „unsere“ ureigene Kunst. Die Kunst des Lebens.
Die Kunst des Alltags. Die Kunst der schönen, der durchschnittlichen, der hässlichen Momente.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich.
Das Blog existiert noch, verborgen, auf privat gestellt.
Heute habe ich es mir nach zehn Jahren noch einmal durchgesehen und staunte und freute mich, viel Vergessengeglaubtes wiedergefunden zu haben.
Was für eine schöne klitzekleine Kunst in Wort, Bild und Ton!
Und armes, kleines, vernachlässigtes Blog.
Eine Träne tropft auf die Tastatur.
So viel ist passiert in der Zwischenzeit, aber die Kunst, die hat überlebt. Im Kopf, in den Fingern, in den Ohren, Augen, im Herzen.
Soll ich sie hier wieder zu Wort kommen lassen?
Was meinst du, kleines Blog?
Gib mir ein Zeichen! 😘
Ein Blick auf die Uhr: 23.23 Uhr
Querzahl 10
10 für zehn Jahre.
Na, da ist es doch, das Zeichen!
Weitermachen, bedeutet es. Einfach weitermachen.
Ja, was auch sonst?
Dieses Blog ist nicht leblos. Es herrscht hier nur eine, leider zeitbedingte, Ruhepause. Auf bald und liebe Grüße Elke
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤