Perfekte Schönheit
„Lass uns den Garten herbstlich aufhübschen“, sagte sie und streifte sich die Gartenhandschuhe über, um den Kompost mit den Resten des Sommers zu füllen.
Er schüttelte den Kopf. „Sie sind so schön. Lass sie!“
„Sie sind welk. Sie sind hässlich. Sie sind nicht mehr perfekt.“
„Schönheit und Perfektion sind nicht miteinander verwandt“, murmelte er, aber sie hörte ihm nicht mehr zu.
Ein plötzlicher Todesfall
Sollte ich meine derzeitige Lektüre (Ein plötzlicher Todesfall) im jetzigen Stadium beschreiben respektive zeichnen wollen, würden sich meine Gefühle zu dem Buch wie in diesem Bild darstellen.
Wobei ich betonen möchte, dass das Buch wegen der Vielzahl von Personen und derer wenig sympathischer Wesenszüge nicht einfach zu lesen ist. Dennoch verblüfft mich die Direktheit und Pointiertheit dieser Milieustudie und ich ahne, dass dieses Buch nicht zwingend mit einem Happy End enden wird.
Man wird sehen …
Keschte-Kunscht
Kastanienzeit im Wald.
Eine Fülle leckerer Keschte (= So nennt der Pfälzer die Kastanien/Maronen) liegt auf den Waldböden und Wegen. Und es werden immer mehr. Wehe dem, den ein Stacheligel im freien Fall erwischt. Ich hatte dieses Vergnügen heute schon. Zwei Mal und mitten auf den Kopf. Autsch!
Zur „Strafe“ werden ihre Bewohner, die Keschte, nun „geröschtet“ und verzehrt.
Guten Appetit!
G’röschtete Keschte = Geröstete Kastanien oder Maronen
Du brauchst Esskastanien/Maronen, die Menge wählst du selbst.
Schneide die gewölbte Seite der Kastanienfrucht über Kreuz ein und lege sie auf ein Backblech.
Heize den Ofen vor auf ca. 180-200 Grad (Umluft) und backe die Früchte gut 20 Minuten.
Sie sind gar, wenn die Schalen an der Schnittstelle aufspringen.
Die Kastanien werden nun in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, damit sie etwas abkühlen. Dann kannst du sie schälen und naschen.
Du kannst sie aber auch in einer Pfanne in etwas Butter anrösten und servieren.
Wer es mag, gibt entweder etwas Rohrzucker oder Meersalz über die Früchte.
Guten Appetit.
Abwandlung: Du kannst „Keschte“ auch auf Ofenplatten oder Kaminplatten rösten.
Wie ich reime …
Reimen/Dichten/Songtexten ist nicht schwer. Eigentlich ist’s „nur“ ein leises Singen.
Reime (hier meine ich die sog. Gebrauchslyrik, die auch bei Songtexten gerne üblich ist) sind Musik.
Singe dein Gedicht!
Nimm die Melodie eines Liedes, das dir beim Reimen zufliegt, und fädle an ihr die Worte deines Gedichts auf. Ton für Ton und Silbe für Silbe. Jeder Ton eine Silbe.
So vermeidest du in deinem Gedicht eckig klingende Phrasen oder unstimmige Silbenendungen.
Nicht alles nämlich, was sich reimt, klingt schön. Bleibe bei deiner Melodie, und wenn sich hierzu einmal so gar kein passender Reim finden lässt, dann verzichte an dieser Stelle lieber aufs Reimen. Wichtig ist, dass du bei deiner Melodie bleibst. Dein Gedicht-Liedchen muss dir am Ende glatt über die Lippen kommen.
Und warum das Ganze?
Ganz einfach: Nur so alleine wird es dir gelingen, die Verse 2 und 3 und folgende stimmig zu Vers 1 zu erstellen. Und nur so kann dein Gedicht mit der passenden Vertonung, die gar nichts mehr mit deiner beim Reimen erdachten Melodie zu tun haben wird, zu einem Lied/Song werden.
Apropos: Melodien kannst du ganz nach Belieben wählen (Schlager, Pop, Volkslied, Werbetrailer etc.) oder dir selbst ersinnen.
Und warum nun dieser Eintrag?
Nun, ich werde oft gefragt, wie man Songtexte oder Gebrauchslyrik schreibt. Wer „man“ ist, weiß ich nicht. Ich zumindest schreibe meine Gedichte und Songtexte so wie hier beschrieben.
Hier ein einfacher Beispieltext, der zum Foto passt und nur deshalb hier nun das Beispiel geben darf .
Du kannst ihn singen, mit jeder von dir erdachten Melodie. Probier’s aus! 😉
New Orleans im Weinberg
Es ist manchmal sehr sehr seltsam: Man sucht und sucht nach der passenden Musik zu einem bestimmten Bild und wird trotz großer Auswahl nicht fündig. Einmal ist sie zu schnell, dann zu langsam, zu lieb oder zu hart, zu „dödelig“ oder zu „fade“ … und will nicht zum Bild oder zur Bildfolge passen. Aber so gar nicht.
Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Und so trafen sich Töne aus New Orleans mit lecker lockenden nordbadischen Weintrauben. Wie das funktioniert? Wie das klingt?
Ehrlich, mir gefällt’s, und zwar so was von …
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Wenn Themen springen und Affen beißen
Themen zu Geschichten und Gedichten, ja, auch zu Romanplots springen dich unverhofft oft unterwegs an, sowohl in der Natur oder unter Menschen, in einem alten (oder langweilig neuen) Bauwerk, ach überall lauern sie.
Ein rotes Blatt neulich zum Beispiel prangte in prächtigem Rot in der Baumspitze des Kirschbaums und zog alle Blicke auf sich. Zweifellos: Es stach seine grünen Blattkollegen aus und mich an – und eine neue Geschichte war geboren: „Das rote Blatt“
Beim Spiel mit der Fotobearbeitung zum passenden Geschichten-Begleitfoto biss mich dann auch noch ein Affe (im Ernst, der hier nämlich), und das „rote Blatt“ wurde gleich noch sowohl zum Foto-, als auch zum Bildmodell … und wenn nicht irgendwann das Telefon mich aus der Spielerei geweckt hätte, würde ich nun mindestens 10 oder 12 oder noch mehr Bildversionen vom „roten Blatt“ hier posten.
Ja, so geht das manchmal, wenn Themen „springen“ und Affen „beißen“ 😉












