Fragen an die Protagonistin
Alles ist Kunst – GEDICHTE, Gedanken, Momentaufnahmen, Bilder, Musik
Wie viel Realität verträgt eine Geschichte (oder ein Gedicht, ein Roman, ein Bild)?
Zieht der Leser/Betrachter das Reale, das Wirkliche in all seiner Authentizität und ehrlichen Einfachheit, sehr oft auch Tristesse, Traurigkeit, Schäbigkeit, Hässlichkeit den fiktiven Traumwelten vor?
Oder mag er in der Geschichte lieber das geschönte Märchen, die Übertreibung, die ‚heile‘ Welt, zuweilen auch das ‚triefende‘ Schmalz?
Eine immer wiederkehrende Frage, die sich jedem kreativen Tun aufs Neue stellt.
Eine Frage, auf die es nicht nur „Entweder-Oder“-Antworten gibt.
Oder?
Der Herbst inspiriert.
Ich mag ihn mit seinen düster dämmrigen Abenden, den Nebelschwaden und dem markanten Herbstgeruch. Ich mag ihn sehr. Es ist eine Atmosphäre, in der überall, an jeder Ecke, in jedem Baum, unter jedem Dach, ach was, überall ein Geist, ein Geist?, lautert. Nein, kein Geist. Eine Geschichte. Ein Märchen. Ein Ideenfetzen. Ein Thema. Egal auch. Etwas lauert draußen auf jeden Fall und wie kleine Geisterchen überfallen sie mich, die Ideen. Mein Kopf ist im Herbst übervoll. So voll, dass die Hände nicht wissen, wie sie all diese “rasenden” Gedanken in Schriftform bringen können.
Danke, Herbst!
Pilze.
Sind sie nicht ganz besonders faszinierende Geschöpfe oder Wesen oder, ja, wer oder was sind sie? Weder Pflanze noch Tier. Eine „Zwischendrin-Lebensart“?
Irgendwie ja. Und irgendwie sehr faszinierend.
Und inspirierend.
Das Kind in mir „spinnt“ beim Anblick der Pilze sofort Geschichten und Märchen und Fantasien. Viele Bücher könnte ich füllen mit Inspirationen aus der Welt der „Pilzmännlein“.
Hallo, Zeitfee! Schenke mir ein paar zusätzliche freie Stunden, nein, besser Tage, nein, besser gleich Wochen oder Monate!?
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=4P6__L4IkLo?rel=0&w=420&h=315]
„Waldzauber“ – Die wundersame Welt der „Pilzmännlein“, Fotos (c) Andrea Oberdorfer alias Waldameise, Musik (c) Paul G. Walter
Andreas Pilze jedenfalls haben so gewaltig inspiriert, dass über Nacht ein kleines Filmchen entstanden ist, unterlegt von einer Musik aus einer alten Produktion „Abenteuer mit dem kleinen Bären“. Sie passt, finde ich, perfekt zu den Pilzmännlein. Oder?
Themen für Geschichten, für Gedichte, für Romane liegen auf der Straße. Diese „Weisheit“ ist keine neue. Und dennoch macht man es sich nicht einfach. Warum greift man nicht zu, wenn man von einem Thema gepackt wird? Warum zögert man? Warum lässt man sich dazu verleiten, ein Thema – sein Thema – nicht zu realisieren?
Eine Frage, die mich mein Autorenleben begleitet. Ich trage meine Traumthemen in mir und realisiere sie nicht, weil der Markt (=die Verlage) gerade ganz andere Themen favorisiert. Rede ich mir ein, halt, redete ich mir viele viele Jahre lang ein. „Meine“ Themen waren lange uninteressant und ich wagte das Risiko nicht, sie dennoch oder gerade trotz der Ablehnung seitens der Verlage auszuarbeiten. Nein, brav trug ich sie mit mir durchs Leben. Brav mit Wehmut im Herzen. Mit Tränen.
Und heute? Heute sind „meine“ Themen topaktuell und würden mit Handkuss sofort in Verlagen angenommen werden. Zu zwei vor acht und zehn Jahren eingereichten Exposés habe ich jetzt Nachfragen seitens der Lektorate bekommen, ob und wann ich liefern könne.
Liefern? Jetzt?
Ich kann nicht liefern. Meine nun aktuellen Traumthemen ruhen noch immer in meiner Seele und in Fragmenten ausgearbeitet auf der Festplatte. Gerne würde ich die Stoffe fertig schreiben, aber inzwischen stehen andere Projekte, die keine Traumthemen sind, auf der Todo-Liste an erster Stelle, und es fehlt die Zeit.
Also werde ich meine Traumthemen weiterhin im Herzen durchs Leben tragen – mit noch mehr Wehmut ob der vertanen Chancen.
Und warum blogge ich das nun?
Ganz einfach: Das „Thementor“ steht immer offen, nur dauert es manchmal etwas länger, bis es sich für das Traumthema öffnet. Schön ist es dann, wenn man den Mut hatte, vorher schon für sich selbst dem Thema Einlass gewährt zu haben.
Ich werd’s mir merken. Für mich. Für die Zukunft.
Einen „goldigen“ Oktobernachmittag verbrachte ich heute – beim Basteln eines neuen Videos, dieses Mal mit jazziger Loungemusik.
Die Inspiration zu dieser Musik verdanke ich einem witzigen Facebookgespräch mit meiner lieben Kollegin Mila Roth alias Petra Schier. Wir „rätselten“, welche Musik zu ihren Helden Markus und Janna aus der Serie Spionin wider Willen: Fall 1 für Markus Neumann und Janna Berg passen könnte. Ich denke, diese hier: *smile*
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=OAtMUio6PD0?rel=0]
„Oktobergold“ -Indian Summer auf der Schwäbischen Alb – „Markus‘ Theme“
mit Fotos von (c) Andrea Oberdorfer und Musik von (c) Paul G. Walter
DANKE, Andrea, für die tollen Fotos !!!
„Träume halten nie der Realität stand. Am wenigsten jene, die in der Vergangenheit wurzeln“, sagte er. Er sagte es immer wieder. Eindringlich. Warnend. Mahnend.
Sie wollte es nicht hören. Sie wusste, dass sie der Wahrheit nicht standhalten würde.
Bis sie zurückkam an den Ort ihrer Träume. Nach Hause. Oder das, was ihr Zuhause einmal gewesen war …
„Lass uns den Garten herbstlich aufhübschen“, sagte sie und streifte sich die Gartenhandschuhe über, um den Kompost mit den Resten des Sommers zu füllen.
Er schüttelte den Kopf. „Sie sind so schön. Lass sie!“
„Sie sind welk. Sie sind hässlich. Sie sind nicht mehr perfekt.“
„Schönheit und Perfektion sind nicht miteinander verwandt“, murmelte er, aber sie hörte ihm nicht mehr zu.
Sollte ich meine derzeitige Lektüre (Ein plötzlicher Todesfall) im jetzigen Stadium beschreiben respektive zeichnen wollen, würden sich meine Gefühle zu dem Buch wie in diesem Bild darstellen.
Wobei ich betonen möchte, dass das Buch wegen der Vielzahl von Personen und derer wenig sympathischer Wesenszüge nicht einfach zu lesen ist. Dennoch verblüfft mich die Direktheit und Pointiertheit dieser Milieustudie und ich ahne, dass dieses Buch nicht zwingend mit einem Happy End enden wird.
Man wird sehen …
Kastanienzeit im Wald.
Eine Fülle leckerer Keschte (= So nennt der Pfälzer die Kastanien/Maronen) liegt auf den Waldböden und Wegen. Und es werden immer mehr. Wehe dem, den ein Stacheligel im freien Fall erwischt. Ich hatte dieses Vergnügen heute schon. Zwei Mal und mitten auf den Kopf. Autsch!
Zur „Strafe“ werden ihre Bewohner, die Keschte, nun „geröschtet“ und verzehrt.
Guten Appetit!
G’röschtete Keschte = Geröstete Kastanien oder Maronen
Du brauchst Esskastanien/Maronen, die Menge wählst du selbst.
Schneide die gewölbte Seite der Kastanienfrucht über Kreuz ein und lege sie auf ein Backblech.
Heize den Ofen vor auf ca. 180-200 Grad (Umluft) und backe die Früchte gut 20 Minuten.
Sie sind gar, wenn die Schalen an der Schnittstelle aufspringen.
Die Kastanien werden nun in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, damit sie etwas abkühlen. Dann kannst du sie schälen und naschen.
Du kannst sie aber auch in einer Pfanne in etwas Butter anrösten und servieren.
Wer es mag, gibt entweder etwas Rohrzucker oder Meersalz über die Früchte.
Guten Appetit.
Abwandlung: Du kannst „Keschte“ auch auf Ofenplatten oder Kaminplatten rösten.
Reimen/Dichten/Songtexten ist nicht schwer. Eigentlich ist’s „nur“ ein leises Singen.
Reime (hier meine ich die sog. Gebrauchslyrik, die auch bei Songtexten gerne üblich ist) sind Musik.
Singe dein Gedicht!
Nimm die Melodie eines Liedes, das dir beim Reimen zufliegt, und fädle an ihr die Worte deines Gedichts auf. Ton für Ton und Silbe für Silbe. Jeder Ton eine Silbe.
So vermeidest du in deinem Gedicht eckig klingende Phrasen oder unstimmige Silbenendungen.
Nicht alles nämlich, was sich reimt, klingt schön. Bleibe bei deiner Melodie, und wenn sich hierzu einmal so gar kein passender Reim finden lässt, dann verzichte an dieser Stelle lieber aufs Reimen. Wichtig ist, dass du bei deiner Melodie bleibst. Dein Gedicht-Liedchen muss dir am Ende glatt über die Lippen kommen.
Und warum das Ganze?
Ganz einfach: Nur so alleine wird es dir gelingen, die Verse 2 und 3 und folgende stimmig zu Vers 1 zu erstellen. Und nur so kann dein Gedicht mit der passenden Vertonung, die gar nichts mehr mit deiner beim Reimen erdachten Melodie zu tun haben wird, zu einem Lied/Song werden.
Apropos: Melodien kannst du ganz nach Belieben wählen (Schlager, Pop, Volkslied, Werbetrailer etc.) oder dir selbst ersinnen.
Und warum nun dieser Eintrag?
Nun, ich werde oft gefragt, wie man Songtexte oder Gebrauchslyrik schreibt. Wer „man“ ist, weiß ich nicht. Ich zumindest schreibe meine Gedichte und Songtexte so wie hier beschrieben.
Hier ein einfacher Beispieltext, der zum Foto passt und nur deshalb hier nun das Beispiel geben darf .
Du kannst ihn singen, mit jeder von dir erdachten Melodie. Probier’s aus! 😉
Es ist manchmal sehr sehr seltsam: Man sucht und sucht nach der passenden Musik zu einem bestimmten Bild und wird trotz großer Auswahl nicht fündig. Einmal ist sie zu schnell, dann zu langsam, zu lieb oder zu hart, zu „dödelig“ oder zu „fade“ … und will nicht zum Bild oder zur Bildfolge passen. Aber so gar nicht.
Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Und so trafen sich Töne aus New Orleans mit lecker lockenden nordbadischen Weintrauben. Wie das funktioniert? Wie das klingt?
Ehrlich, mir gefällt’s, und zwar so was von …
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=-xp42Gp_fjc?rel=0]