Bunt.launig

Ringsum nur grau und nur weiß, wie ich seh‘!
Nimm Farben und male das Bunt in den Schnee!
Sie lachen dir zu und zaubern ein Stück
von fröhlicher Wärme und heimlichem Glück.
Das Rot und das Gelb, sie wandeln die Zeit
für ein paar Minuten …
… grad hat’s neu geschneit.

Ich wünsch mir ‚was

Liebes Christkind!
Heute schreibe ich dir einen Wunschzettel und ich verspreche es dir, liebes Christkind: Es ist kein Wunsch, der Geld kostet und den man als Geschenk in bunte Päckchen verpacken kann. Es ist ein ganz kleiner, leiser, bescheidener Wunsch:
Bitte mach, dass die Leute sich wieder erinnern, dass du es bist, das Geburtstag hat, und dass du dir Ruhe und Gemütlichkeit und Besinnlichkeit und Frieden wünschst und nicht diesen Trubel, die Drängeleien und Hetzereien auf Straßen und in den Städten. Und bitte, sagt ihnen auch, dass du auch jene quietschbunten Glitzerflimmerschmuckhäuser und -fenster so gar nicht leiden magst. Weißt du, liebes Christkind, das nämlich machen die Menschen in den Wochen vor Heiligabend nur deinetwegen, und sie sind dabei so gestresst, dass sie das Lachen vergessen und oft sehr grimmig dreinschauen. Dass sie so sehr drängeln und sich arg unfreundlich und trubelig unterwegs verhalten. Sie nennen es Weihnachtsvorbereitungen, doch sag, Christkind, wünschst du dir diese „Vorbereitungen“ überhaupt?
Liebe Grüße, auch an deine Eltern und Ochs und Esel
Deine E.

 

Die vergessene Geschichte

Meine allerliebste Weihnachtsgeschichte, Mia und das Christkind, schenke ich mir heute zum Adventssonntag.
Mir und Euch.
Sie ist schon älter, die Geschichte. Ebenso die Aufnahme.
Und ich hatte sie lange Zeit „vergessen“.
Bis heute.
Vergessene Geschichten sind etwas ganz besonders Trauriges, finde ich.
Und wer mag schon „traurig vergessene“ Geschichten?

Auch im Kindergeschichtenblog „Elkes Kindergeschichten“ habe ich sie heute wieder zum Leben erweckt. Dort könnt Ihr sie lesen. Viel Spaß!

Und Daumen drücken, auf dass die vergessene Geschichte nicht ein zweites Mal „vergessen“ wird!
Danke …

Einen schönen Advent Euch

Elke

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=rIgNwgnnCU8?rel=0] 
Das Christkind im Kirschbaum, vor einigen Jahren superschön gelesen von Annick Klug (damals tätig an Bühnen in Darmstadt und Berlin) mit Musik von Paul G. Walter

Stille

Auf der Suche nach der Weihnachtsstille kam der Mann in eine Stadt. Autos, Busse und Lastwagen rasten an ihm vorbei, Motoren dröhnten, Reifen quietschten, Hupen heulten auf. In den Straßen drängelten sich murrende, schimpfende Leute und aus den Geschäften plärrten Weihnachtslieder.
„Wo ist die Weihnachtsstille?“, wollte der Mann fragen. Er ließ sich von den Massen treiben und landete in einem Kaufhaus. Bunt war es hier und grell. Geblendet schloss er die Augen. Wie laut es war! Leute stritten, Kinder quengelten, Mütter schimpften, Verkäufer riefen einander Zahlen zu, Lautsprecherstimmen priesen Sonderangebote an, Kassen klingelten, Musik dudelte.
Der Mann stöhnte. Der Kopf tat ihm weh. ‚Weg, dachte er, schnell weg hier!’ Wo war Weihnachten? Wo die Weihnachtsstille? Gerne hätte er jemanden danach gefragt, aber er wollte nicht stören. Eilig verließ er das Kaufhaus und wanderte stadtauswärts. Er bog in einen Feldweg ein, ging über Felder und Wiesen. Es schneite. Leise knirschte der Schnee unter seinen Füßen, und je weiter er lief, desto stiller wurde es, so still, dass er glaubte, die Schneeflocken fallen zu hören. Der Mann atmete auf. Schön war das. Irgendwo werde ich sie doch noch finden, die Weihnachtsstille, dachte er und lief weiter. Er lief und lief und fühlte sich gut. Er traf auch niemanden, den er fragen konnte.

 

 

Grauherbstmelancholie

„Adieu“, sagte ich heute zum Herbst.
Es ist immer eine traurige Phase, jene letzten Novembertage, in denen die Natur im Grau einschläft und das schillernd bunte Glitzerflimmerleben in den Städten genau dagegen, gegen diese Winterruhe, aufbegehrt. Irgendwie liebe ich mehr die Melancholie des Augenblicks, ohne künstliches Licht. Und ohne Adventskranz. Bei uns steht immer eine brennende Kerze in dem Raum, in dem wir uns aufhalten, selbst im Hochsommer. Sie jetzt durch Advents“kruscht“ zu ersetzen, erscheint uns nicht passend, irgendwie. Zumindest jetzt noch nicht in der Phase der Grauherbstmelancholie …
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=KMTOXJbIgAE?rel=0]

 

Nebel

Nebel,
vermeintlich einengend,
zeichnet er die Konturen weich(er)
und schickt die Gedanken
in einen leeren Raum
der Weite in grau-weiß.
Ich mag ihn, irgendwie.

Warten

Nachdenken. Warten. Auf das neue Alte oder das alte Neue?
Ja, da ist sie wieder, die Frau ohne Gesicht.
Sie denkt nach, grübelt, trauert.
Wird er … es … zurückkommen?
Oder fängt etwas ganz Neues an?

Manchmal liegen Fiktion und Realität nahe beieinander.
Zu nahe fast.