An manchen Tagen scheint die Sonne ein bisschen heller. Heute zum Beispiel. Dies hier -nur mal so- zur Erinnerung, zum Innehalten.
Ruhig ist’s hier geworden in den letzten Wochen. Die Arbeit hält mich zu sehr im Griff, klammernd, fordernd, an den Schreibtisch verdammt (oder verbannt?). Ich schreibe etwas schneller, um Zeit zu haben, wenn’s draußen wieder wärmer wird.
Besuch hatte ich dennoch, vorhin. Ein Schreibtischblickbesuch. Was für eine Freude (und was für ein leises Bedauern ob der winterschmutzigen Fenster, die die Bilder leider etwas unscharf werden lassen …)
Nach lästigen Pflichtpapierkramseleien, Telefon, Mailbox und Twitter ignorierend hinter Büchern, Computer und Fluten von Notizzetteln vergraben, in fremde Welten zu schlummernden Helden abgetaucht und mit SpassSchreiberei die Stille des Tages gefeiert und mehr gearbeitet als gedacht. Völlig unbewusst und leicht von der Hand.
Es sind diese Momente im Autorendasein, die die schönsten und erfülltesten sind. Inzwischen hat der Winter dem Frühling Platz gemacht, ‚Winterlüfte wichen dem Wonnemond‘ (so singt Siegmund in der Walküre), am Abend noch einmal rrrraus an die frische frühlingsduftige Luft und Nachtnatur umarmt, später dann Nase in Rotweinglas getunkt und den Abschied vom Tag mit Bär auf Schoß mit ipadgetippsel kuschelgemuetlich zelebriert. Nett war’s – ein Autorenfreutag, der immer so sein könnte.
Morgen wieder, bitte. Oder ähnlich. Danke.
Mal ‚was Neues aus der Bastelstube. Ein Ebook mit einer Sammlung meiner schönsten Frühlingsgeschichten, auf vielfachen Wunsch zusammengestellt. Ebook! Wer liest schon Ebooks? Ich, ehrlich gesagt. Meinen ersten eReader bekam ich vor 4 Jahren zum Geburtstag geschenkt und seither bin ich ein Ebook-Junkie. Was nicht heißt, dass ich nicht liebend gerne meine Nase in „richtige“ Bücher (die Szene der Ebook-Fans nennt sie neuerdings ‚Holzbücher‘) stecke. Seit meinen Bullerbü-Zeiten tue ich das, denn in Bullerbü habe ich damals „gelernt“, dass Bücher einen magischen Duft haben. Stimmt. Und so überlege ich nun, aus diesem Frühlings-Ebook auch ein richtiges Papier-, pardon, Holzbuch zu basteln. Hmm! Ich grüble noch. Was spricht dafür, was dagegen?
Geschichten erzählen ist eine der schönen Freuden, die man einander bereiten kann: Gemütlich zusammen sitzen im kuschelwarmen Zimmer oder in einem sonnengewärmten Eckchen auf dem Balkon oder auf der Terrasse oder draußen an einem lauen Tag auf einer Bank im Park. Überall sind sie versteckt, die kleinen und großen Geschichten, und warten darauf, erzählt zu werden.
Eine Sammlung mit Geschichten bietet das neue Ebook „Hör mal, Oma, ich erzähle dir eine Geschichte vom Frühling!“ mit vielen neuen und alten Frühlingsgeschichten. Es sind Geschichten von Eltern und Großeltern für Kinder UND ebenso Geschichten und Märchen von Kindern, die sie den Großen, den Eltern und Großeltern – oder der Tante im Krankenhaus, der Nachbarin im Seniorenstift – erzählen.
Und, GANZ NEU, kommen hier nun auch der SOMMER und der HERBST:
Es flattert. Draußen, gepaart mit Zwitschen und Tirilieren und Frühlingen.
Drinnen im Kopf flattern die Worte. Auch sie zwitschern, tirilieren, frühlingen und wiegen sich im tanzenden Wortchaosreigen.
Und ich, ich flattere ihnen hinterher, will sie einfangen, doch sie lassen sich nicht greifen, sind schneller.
Hallo Frühling, es fühlt sich wundervoll an, dass du nun leise ins Land herein dunst-tröpfelst flatterst. Ich freue mich.
Nur, verrate mir, verehrter Herr Frühling, warum macht mich dein Flattern etwas mü-ü-ü-de …?
„Alle Bücher sind aus Wörtern gemacht, aber meistens aus Wörtern, die herumflattern und das Denken anregen.“ (Virginia Woolf)
Schweigen und Ruhen und Erholen muss nicht unbedingt heißen, dass man sich gut dabei fühlt.
Schweigen und Ruhen und Erholen sind nichts für Kreativameisen in Kopf und Bauch.
Schweigen und Ruhen und Erholen sind ergo definitiv nichts für mich.
Schweigen und Ruhen und Erholen werden ab sofort wie Pusteblumenflieger in die Welt hinaus geschickt, weit weg von mir.
Wer möchte sie haben, diese Flieger?
Sie entfleuchen gerade, zaghaft noch, meiner Klausur …
…Als der Zug endlich über die Lagune fuhr, verspürte ich so etwas wie Faszination. Ich trat ans Fenster, blickte auf das Wasser, das unter der Nachmittagssonne geheimnisvoll funkelte, starrte auf die Dächer und goldenen Kuppeln der Stadt, die sich langsam aus dem Dunst schälten. Ein magisch betörendes Bild, das Venedig mir zur Begrüßung bot. Mein Herz klopfte eigentümlich, während das Bootstaxi später durch den Canale Grande tuckerte. Um mich abzulenken, sah ich mir die bröckelnden Fassaden in blassen Rot-, Blau-, Gelb- und Weißtönen und die filigran verzierten Balkone der an mir vorbei gleitenden Palazzi an, lugte in kleine, versteckte Kanäle, die sich, von Bogenbrücken überspannt, in geheimnisvollem Dunkel verloren. Und überall, auf den Gassen und Brücken, entlang der Kanäle und in den Booten, sah ich sie, Gespenstern gleich: die Masken des Carnevale. Es waren unheimlich anmutende weiße Masken, deren Träger in tiefes Schwarz gehüllt waren, historische, graziöse, dämonische, bunte, lustige Gestalten und immer wieder die Figuren der Comedia dell Arte, der Alecchino, die Colombina und die Pulcinella. Einige standen da wie Denkmäler, andere liefen in buntem Treiben umher, gafften, rempelten, schrieen, lachten … Es herrschte eine so mystische Atmosphäre, dass ich selbst nicht mehr wusste, ob es sich bei jenen Wesen um verkleidete Menschen handelte oder um Gespenster. Fast war ich mir sicher, dass ich einige von Venedigs echten Gespenstern für wirkliche Menschen hielt. Gespenster, die mir zunickten und deren Gruß ich erwiderte.
Ein Gruß aus dem Bürokratismus-Dschungel mit der Aussicht auf baldiges Normalleben und -bloggen. Auf bald und Danke (Ihr wissst schon?) und lieber Gruß Elke
Also ich weiß nicht, wie es Euch im Januar ergeht. Mein Januar ist alle Jahre wieder ein Monat des Formular-Kruschts und Zahlensammelns (schreibt man das zusammen?) und Suchens nach Belegen und Wühlen nach Daten. Und jedes Jahr im Januar nehme ich mir vor, es nienienie mehr so weit kommen zu lassen und all das, was sich wöchentlich an „Kruscht“ ansammelt, auch wöchentlich zu ordnen und zu verwalten. Allein es bleibt immer bei diesem Vorsatz und so wird der Januar immer wieder zum krampfigen Monat. Ich hasse diesen unnötigen Kruscht. Er stiehlt so viel kostbare Zeit.
Er stiehlt mir auch die Zeit zum Bloggen und daher findet „arttäglich“ derzeit so gar nicht „täglich“ statt.
Aber im nächsten Jahr wird alles anders.
Fragt mich mal nächsten Januar danach.
*kruscht*
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
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