Autor: Elke

Ich wünsch mir ‚was

Liebes Christkind!
Heute schreibe ich dir einen Wunschzettel und ich verspreche es dir, liebes Christkind: Es ist kein Wunsch, der Geld kostet und den man als Geschenk in bunte Päckchen verpacken kann. Es ist ein ganz kleiner, leiser, bescheidener Wunsch:
Bitte mach, dass die Leute sich wieder erinnern, dass du es bist, das Geburtstag hat, und dass du dir Ruhe und Gemütlichkeit und Besinnlichkeit und Frieden wünschst und nicht diesen Trubel, die Drängeleien und Hetzereien auf Straßen und in den Städten. Und bitte, sagt ihnen auch, dass du auch jene quietschbunten Glitzerflimmerschmuckhäuser und -fenster so gar nicht leiden magst. Weißt du, liebes Christkind, das nämlich machen die Menschen in den Wochen vor Heiligabend nur deinetwegen, und sie sind dabei so gestresst, dass sie das Lachen vergessen und oft sehr grimmig dreinschauen. Dass sie so sehr drängeln und sich arg unfreundlich und trubelig unterwegs verhalten. Sie nennen es Weihnachtsvorbereitungen, doch sag, Christkind, wünschst du dir diese „Vorbereitungen“ überhaupt?
Liebe Grüße, auch an deine Eltern und Ochs und Esel
Deine E.

 

Die vergessene Geschichte

Meine allerliebste Weihnachtsgeschichte, Mia und das Christkind, schenke ich mir heute zum Adventssonntag.
Mir und Euch.
Sie ist schon älter, die Geschichte. Ebenso die Aufnahme.
Und ich hatte sie lange Zeit „vergessen“.
Bis heute.
Vergessene Geschichten sind etwas ganz besonders Trauriges, finde ich.
Und wer mag schon „traurig vergessene“ Geschichten?

Auch im Kindergeschichtenblog „Elkes Kindergeschichten“ habe ich sie heute wieder zum Leben erweckt. Dort könnt Ihr sie lesen. Viel Spaß!

Und Daumen drücken, auf dass die vergessene Geschichte nicht ein zweites Mal „vergessen“ wird!
Danke …

Einen schönen Advent Euch

Elke

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=rIgNwgnnCU8?rel=0] 
Das Christkind im Kirschbaum, vor einigen Jahren superschön gelesen von Annick Klug (damals tätig an Bühnen in Darmstadt und Berlin) mit Musik von Paul G. Walter

Stille

Auf der Suche nach der Weihnachtsstille kam der Mann in eine Stadt. Autos, Busse und Lastwagen rasten an ihm vorbei, Motoren dröhnten, Reifen quietschten, Hupen heulten auf. In den Straßen drängelten sich murrende, schimpfende Leute und aus den Geschäften plärrten Weihnachtslieder.
„Wo ist die Weihnachtsstille?“, wollte der Mann fragen. Er ließ sich von den Massen treiben und landete in einem Kaufhaus. Bunt war es hier und grell. Geblendet schloss er die Augen. Wie laut es war! Leute stritten, Kinder quengelten, Mütter schimpften, Verkäufer riefen einander Zahlen zu, Lautsprecherstimmen priesen Sonderangebote an, Kassen klingelten, Musik dudelte.
Der Mann stöhnte. Der Kopf tat ihm weh. ‚Weg, dachte er, schnell weg hier!’ Wo war Weihnachten? Wo die Weihnachtsstille? Gerne hätte er jemanden danach gefragt, aber er wollte nicht stören. Eilig verließ er das Kaufhaus und wanderte stadtauswärts. Er bog in einen Feldweg ein, ging über Felder und Wiesen. Es schneite. Leise knirschte der Schnee unter seinen Füßen, und je weiter er lief, desto stiller wurde es, so still, dass er glaubte, die Schneeflocken fallen zu hören. Der Mann atmete auf. Schön war das. Irgendwo werde ich sie doch noch finden, die Weihnachtsstille, dachte er und lief weiter. Er lief und lief und fühlte sich gut. Er traf auch niemanden, den er fragen konnte.

 

 

Grauherbstmelancholie

„Adieu“, sagte ich heute zum Herbst.
Es ist immer eine traurige Phase, jene letzten Novembertage, in denen die Natur im Grau einschläft und das schillernd bunte Glitzerflimmerleben in den Städten genau dagegen, gegen diese Winterruhe, aufbegehrt. Irgendwie liebe ich mehr die Melancholie des Augenblicks, ohne künstliches Licht. Und ohne Adventskranz. Bei uns steht immer eine brennende Kerze in dem Raum, in dem wir uns aufhalten, selbst im Hochsommer. Sie jetzt durch Advents“kruscht“ zu ersetzen, erscheint uns nicht passend, irgendwie. Zumindest jetzt noch nicht in der Phase der Grauherbstmelancholie …
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=KMTOXJbIgAE?rel=0]

 

Nebel

Nebel,
vermeintlich einengend,
zeichnet er die Konturen weich(er)
und schickt die Gedanken
in einen leeren Raum
der Weite in grau-weiß.
Ich mag ihn, irgendwie.

Warten

Nachdenken. Warten. Auf das neue Alte oder das alte Neue?
Ja, da ist sie wieder, die Frau ohne Gesicht.
Sie denkt nach, grübelt, trauert.
Wird er … es … zurückkommen?
Oder fängt etwas ganz Neues an?

Manchmal liegen Fiktion und Realität nahe beieinander.
Zu nahe fast.

 

Branchen"geflüster"

A hat gesagt, der B würde vom C … und der D ist der gleichen Meinung. Und überhaupt wird der A mit dem B und dem C nun nichts mehr zu tun haben wollen und wenn der X und der Y nicht endlich mit dem … aufhörten, dann …
???
Dann?
Was dann?
Habt Ihr noch immer nicht begriffen, dass es heutzutage nur noch GEMEINSAM geht, gerade in unserer fragilen „Kunst“(?)-Branche?

Sorry, liebes Blog und liebe Blogbesucher, das musste jetzt sein.
Vielleicht ist ja der A oder der B, der C und der D, auch X und Y zufällig auch hier unterwegs?

„Kopfkreisel“ nannte der P neulich sein „Gekrickel“, und ich finde, das Bild passt zu A und B und C und D undsoweiter …
Es passt auch zu dem, was gerade meinen Kopf besetzt hält.

 

Dem Tag einen Tritt

Lieblich lächelnd versetze ich diesem Tag einen deftigen Tritt und begebe mich nach „Eintausendundeins und mehr-Allerlei-Krimskrams-Bürokratie-und-Kleinklein“-Beschäftigungen und Schreibereien zu meinem Manuskript. Es ruft gellend nach mir, ja, fast drohend – und es hat so recht damit.
Ich glaube, diese Nacht wird lang.

Und Ihr so?

 

Heimweh

Heimweh, das ist es, was ich beim Betrachten dieses Aquarells, gestern gemalt von Paul, empfinde.
Heimweh – und ein Anstubser, endlich am aktuellen Buchmanuskript, dessen Handlung zT in einem ähnlichen Ambiente wie hier zu sehen, angesiedelt ist.
Heimweh, ja, das bohrt auch in mir, wenn ich an den Roman, der zum größten Teil noch in meinem Kopf ruht, denke.
Heimweh nach DEM ‚wirklichen‘ Schreiben, das wegen so vieler anderer Arbeits-Schreib“baustellen“ und Nervigkeiten, vernachlässigt vor sich hintrauert. Sicher hat sie auch Heimweh, die Story, die endlich geschrieben werden will …

 

 

Ein ‚leiser‘ vergessener ‚Hit‘

„Ein bisschen so wie Martin“, ein altes Lied, das wir ganz in unseren Anfängen als Beitrag zu einem Liederheft geschrieben und dann vergessen hatten, ist zu einem ‚leisen Hit‘ geworden. Ein ‚Hit‘, der von uns lange Zeit unbemerkt geblieben war, weil wir uns längst anderen Themen zugewandt hatten. Ganz zufällig hörte ich unser Lied vor drei Jahren bei einem Laternenumzug und erschrak fast ein bisschen, als ich es erkannte und mich erinnerte. Da war doch mal ‚was …!? 😉
Madame Google „erklärte“ mir dann, dass dieses Lied inzwischen auf vielen Umzügen, in vielen Kindergärten, Schulen und Gottesdiensten und Aufführungen und im Rundfunk gesungen wird.
Ehrlich, wir hatten dieses „Ereignis“ verschlafen und auch nie auch nur einen Cent für Veröffentlichungen oder Aufführungen (Danke, liebe Gema! *g*), geschweige denn einmal ein Lob oder eine Anfrage oder eine Mail oder sonst irgendein Zeichen erhalten.
Schade eigentlich … und mit dem „Schade“ meine ich weniger die pekuniäre Seite …
Ein Lied, bei dem es ums Teilen geht. Mitteilen wäre auch eine Form des Teilens gewesen …

Ein bisschen so wie Martin

möcht´ ich manchmal sein
und ich will an andre denken,
ihnen auch mal etwas schenken.
Nur ein bisschen, klitzeklein,
möcht´ ich wie Sankt Martin sein.
Den ganzen Text findet Ihr in meinem Kindergeschichtenblog.

Kinderliederfreunde können sich das Lied Ein bisschen so wie Martin hier downloaden.

Eine schöne CD unter dem Titel Ein bisschen so wie Martin ist nun dazu neu erschienen mit vielen weiteren Laternen- und Martinsliedern von vielen tollen Sängern, Textern, Komponisten und Arrangeuren.
Ich freue mich sehr.
Am meisten freut mich, dass unser „altes“, von uns lange Zeit vergessenes Martinslied, das inzwischen in vielen Martinsumzügen gesungen wird, hier zum Titellied wurde.
Hört mal rein, wenn Ihr mögt! Es singen Stephen Janetzko und seine Freunde, die Musik ist von uns.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=h7Gz4ttVcLU?rel=0]

Autoren-Bunt

Bunt und Grau im Wechsel draußen vor dem Fenster.
Bunt auch auf meinem Schreibtisch.
Ostereier. Osterhäschen. Frühlingszeit im Ostergarten.
Bunt. Frisch. Fröhlich. Frühlingssonnenwarm und „heilweltig“.

Und worüber schreibt die Autorin/singt der Kinderliedermacher zur Osterzeit?
Über bunte Herbstbäume, Kürbisgold und Laternenlicht.
Klar, oder?

Ach ja, Weihnachten findet in der Regel im Sommer statt.
Frohes, pardon, buntes Fest!