Der Sommer kocht sein Leibgericht
mit Sonnenschein und Himmelsblau,
mit Hitzefrei und Badesee,
Gewitterluft und Morgentau.
Mit Beeren, dick und rot und süß,
und diesem Duft nach Paradies
in einer Luft so weich wie Samt,
und Füßen, tief im warmen Sand,
der kitzelt, dich zum Lachen bringt.
Ein Lachen, das nach Sommer klingt.
Mondfest im Wald * Ein Gedicht für Kinder, die wissen, dass der Mond manchmal schmunzelt –
Der Mond gleicht einem Lampion,
den wohl ein Kind vergessen hat.
Von seinem großen Wolkenthron
strahlt er im Wald auf jedes Blatt.
Er blinzelt keck durchs Tannenzelt
und lockt die Tiere an zum Fest
mit seinem hellen Lichterschein,
der keinen heute schlafen lässt.
Schon kommt der Dachs im Walzerschritt,
das Mäuslein hüpft vor lauter Lust.
Die Eule ruft: „Jetzt tanzt doch mit!“
Der Fuchs poliert sich stolz die Brust.
Der Igel rollt sich kugelrund
und wird zum Ball. Hurra, er lacht!
Frau Wildschein tut mit Grunzen kund,
dass sie sich heute schick gemacht.
Der Frosch quäkt laut: „Jetzt tanzt das Reh!“
Und wirklich, da, es dreht sich sacht
im Glanz von Moos und Silberlicht
ein Waldballett zur Mondennacht.
Das Fest geht lang und es ist toll
und könnte ewig weitergehn.
Da sprach der Mond: „Ich fühl mich voll
Zufriedenheit, doch ich muss gehn.“
Schnell bläst er noch die Lichter aus
und zieht zum Abschied seinen Hut,
Dann kichert er und eilt hinaus
dem Tag voraus – und alles ruht.
Nein, wirklich, ich hätt’s nie gedacht.
Hat er’s tatsächlich doch gemacht
und mich grad auf den Arm genommen.
Wie weit ist’s nur mit mir gekommen?
Urplötzlich, Schreck, und hack und zack,
zieht er mich hoch und – huckepack –
geht’s auch schon los weit übers Feld.
Ich zeig ihm nicht, wie’s mir gefällt.
Ein Summer, ein Brummer,
ein großer Brummsummer
brummsummt überm Blütenmeer
erregt hin und her.
Man könnte meinen,
er suche den einen
Brummsummerkollegen
für einen regen
Disput über Liese,
die auf dieser Wiese
mit jenem gesehn ward beim Bummel,
die untreue Hummel.
Du lächelst meine Zweifel weg
mit deinem kessen Charme.
Dir gram zu sein hat wenig Zweck,
dein Übermut, der macht mich zahm.
Du bist ein Schelm, das weißt du auch,
und lullst mich ein in deinen Bann,
und mir bleibt nicht einmal ein Hauch
von Widerstand. – Du machst mich an!
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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