Oktobergold im Sonnenschimmer.
Bäume wandeln sich in Juweliere
im Versuch, ihr schimmernd Blattgewand
uns anzudrehn im Sonnenschlussverkauf.
Wir greifen zu mit vollen Händen,
in sehnsuchtsvoller Gier nach Sommer-Reste-Licht
für ein paar Momente nur. Vergeblich,
denn nichts, was glänzt, bleibt ewig Gold.
Die Musik des Waldes, an manchen Tagen hallt sie lauter und melodischer und vielstimmiger durch Hänge und Täler. Zumeist an grauen, unspektakulären Tagen, an Tagen wie heute. Als hätten sich die Vögel zur Generalprobe des großen Sommerkonzerts getroffen, so wundervoll einzigartig haben sie heute gesungen, getschilpt, gezwitschert, jubliliert und tiriliert.
Es war ein heiteres, aufgeregtes, ein fast forderndes Singen. Ein Wald-Allegretto.
Ein großer Chor, besetzt mit den brillantesten Stimmen der Natur.
Ein Gesang zu Ehren der Natur, des Lebens.
Ja, so ein Tag war das heute.
Das Menschenkind, das durchs Gelände streifte, weinte in stummer Ehrfurcht leise Tränen.
Glückstränen.
Blautannengrün. Ein Schatten, der atmet,
wie Tinte im Moos, die das Schweigen beschreibt.
Es riecht nach der Nacht, nach Vergessen und Harz.
Man sieht es kaum und weiß doch: Es bleibt.
Alles ist Kunst. Täglich. ART-täglich
Unser ganzes Leben findet Platz in der Kunst – und hier im Blog in Gedichten der unterschiedlichsten Art.
Ich wünsche dir viel Freude damit! ❤
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