Kategorie: Allgemein
Sommerfantasie
Schließe die Augen und stelle dir vor, du sitzt auf einer Wiese mitten zwischen Gräsern und Blüten.
Es ist deine Traumzauberwiese.
Bleibe ganz ruhig sitzen und freue dich, an diesem schönen Ort zu sein.
Atme tief ein und aus.
Ganz tief.
Und schnupper mal!
Pssst …. !!!
…
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Sommer…bunt
Märchenerzähler
„Es war einmal, es war keinmal, es war und es ist…“ Der Märchenerzähler stockte. Er wusste nicht mehr weiter. All die Märchen und Geschichten, die er in seinem Kopf gut verwahrt hatte, waren auf einmal – wie durch einen bösen Zauber verhext – weg. Ausradiert waren sie. Vergessen.
Erschrocken rieb sich der Märchenerzähler die Augen, dann schüttelte er ratlos und auch ein bisschen ängstlich den Kopf.
„Das kann doch nicht wahr sein. Das … ist … nicht … wahr!“
Er vergrub das Gesicht in seinen Händen und schloss die Augen.
„Erinnern“, murmelte er. „Ich muss mich erinnern.“
„Niemand muss müssen und niemand kann immer funktionieren wie eine gut geölte Maschine“, raunte ihm eine fremde Stimme zu. „Versuche nicht, dich um jeden Preis zu erinnern. Auf diese Weise wirst du deine Märchen niemals wiederfinden und …“
„Es sind nicht meine Märchen“, unterbrach der Märchenerzähler die unsichtbare Fremde. „Erlernt habe ich sie alle. Mühsam erlernt. Ach!“
Er fuhr sich verzweifelt mit den Fingern durch die Haare. „Ich bin ruiniert. Ich …“
Er stockte und sah sich als jungen Mann, der einen großen Lebenstraum hatte, wieder. Schreiben. Er wollte all die Geschichten und Märchen und Ideen, die er im Kopf mit sich herumtrug, niederschreiben. Damals. Was aber hatte er stattdessen getan?
Begreifend schlug sich der Mann an die Stirn. Nichts hatte er aufgeschrieben. All seine eigenen Geschichten waren ungesagt geblieben. Niemand hatte sie je gehört oder gelesen, weil sie in seinem Kopf festsaßen.
„Erkennst du es?“, fragte da die Stimme. „Mit fremden Märchen und Geschichten hast du deine eigenen Ideen zugedeckt und sie darunter versteckt. Und nun …“
Wieder unterbrach der Mann die Stimme. „Und nun wehren sie sich“, sagte er schnell. „Sie wehren sich und begraben all mein Wissen, das ich mir in so vielen Jahren meines Lebens angeeignet habe.“
Er lächelte und sagte nur noch ein Wort: „Endlich!“
Dann nahm er Stift und Papier und gab all den ungesagten, vernachlässigten Ideen und Geschichten die Freiheit, so wie er es sich immer erträumt hatte.
Julifee
„Wärme! Ich bringe Wärme dem Land. Wärme. Mein Monat ist als Sonnenmonat bekannt. Jeder liebt Wärme. Die Menschen, Tiere, Blumen, Bäume. Ihnen allen bringe ich Wärme und bunte Sommerträume.“
Fröhlich sang die Julifee ihr Lied. Sie lag auf einer Wolke und sammelte Regentropfen auf.
In der Nacht hatte sie ein Gewitter übers Land geschickt, um die Schwüle zu verjagen. Nun winkte sie die Sonne herbei. Der Tag sollte wieder ein Sonnentag werden.
Gierig leckten und fraßen die Sonnenstrahlen die Regentropfenperlen vom Laub der Büsche und Bäume, von Wiesen, Straßen, Pfützen, Dächern, Parks und Gärten und schickten sie himmelwärts.
„Keine Bange“, rief die Julifee. „Der Juli ist ein Sommersonnenmonat und ich werde für Wärme sorgen…“
(Ausschnitt aus: Als die Julifee die Sommerwärme brachte)















