Schlagwort: Friedensgedicht

Widerstand

Widerstand *

Zappenduster ist’s noch nicht
und doch sieht man, wie Licht
ganz unbemerkt an Kraft verliert,
wie’s kühl wird und die Seele friert
aus Lethargie und Bitterkeit
und tiefer Hoffnungslosigkeit.
Wir dürfen nur nicht resigniern.
Wer jetzt nicht kämpft, der kann verliern.
Es gilt, vereint voraus zu gehn,
dem Bösen kühn zu widerstehn
mit Boykott und Widerstand
für uns, die Zukunft, unser Land.

© Elke Bräunling


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#juniverse2024 – 30. Juni – zappenduster

Hässliche Schatten

Hässliche Schatten *

Sie reden wieder vom Krieg,
von Kämpfen für einen Sieg
mit Eifer und martialischen Plänen,
und eine Perlenkette aus Tränen
zieht über dein Antlitz. Du weinst
um dein friedliches Leben und meinst,
die hässlichen Schatten schon jetzt zu sehn,
glaubtest du doch, das würde nie wieder geschehn.

© Elke Bräunling

#juniverse2024 – 7. Juni – Antlitz

Wenn man daneben steht

Gedicht …….*

 

Wenn man daneben steht
Gedicht gegen den Krieg

Ich hör sie draußen diskutieren,
als ginge es ums letzte Brot,
mal laut, mal leise und auch hitzig,
als sei grad alles aus dem Lot.
Und viele schreien laut nach Krieg,
weil es nur so noch weiter geht.
Man kann darüber nur noch staunen,
wenn man wie ich daneben steht.

Ich lese Zeitung, suche Worte,
die wahrheitstreu und nichts verdrehn,
und kann die Lügen und das Schweigen
zu vielen Themen nicht verstehn.
Der Krieg wird’s richten, heißt es da,
weil ohne ihn wohl nichts mehr geht.
Wie sollte man dem widersprechen,
wenn man wie ich daneben steht.

Sie wollen neue Panzer bauen
und noch mehr teures Kriegsgerät.
Auch brauchen sie jetzt mehr Soldaten.
Die Saat zum Kriege wird gesät.
Wir Menschen werden nicht gefragt,
und bald ist es für uns zu spät.
Wie hilflos kann man sich nur fühlen,
wenn man wie ich daneben steht.

Ich sehe Leute, die begreifen,
dass alles aus dem Ruder läuft
und dass sich Nachricht neben Nachricht
in ungesundem Maße häuft.
Und immer wieder geht’s um Krieg.
Man fragt, woher der Wind da weht?
Wie sollte man es auch verstehen,
wenn man wie ich daneben steht.

© Elke Bräunling