Schlagwort: Septembergedicht

Schwalbenparty


Schwalben versammeln sich auf einem Dach

Schwalbenparty
Fröhliches Herbstgedicht

Auf den Dächern gibt’s heut Party.
Quirlig ist’s und sehr viel los.
Wildes Pfeifen, Rufen, Piepen,
Zwitschern, Trillern, leises Fiepen,
ja, die Aufregung ist groß.

Schwalben sind’s, die feierlaunig
kommen heut zum Abschiedsfest
aus den Nestern, Mauern, Ställen
fliegen sie in großen Wellen.
Keine bleibt heut noch im Nest.

Vieles gilt es zu besprechen
vor dem weiten Winterflug
in den Süden und sie planen,
überlegen, reden, warnen
vor dem Weg im Schwalbenzug.

Wer fliegt vorne, wer hält Ausschau?
Wer kennt noch den besten Pfad?
Wo kann man dort gut pausieren?
Wird man unterwegs nicht frieren?
Jede Schwalbe weiß ’nen Rat.

Eine ruft: „Wir müssen starten!“
Eine andre: „Ist es weit?“
Eine möchte erst noch jagen,
eine hat noch tausend Fragen,
und schon gibt es neuen Streit.

Plötzlich geht ein Ruf durch alle,
und schon hebt die Schar sich an.
Lautes Pfeifen. Aus dem Kreisen
geht es los zu fernen Reisen.
Guten Flug! Und kommt gut an!

Refrain
Rufen, zwitschern, hin und her,
bald geht’s fort, weit übers Meer.
Fliegen, kreisen, auf und nieder,
sammeln, rufen, sammeln wieder.
Viel Palaver. Große Freude.
Laute Abschiedsparty heute.

© Elke Bräunling


Ein fröhliches Lied vom Abschied nach einem wunderschönen Schwalbensommer

Text: Elke Bräunling  Musik: Balz Burch

Septembersensibiliäten


Septembersensibiliäten
Abschiedsgedicht

Septembertag.
Zum Abschied malen Bergseen ihre Farben in den Himmel.
Die Blätter der Birke lächeln goldtupfig in pfifferlingsduftiger Luft
und Wolkenkind dreht voller Übermut eine Pirouette.
Emotionen flirren wie Sommerobstmücken unsichtbar durch den Tag.
Solche. Und solche. Und andere.
Sie sind frei und suchen die Seelen, die
– in Abschieds- und Aufbruchstimmung –
ihre wunden Seiten entblößen.
Fühligkeiten.
Sensibilitäten.
Sie. Er. Ich.
Du auch?

© Elke Bräunling

Septemberstimmung, Blick über Land und See